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SC Potsdam empfängt Wiesbaden

Volleyball-Bundesliga SC Potsdam empfängt Wiesbaden

Da fällt schon eine Vorentscheidung im Kampf um Platz sechs und die damit verbundene direkte Playoff-Qualifikation. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam empfangen am Mittwochabend den VC Wiesbaden. Dafür kommt Verstärkung.

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Kimberly Drewniok (l.) beim jüngsten Spiel des VCO gegen den SC Potsdam.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Jetzt geht es darum, zu kratzen, zu beißen und zu fighten. Für die Volleyballerinnen des SC Potsdam stehen in der Bundesliga-Hauptrunde die letzten beiden Partien an. Am heutigen Mittwoch (19 Uhr, MBS-Arena) gegen Wiesbaden und am Samstag in Vilsbiburg. Dabei geht es darum, den sechsten Platz – der die direkte Playoff-Qualifikation bedeutet – zu verteidigen. Vilsbiburg – tritt heute im Bayern-Derby in Straubing an – liegt nur einen Punkt hinter den Havelstädterinnen.

SC-Trainer Alberto Salomoni sagt ohne Umschweife: „Wir müssen zweimal gewinnen, das ist kein Geheimnis. Gegen Wiesbaden wollen wir unseren Heimvorteil nutzen, um vor Vilsbiburg zu bleiben. Rang sechs wäre ein guter Erfolg für uns, dann hätten wir zum dritten Mal in Folge die direkte Playoff-Qualifikation geschafft. Den langen Umweg über die Pre-Playoffs will ich als Trainer möglichst vermeiden.“ Kapitän Regina Mapeli Burchardt, die im Sommer von Wiesbaden nach Potsdam kam, freut sich besonders auf das Match: „Gegen den Ex-Verein ist man immer besonders motiviert.“

Kimberly Drewniok nun im SCP-Dress

Voller Vorfreude steckt auch ihre neue Teamkollegin Kimberly Drewniok. Nachdem der VC Olympia Berlin seine Saison bereits beendet hat, dürfen Drewniok und Libera Sophie Dreblow nun für den SC Potsdam aufschlagen. Die 18 Jahre alte Diagonalangreiferin trainiert seit Montag im Luftschiffhafen mit. Sie weiß natürlich, dass auf ihrer Position an Saskia Hippe nur schwer ein Weg vorbeiführt. „Aber ich kann von Saskia viel lernen. Deshalb freue ich mich, jetzt beim SC Potsdam zu sein. Ich will mich weiterentwickeln und sehe da in Potsdam gute Möglichkeiten.“ Gemeinsam mit Anne Hölzig und Luisa Sydlik, mit denen sie einst beim VCO spielte und die ebenso die Sportschule in Berlin-Hohenschönhausen besuchen sowie am dortigen Internat wohnen, bildet Kimberly Drewniok nun eine Fahrgemeinschaft gen Luftschiffhafen. „Dadurch habe ich keine Probleme, in der Mannschaft Kontakt zu finden.“Die 1,85 Meter große Spielerin, die beim VCO die Topscorerin war, hat beim SC Potsdam schon für die nächste Saison einen Vertrag. „Sie ist sicherlich ein großes Talent“, bestätigt Salomoni. Er sagt auch: „Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Entwicklung sie nimmt.“

Hobbyreiterin gibt Volleyball den Vorzug

Kimberly Drewniok stammt aus Balve in Nordrhein-Westfalen. In der Pferdehochburg setzt auch ihre Familie auf die Vierbeiner, ihre Mutter ist Pferdewirtin und reitet sogar noch bei Turnieren. Als Kimberly neun Jahre alt war, wurde sie in der Schule wegen ihrer Größe für den Volleyballsport entdeckt. Ihr Heimatverein, der Ruderclub Sorpesee, spielt mit seiner Volleyball-Abteilung in der 2. Bundesliga Nord. 2014 ging sie zum VCO nach Berlin, spielte in der Nachwuchsnationalmannschaft. Diesem Alter ist Kimberly Drewniok entwachsen, muss sich in der A-Nationalmannschaft anbieten. Auch in Potsdam will sie sich den wachsenden Ansprüchen stellen. „Ich weiß, jetzt kommt die entscheidende Saisonphase. Aber ich will bereit sein, wenn mich der Trainer braucht“, sagt die schlagstarke Spielerin, deren Freund Ruben Schott mit den Berlin Volleys gerade den Pokalsieg feierte.

Von Peter Stein

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