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SC Potsdam scheidet im Pokal-Achtelfinale aus

Volleyball SC Potsdam scheidet im Pokal-Achtelfinale aus

Der Traum vom Pokal-Viertelfinale ist geplatzt. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam unterlagen am Mittwochabend dem Bundesliga-Rivalen VolleyStars Thüringen nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 und schieden im Achtelfinale aus.

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Potsdams Ivonee Montano (r.) gegen Suhls Veronika Trnkova.

Quelle: Foto: Pohl

Potsdam. Oh, war das bitter! Mit langen Gesichtern und traurigem Blick applaudierten die Volleyballerinnen des SC Potsdam den Gästen aus Suhl. Nach einer 2:0-Satzführung unterlagen die Havelstädterinnen am Mittwochabend vor 523 Zuschauern in der MBS-Arena den VolleyStars Thüringen noch mit 2:3 (25:18, 25:19, 24:26, 21:25, 16:18) und schieden im Achtelfinale des DVV-Pokals aus.

Drei Matchbälle konnten die Potsdamerinnen noch abwehren, doch beim vierten halfen sie tatkräftig mit, dank der falschen Annahme, der Aufschlag der Gäste würde ins Aus gehen. SC-Libera Lisa Rühl wollte vor lauter Frust und Enttäuschung nichts sagen, Mitspielerin Nadja Schaus versuchte sich in einer Erklärung für den „Filmriss“: „Wir wissen selbst nicht so recht, woran es gelegen hat, dass wir plötzlich von der Rolle waren. Als wir im dritten Satz gemerkt haben, Suhl wehrt sich noch einmal, sind wir immer unsicherer geworden. Im Pokal ist man halt mit einer Niederlage gleich raus. Klar, sind wir total enttäuscht.“ Trainer Alberto Salomoni fühlte sich nach der bitteren und unnötigen Pokal-Pleite an das Bundesligaspiel in Münster erinnert. Auch dort hatten die Potsdamerinnen schon 2:0 geführt und noch mit 2:3 verloren. Der italienische Coach meinte: „Wir waren zwei Sätze dominant. Dann häuften sich die Fehler. Wir müssen schnellsten analysieren, woran das gelegen hat.“

In der Tat sah zunächst alles nach einem lockeren Trainingsspiel aus. Auch aufgrund vieler Eigenfehler kamen die Thüringerinnen überhaupt nicht ins Spiel. Ohne zu glänzen beherrschten Hippe, Mapeli, Katic und Co. den Gegner. Doch als sich die Suhler Mannschaft von Trainer Andreas Renneberg im dritten Satz berappelte, war es mit der SC-Herrlichkeit vorbei. Dabei hatten die Potsdamerinnen beim 24:23 sogar noch einen Matchball. Aber der Satz ging mit 24:26 verloren – das gab dem Team einen psychologischen Knacks.

Trainer Salomoni versuchte nun alles, wechselte ein, was die Bank hergab. Im Zuspiel kam Luisa Sydlik für die häufig unglücklich agierende Marina Katic. Nadja Schaus ersetzte Saskia Hippe auf der Diagonalposition und die Kolumbianerin Diana Arrechea kam auf der Annahme-Außen-Position ebenfalls zu ihrem Debüt. Im Block wechselten sich Wiebke Silge, Ivonee Montano, die vom Gäste-Coach zur besten Potsdamer Spielerin gewählt wurde, und Lisa Gründing ab.

Die Thüringerinnen ließen aber nicht locker, waren mit einem Mal wieder im Spiel und erzwangen den Tiebreak. Als sie dort bereits mit 13:8 führten, schien das Pokal-Aus der SC-Damen besiegelt. Mit der lautstarken Unterstützung des Publikums kämpften sie sich aber noch einmal heran. Aber im vierten Anlauf konnten die Gäste den Matchball verwandeln. Der Aufschlag landete zielsicher im Feld. Suhl jubelte. Bei den Potsdamerinnen sind nun die Psychologen gefragt.

Von Peter Stein

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