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SC Potsdam verliert in Schwerin mit 1:3

Volleyball-Bundesliga SC Potsdam verliert in Schwerin mit 1:3

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben das erste Viertelfinalspiel um die deutsche Meisterschaft gegen Rekordchampion Schweriner SC lange offen gehalten. Am Ende setzte sich aber der Favorit daheim mit 3:1 durch.

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Achtung Ballannahme: Manuela Roani (v.r.), Regina Mapeli Burchardt, Wiebke Silge und Lisa Rühl vom SC Potsdam.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Schwerin. Als die erste Enttäuschung nach der 1:3 (25:19, 24:26, 15:25, 20:25)-Niederlage beim Schweriner SC überwunden war, gab sich Alberto Salomoni, Trainer des SC Potsdam, kämpferisch: „Es ist noch nicht vorbei, wir haben ein gutes Spiel gemacht und etwas unglücklich verloren.“ Teil zwei der Serie „Best of Three“ im Playoff-Viertelfinale der Volleyball-Bundesliga steht am Samstag (19 Uhr) in der heimischen MBS-Arena an.

Die Potsdamerinnen erwischten am Samstag vor 1601 Zuschauern in der Arena Schwerin einen fast perfekten Start. Nach einem klaren ersten Satzgewinn waren die Salomoni-Schützlinge auch im zweiten Durchgang schon dicht dran, führten bereits 23:19. Doch dann wurde ein Ball, der noch im Feld landete, Aus gegeben. Statt 24:19 und Satzball hieß es 23:20. Begünstigt durch weitere Annahmefehler kam Schwerin noch ran und bog den Satz zum 26:24 und damit praktisch das Spiel. Denn der Favorit und Tabellenzweite der Hauptrunde hatte sich nun besser auf den Vorrundensiebten eingestellt.

„Natürlich war der zweite Satz der Knackpunkt“, haderte Salomoni. „Ich meckere sonst nie über die Schiedsrichter, ab dies hat uns verunsichert. Mit einer 2:0-Führung wäre es für Schwerin verdammt schwer geworden, das Spiel noch zu kippen. Klar war Schwerin am Ende die bessere Mannschaft, aber ein Überraschungscoup war möglich.“ Der Fußball-Fan fühlte sich an den Champions-League-Kick seiner italienischen Lieblinge von Juventus Turin drei Tage zuvor bei Bayern München erinnert. „Hätte Juve das 3:0 gemacht, wäre Bayern nicht mehr zurückgekommen, aber so brutal ist der Sport.“

Schwerins Trainer Felix Koslowski anerkannte: „Potsdam war in den ersten beiden Durchgängen super stark, hat uns mächtig unter Druck gesetzt.“ Die Potsdamerinnen wischten mit dem Schweiß nach dem Spiel auch die Enttäuschung schnell weg. „Wir waren in den ersten beiden Sätzen absolut auf Augenhöhe. Dass wir nach dem unglücklichen Ende im zweiten Satz zu schnell auseinandergebrochen sind, ist ein wenig der Schwachpunkt dieser Saison, wie die vielen Tiebreak-Niederlagen gezeigt haben“, resümierte der Trainer, der auf beiden Seiten Schwachstellen erkannte. „Daraus müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen. Meine Mittelblockerinnen haben im Angriff keine Punkte gemacht, obwohl Wiebke Silge stark geblockt hat. Da müssen wir noch variabler werden und Saskia Hippe entlasten.“ Negative Nachwirkungen erwartet der 49-jährige Coach nicht: „Meine Mannschaft hat den Willen, sich zu revanchieren. Wir haben die Erkenntnis gewonnen, hier geht was.“ Doch dazu muss erst einmal am Samstag zu Hause gewonnen werden, um ein drittes Match in Schwerin zu erzwingen.

Von Peter Stein

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