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Russ' erster Auftritt nach Krebs-OP: Comeback im Januar?

Fußball Russ' erster Auftritt nach Krebs-OP: Comeback im Januar?

Marco Russ geht es wieder besser. Bei dem Verteidiger von Eintracht Frankfurt war im Mai eine Krebserkrankung festgestellt worden. Aber nach Operation und Chemo nahm er überraschend an der Saisoneröffnungsfeier des Bundesliga-Clubs teil.

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Marco Russ (M) gab fleißig Autogramme.

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. Verteidiger Marco Russ von Eintracht Frankfurt ist zum ersten Mal nach seiner Krebsoperation wieder öffentlich aufgetreten.

Gefeiert von mehreren tausend Fans, zeigte sich der 31-Jährige bei der großen Saisoneröffnungsfeier des Fußball-Bundesligisten zusammen mit seinen Teamkollegen auf einer Bühne. "Seit zwei Wochen geht es mir gut", sagte Russ. "Wenn alles so läuft, wie die Ärzte und ich uns das vorstellen, dann bin ich im Januar im Trainingslager in Abu Dhabi wieder dabei."

Bei dem Abwehrspieler war Ende Mai kurz vor den beiden Relegationsspielen gegen den 1. FC Nürnberg eine schwere Tumorerkrankung festgestellt worden. Es handelt sich um Hodenkrebs. Russ musste umgehend operiert werden und sich danach zwei Chemotherapien unterziehen. Dadurch verlor er auch seine Haare.

"Nach der ersten Chemo ging es noch, die zweite war aber echt hart", sagte er gegenüber mehreren Frankfurter Medien. "In den drei Wochen danach habe ich nur dagelegen. Ich habe mich ziemlich abgeschottet, musste viel zu Hause bleiben, weil es mir einfach nicht gut ging. Jetzt gehe ich öfter wieder raus."

Wann der erfahrene Bundesliga-Profi wieder mit dem Training beginnen kann, ist noch offen. Bis vor zwei Wochen habe er noch Probleme mit seinem Kreislauf gehabt. "Jetzt ist alles in Ordnung. Ich kann ein bisschen Yoga machen, um meinen Körper wieder etwas in Schwung zu bringen."

Am 19. Oktober, verriet Russ, müsse er zu einer Abschlussuntersuchung. "Da wird alles komplett durchgecheckt mit CT, Ultraschall und einem großen Blutbild. Wenn die Werte dann so aussehen wie bei den letzten Tests, kann ich wieder anfangen."

In den vergangenen Wochen habe er unter anderem seine früheren Teamkollegen Kevin Trapp in Paris und Martin Lanig in Köln besucht. "Ich habe mich auch mit meinem Kumpel Benny Köhler von Union Berlin unterhalten. Bei ihm war es ja noch ein Ticken schlimmer", erzählte Russ. Bei dem früheren Eintracht-Profi Köhler war im Februar 2015 ein bösartiger Tumor des Lymphsystems im Bauch festgestellt worden. Mittlerweile spielt der 36-Jährige aber wieder in der 2. Bundesliga.

Russ hat von seinem Verein ebenfalls jede Form der Unterstützung zugesagt bekommen. Der neue Sportvorstand Fredi Bobic kündigte bereits an, den im Sommer 2017 auslaufenden Vertrag des Frankfurter Eigengewächses auf jeden Fall verlängern zu wollen.

dpa

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