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SC Potsdam scheidet im Viertelfinale aus

Volleyball-Bundesliga SC Potsdam scheidet im Viertelfinale aus

Sie haben noch einmal alles gegeben und bis zum Schluss gekämpft. Aber es reichte nicht. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam sind nach der 2:3-Niederlage gegen den Schweriner SC im Viertelfinale ausgeschieden. Es war das letzte Spiel von Trainer Alberto Salomoni. Wer folgt nun in seine Fußstapfen?

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Die Hürde Schwerin war für die Potsdamerinnen um Kapitän Regina Mapeli Burchardt (am Ball) zu hoch.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Alberto Salomoni verdrückte wohl kurz eine Träne. Der Abschied fiel ihm sichtlich schwer. Noch einmal ließ sich der Trainer von den Fans und den Spielerinnen feiern. Dieses Spiel war nach fünf Jahren sein letztes für den SC Potsdam. Die Gastgeberinnen kassierten beim 2:3 (25:21, 22:25, 24:26, 25:19, 12:15) am Samstag vor 1014 Zuschauern in der MBS-Arena nach hartem Kampf die zweite Niederlage gegen den Schweriner SC und schieden im Playoff-Viertelfinale (Best of Three) um die deutsche Volleyball-Meisterschaft aus. Schwerin steht nun im Halbfinale

Die Partie war noch mal ein Spiegelbild der Saison. Potsdam war nahe dran, den hohen Favoriten zu bezwingen, indes es fehlte die Konstanz. Wie so oft in dieser Spielzeit schwankte das Team in seinen Leistungen. Salomoni zeigte an der Seitenlinie noch einmal vollen Einsatz, puschte seine Damen aus Leibeskräften. Im dritten Satz lagen die Potsdamerinnen schon 4:11 zurück, waren aber beim 13:13 wieder auf Augenhöhe, mussten den Satz letztlich knapp mit 24:26 abgeben. Im siegreichen vierten Durchgang führten die Salomoni-Schützlinge zwischendurch gar mit zehn Punkten, aber im Tiebreak mussten sie – wieder einmal – den Kürzeren ziehen.

Schwerins Trainer Koslowski macht den Diver

Schwerins Trainer Felix Koslowski legte nach dem verwandelten Matchball einen Diver aufs Parkett und sagte, nachdem er wieder aufgetaucht war: „Das war ein unglaublich schweres Spiel für uns. Potsdam war sehr gut. Es ging um Alles. Da wird nicht schön gespielt, da muss man sich durchbeißen.“ Dann schenkte er seinem scheidenden Kollegen Salomoni einen verbalen Lorbeerkranz: „Ich kenne Alberto seit zehn Jahren. Er ist als Trainerkollege eine geschätzte Persönlichkeit. Er hat in Potsdam eine tolle Sache aufgebaut. Das ist eine unglaubliche Leistung, was hier in den letzten Jahren passiert ist. Ich wünsche ihm alles Gute.“

Noch einmal wurden auf der Videoleinwand Szenen der letzten fünf Jahre mit Salomoni im Mittelpunkt eingespielt – am hohen Netz und abseits bei Auftritten mit der Mannschaft. Libera Lisa Rühl dankte stellvertretend für die Mannschaft für die lange und gute Zeit. Damit geht beim SC Potsdam eine Ära zu Ende.

Beim SC Potsdam endet eine Ära

Der 49 Jahre alte Italiener wirkte überwältigt von den Emotionen. Er ging noch ganz in seiner Trainerrolle auf und sagte: „Wir haben noch einmal alles gegeben. Natürlich wollten wir gewinnen. Es hat nicht ganz gereicht, aber wir haben uns gut verkauft. Die Mannschaft hat Moral bewiesen und gekämpft. Schwerin hat eine starke Mannschaft. Natürlich bin ich ein bisschen traurig. Das letzte Jahr war nicht einfach.“

Der Coach hatte bereits nach der Hinrunde seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. Sein Nachfolger könnte nach MAZ-Informationen ein guter alter Bekannter werden, der am Samstag noch auf der Gegenseite stand: Davide Carli, den alle nur „Charly“ nennen.

Der Schweriner Co-Trainer soll die Potsdamerinnen zur neuen Saison als Chefcoach übernehmen. Der 33 Jahre alte Italiener Carli war bereits in Salomonis Premierensaison 2011/12 Co-Trainer in Potsdam, ehe er zum Rekordmeister nach Schwerin wechselte. Also dann: Arrivederci Alberto, Ciao Charly – Auf Wiedersehen Alberto, Willkommen Charly!

Von Peter Stein

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