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SC Potsdam erwartet Schwerin zu Spiel zwei

Volleyball-Bundesliga SC Potsdam erwartet Schwerin zu Spiel zwei

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam treffen im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel am Samstag auf den Schweriner SC. Spiel eins ging verloren. Nun muss ein Sieg her, sonst ist die Saison beendet.

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Das Zuspiel von Marina Katic (r.) zu Wiebke Silge muss perfekt funktionieren, soll der Angriffsdruck erhöht werden.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Jetzt kommt es darauf an! Soll die Saison für die Volleyballerinnen des SC Potsdam am Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) nach dem zweiten Viertelfinalspiel gegen den Schweriner SC nicht schon beendet sein, muss nach der 1:3-Auftaktniederlage ein Sieg her. „Die Chance ist da. Nichts ist unmöglich. Schon auf der Rückfahrt aus Schwerin haben wir uns als Mannschaft gesagt, dass wir eine Chance haben“, schildert Wiebke Silge die durchaus positive Stimmung in der Gruppe. Auch beim Training am Dienstag waren alle guter Dinge. „Wir bereiten uns sehr gründlich auf das Spiel am Samstag vor“, sagt die Mittelblockerin, wohlwissend, dass sie eine Schlüsselrolle einnimmt.

Schwerin hat einen starken Block

Denn nach Spiel eins hatte Trainer Alberto Salomoni erkannt, dass es von den Blockspielerinnen Wiebke Silge und Lisa Gründing keine Angriffspunkte gab. „Das kommt aber immer auch auf das Zuspiel an und die jeweilige Spielsituation“, gibt Wiebke Silge den Ball gleich weiter an Zuspielerin Marina Katic. An dieser Schnittstelle muss noch an ein paar Stellschrauben gedreht werden. Denn der Rekordchampion hatte sich ab dem dritten Satz besser auf das Potsdamer Spiel eingestellt. Die Havelstädterinnen müssen daher variabler spielen, wollen sie den Mecklenburgerinnen ein Bein stellen.

Überdies ist es im Block ein besonderes Duell: Denn auf Schweriner Seite stehen dort mit Anja Brandt (26) und der Slowakin Veronika Hroncekova (26) zwei erfahrene Nationalspielerinnen. Wiebke Silge kennt Anja Brandt aus der deutschen Auswahl. Von einem speziellen Konkurrenzkampf will die erst 19 Jahre alte Potsdamerin indes nichts wissen. „Nö, wir sind ein Mannschaftssport, da geht es nicht um einzelne Spielerinnen“, sagt sie. „Das Team ist wichtig.“

Wiebke Silge fühlt sich wohl in Potsdam

Wiebke Silge, die erst im Sommer aus Münster nach Potsdam kam, hat sich nach eigenem Bekunden „gut eingelebt“. Die 1,90 Meter große Volleyballerin meint: „Ich fühle mich hier wohl.“ Daher könne sie sich auch vorstellen, ihren Vertrag zu verlängern. Sie wohnt nur zehn Minuten vom Luftschiffhafen entfernt. Ihr Studium für Bauingenieurwesen hat Wiebke Silge an der Fachhochschule indes aufgeben müssen, weil sich das nicht mit dem Sport vereinbaren ließ. Ab April wird sie an der Fernuni Hagen ein Studium der Wirtschaftswissenschaften aufnehmen.

Zunächst aber will sie mit dem SC Potsdam am Samstag die Schwerinerinnen schlagen und damit für eine Osterüberraschung sorgen. „Ich wünsche mir, dass es noch nicht mein letztes Spiel für den SC Potsdam ist“, sagt der zum Saisonende nach fünf Jahren scheidende Trainer. „Wir müssen über unsere Grenzen gehen. Das weiß die Mannschaft und deshalb brauchen wir auch unsere Zuschauer. Ich appelliere an die Fans, in die Halle zu kommen“, hofft Salomoni ebenso auf eine große heimische Kulisse wie Manager Toni Rieger. Für Letzteren steht fest: „Schwerin zu schlagen, ist absolut machbar.“

Am Dienstag analysierte Salomoni noch mal das Video von Spiel ein: „Ich habe geschaut, was wir gut gemacht haben und was wir besser machen müssen, um Schwerin in Schwierigkeiten zu bringen“, ließ er sich nicht vorab ins Osternest schauen.

Von Peter Stein

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