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SC Potsdam verliert in Stuttgart mit 1:3

Volleyball-Bundesliga SC Potsdam verliert in Stuttgart mit 1:3

Der Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation hat bei den Volleyballerinnen des SC Potsdam erneut einen Rückschlag erlitten. Beim Tabellendritten Stuttgart verloren die Havelstädterinnen mit 1:3. Enttäuschend war das Wie – Potsdam brach ab dem zweiten Satz völlig ein.

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Trainer Alberto Salomoni erlebt eine schwierige Saison mit dem SC.

Quelle: imago

Stuttgart. Es bleibt dabei: Die Volleyballerinnen des SC Potsdam zeigen in dieser Saison in der Bundesliga zwei Gesichter. Nur drei Tage nach dem 3:1-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Schweriner SC unterlag die Mannschaft von Trainer Alberto Salomoni am Samstag bei Allianz MTV Stuttgart mit 1:3 (25:21, 20:25, 11:25, 13:25) und verbleibt in der Tabelle auf Rang sieben.

Dabei erwischten die Potsdamerinnen einen Start nach Maß, spielten da weiter, wo sie gegen Schwerin aufgehört hatten. Mit guten Aufschlägen und starker Blockarbeit sowie einer präzise schmetternden Saskia Hippe im Angriff setzten die Gäste aus der Havelstadt die Schwäbinnen gehörig unter Druck.

Auch im zweiten Satz führten die Potsdamerinnen bereits 12:5 und marschierten geradewegs auf den nächsten Coup zu, da wechselte Stuttgarts Trainer Guillermo Hernandez fast aus Verzweiflung seinen Sechser noch mal kräftig durch – die ersten zwei, drei Punkte gelangen und der Hallensprecher forderte die 1900 Zuschauer auf, sich von den Sitzen zu erheben und ihre Mannschaft anzufeuern – das blieb bis zum Satzende so. Stuttgart holte nun Punkt für Punkt auf und war beim 12:13 wieder dran. Die Partie kippte völlig, weil die Potsdamer Mannschaft – wieder einmal – völlig zusammenbrach. Salomoni schien zu verzweifeln, nichts klappte mehr, keiner hatte die Courage, die anderen wieder hochzuziehen. Nach dem 20:25 erlebte der SC in den Sätzen drei (nur elf Punkte) und vier (13) ein regelrechtes Debakel, während der Pokalfinalist seinen Anspruch auf einen Top-vier-Platz untermauerte.

Der Mannschaft fehlt Charakter

Da wollten die Potsdamerinnen vor Saisonbeginn eigentlich auch hin – aber mit dieser Mannschaft scheint das aussichtlos, weil das große Kämpferherz fehlt.

„Immer dann, wenn es darauf ankommt, zu beißen und zu kratzen, im Dreck zu wühlen, brechen wir ein“, haderte Salomoni, der den vorangegangenen Sieg gegen eine derzeit schwächelnde Schweriner Mannschaft ohnehin nicht überbewerten wollte. Stattdessen sah er auch in Stuttgart eine Fortsetzung der Potsdamer Unzulänglichkeiten, zumal Saskia Hippe und Anne Hölzig leicht angeschlagen in die Partie gingen.

Schwierige Phase bis zum Saisonende

„Die Mannschaft war top eingestellt. Alles hat funktioniert. Aber sobald der Gegner hart dagegenhält und wir zu einer härteren Gegenwehr gezwungen sind, beginnt bei uns das große Zittern. Niemand übernimmt Verantwortung“, grantelte der Italiener. „Ich bin nicht böse mit der Mannschaft, aber traurig. Wir zeigen ja immer wieder, dass wir spielerisch mithalten können. Aber wenn wir mehr um jeden Ball kämpfen müssen, dann hapert es bei uns. Der Mannschaft fehlt es an Charakter, wir bekommen keine Konstanz hin. Immer wieder landen wir am selben Punkt: Wenn es hart auf hart kommt, brechen wir auseinander. Wir haben bis zum Saisonende sicher noch eine ganz schwierige Phase vor uns“, sagte Salomoni, der sich nach fünf Jahren beim SC Potsdam einen anderen Abgang gewünscht hätte.

Von Peter Stein

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