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SC Potsdam setzt sich im Derby durch

Volleyball, SC Potsdam SC Potsdam setzt sich im Derby durch

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben sich in der Bundesliga im Derby beim Köpenicker SC behaupten können. Wie immer ging es hoch her und es blieb spannend bis zum Schluss.

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Marta Drpa (r.) war gegen den Köpenicker SC einmal mehr Potsdams beste Spielerin und erzielte 18 Punkte.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Berlin. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam bleiben in der Bundesliga in der Erfolgsspur. Am Samstagabend setzten sie sich vor 410 Zuschauern beim Köpenicker SC mit 3:1 (19:25, 26:24, 25:23, 26:24) durch. Das Derby hielt, was es versprach und war für Potsdams Zuspielerin Denise Imoudu „ein total verrücktes Match“.

Die 20-Jährige sagte: „Es war sehr nervenaufreibend, weil wir es wieder sehr spannend gemacht haben. Unterm Strich war der Sieg aber verdient.“

Am Ende noch zusammengerissen

Nach einem sehr unsicheren ersten Satz steigerten sich die Gäste im zweiten Abschnitt, lagen zwar auch dort lange zurück, konnten aber mit dem 26:24 den Satzausgleich erzielen. Auch in Satz drei und vier blieb es bis zum letzten Ballwechsel dramatisch. Im vierten Satz lagen die Potsdamerinnen gar schon 10:18 zurück, kämpften sich aber wieder heran und verwandelten schließlich den zweiten Matchball. „Da waren wir natürlich total happy, dass es doch noch mit den angestrebten drei Punkten geklappt hatte“, erzählte Denise Imoudu. Sie räumte aber ein: „Natürlich gab es wieder etliche Dinge, die wir hätten besser machen können. Am Anfang des Satzes war nicht die Konsequenz da wie am Ende. Da haben wir uns wieder zusammengerissen und dann hat es im Spiel auch funktioniert, so wie wir uns das eigentlich von Anfang an vorgenommen hatten.“

Potsdam kämpft sich im vierten Satz zurück

Auf jeden Fall werde der Erfolg viel Auftrieb für das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch in Aachen geben. „Denn wir reisen nun mit einem positiven Erlebnis im Gepäck nach Aachen“, so Denise Imoudu. „Kämpferisch war das gerade im vierten Satz schon sehr stark.“

Auch Trainer Davide Carli wollte sein Urteil zunächst nur kurz fällen: „Das Wichtigste ist, wir haben 3:1 gewonnen und drei Punkte.“ Auf Nachfrage gab er dann zu Protokoll: „Es war nicht leicht für uns. Das Derby ist immer eine besondere Sache. Der erste Satz war für uns ein bisschen der Knackpunkt. Hätten wir den gewonnen, wäre das Spiel ganz anders für uns gelaufen. Aber Köpenick hat gekämpft, wollte zu Hause nicht klein beigeben. So wurde es kompliziert für uns.“

Trainer Carli: Wir müssen Geduld haben

Doch der Italiener hatte nie den Glauben an sein neuformiertes Team verloren. „Ich wusste, wir müssen nur Geduld haben. Auch wenn wir mal in Rückstand geraten waren, hatte ich Vertrauen zu den Mädels. Ich wusste, wenn die ensprechende Rotation kommt, dann holen wir den Rückstand wieder auf. So war es auch.“

Deshalb hielt sich der Trainer auch mit Wechseln zurück. Lediglich Wiebke Silge kam im vierten Satz von Anbeginn für Lisa Gründing im Mittelblock. Natürlich sah Carli ebenso die Fehler im Spiel des SC Potsdam. „Das gehört in so einem Match einfach dazu. Aber die Spielerinnen müssen aus Fehlern lernen, deshalb wechsele ich sie nicht gleich aus. Ich habe dem Aufgebot vertraut.“ Dank des zweiten Saisonsieges rückt Potsdam auf Rang fünf vor.

Von Peter Stein

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