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Runden-Karussell bei der Halbmarathonstaffel

Potsdamer Laufclub Runden-Karussell bei der Halbmarathonstaffel

Auf dem Potsdamer Bassinplatz herrschte am Mittwochabend wieder Gewimmel. Der Potsdamer Laufclub hatte zur Halbmarathonstaffel geladen und 108 Mannschaften gingen an den Start.

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Mit dem Staffelstab in der Hand geht es los.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Schon kurz nach dem Start, noch bevor das Runden-Karussell so richtig auf Touren kam, war klar: Trotz der Hitze kommt es darauf an, kühlen Kopf zu bewahren. Denn bei der 15. Barmer GEK-City Night, die zum fünften Mal als Halbmarathonstaffel ausgetragen wurde, mussten die jeweils fünf Läufer eines Teams darauf achten, nicht eine Runde zu viel oder zu wenig zu laufen. Jeder musste den Bassinplatz vier Mal umrunden, dann bekam der nächste den Staffelstab.

Ein Kasten Bier als Siegerprämie

Die Männer vom Team Gotorun behielten im Wirrwarr der Überrundungen – über 500 Läufer waren schließlich auf der Strecke – nicht nur die Übersicht, sondern hatten auch die schnellsten Beine. In 1:14:33 Stunden erreichten sie als Erste das Ziel. Bei den Firmenstaffeln siegte „Koczessa in Tour“ in 1:18:19 Stunden. Bei den Frauen hatte der Veranstalter Potsdamer Laufclub in 1:26:44 Stunden die schnellste Mannschaft. Bei den U18-Jugendstaffeln behauptete sich der Triathlon-Nachwuchs in 1:21:50 Stunden. Bei den Mixed-Teams waren die Vegan Runners Berlin-Brandenburg International die Nummer eins in 1:28:38 Stunden. Die Gotorun-Boys Niclas Albl (17 Jahre), Dennis Heberer (19), Smret Tesfahans (27), Peter Könnicke (47) und Frank Gläßer (49) bildeten ein Generationenteam. „Wir trainieren zusammen, da können wir doch auch mal in einem Team antreten“, erzählte Student Heberer. Tesfahans ist ein Flüchtling aus Eritrea und hat in der Läuferfamilie eine zweite Heimat gefunden. Gläßer sagte: „Wir wollten natürlich von Anfang an auf Sieg laufen. Man weiß vorher aber nie, ob das klappt. Aber die Jungs haben ganz schön Tempo gemacht. Jetzt freuen wir uns auf den Siegerpreis, den Kasten Bier.“

Das Gemeinschaftserlebnis steht im Vordergrund

Das Gemeinschaftserlebnis stand bei den meisten Teams im Vordergrund, zum Beispiel bei der Vereinsstaffel von Lok Potsdam. „Wir hatten in diesem Jahr sogar Mühe, eine Mannschaft zusammen zu bekommen“, sagte Jürgen Götte (57), der zu den Dauergästen dieser Veranstaltung gehört.

Peu a peu gesteigert haben sich die Windläufer. Hinter diesem Namen verbirgt sich die Potsdamer Firma Notus Energy, die Windkraftanlagen plant. Team-Organisator Gordon Wollnick (44), der sich hinterher mit den Kolleginnen und Kollegen zum gemütlichen Picknick – „jeder hat was mitgebracht“ – traf, erzählte: „Wir haben vor Jahren mal mit einer Staffel angefangen, nun haben wir schon drei dabei. Die Mannschaften werden bunt zusammengestellt, da geht es uns nicht um die schnellste Zeit.“ Der Informatiker ist mit seinen Windläufern ganz sicher auch im nächsten Jahr wieder dabei, wenn sich das Runden-Karussell auf dem Bassinplatz dreht.

Von Peter Stein

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