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SC Potsdam vor heißen Duellen mit Schwerin

Volleyball-Bundesliga SC Potsdam vor heißen Duellen mit Schwerin

Für die Volleyballerinnen des SC Potsdam türmt sich im Playoff-Viertelfinale eine große Hürde auf: der Schweriner SC. Gegen den deutschen Rekordmeister sind die Potsdamerinnen nur Außenseiter. Aber Potsdam hat Schwerin – auch in dieser Saison – schon öfters geschlagen.

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Immer voller Emotionen: Trainer Alberto Salomoni.

Quelle: Foto: Gerhard Pohl

Potsdam. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam sind im Playoff-Viertelfinale gegen den Schweriner SC zwar der Außenseiter, aber nicht chancenlos. Vor Spiel eins der Serie „Best of Three“ am Samstag (19 Uhr) beim Zweiten der Hauptrunde kommt von Potsdams Trainer Alberto Salomoni eine klare Kampfansage: „Jetzt oder nie!“

Der Italiener will auf seiner Abschiedstour erhobenen Hauptes gehen. „Wir haben jetzt zum vierten Mal in Folge das Viertelfinale erreicht. Wenngleich das von vielen im Umfeld als selbstverständlich angenommen wird, im Leben ist nichts selbstverständlich. Wir haben gegen Schwerin immer gute Spiele gemacht – träumen ist erlaubt.“

Schöne Erinnerung an 2013

Für den Coach ist es „eine schöne Erinnerung“, als die Potsdamerinnen vor drei Jahren den Rekordchampion – ebenfalls im Viertelfinale – am Rande des K.o.’s hatten. Damals gewann der Außenseiter sensationell 3:2 in Schwerin und unterlag daheim ebenso knapp mit 2:3. Erst in Spiel drei machte Schwerin mit dem 3:0 alles klar und wurde anschließend zum zehnten Mal Meister. Diesmal ist die Ausgangssituation ähnlich, weil die Havelstädterinnen als Hauptrundensiebter wieder den Umweg über die Pre-Playoffs gehen mussten und nach zwei 3:0-Siegen gegen Aachen Selbstvertrauen getankt haben dürften. „Wir können ohne Druck in diese Spiele gehen, wir haben nichts zu verlieren“, meint Salomoni, der die Saisonvorgaben – Halbfinale und Medaille – vom August längst beiseite gewischt hat. „Die Saison war nicht einfach für uns, aber wir haben gearbeitet. Es wäre jetzt eine große Freude, wenn wir gute Spiele abliefern. Die Mannschaft soll das genießen.“

Schwerins Trainer warnt vor Potsdam

Der 49-Jährige, der nach fünf Jahren sein Engagement in Potsdam beendet, setzt aber auf seine Truppe: „Wenn bei uns alles passt, dann sind wir eine Bombe, dann ist alles möglich. Das weiß auch Schwerin“, schickt er eine deutliche Warnung in die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern.

Sein dortiger Trainer-Kollege Felix Koslowski stehe jedenfalls weitaus mehr unter Druck. Schwerin habe seit drei Jahren keinen Titel mehr geholt. „Das Finale ist unser Ziel“, bestätigt Koslowski. Der Ur-Schweriner, der am Freitag 32 Jahre alt wird, schätzt den SC Potsdam so ein: „Die Mannschaft ist individuell sehr stark und die gesamte Saison über betrachtet unter ihren Möglichkeiten geblieben. Aber die Truppe ist immer sehr gefährlich, war gegen Aachen souverän. Wir sind gewarnt.“ Dennoch: Der SSC ist gerade erst im CEV-Cup-Halbfinale ausgeschieden, hat einen dreimal höheren Etat und der Coach meint: „Wir sind in den letzten vier, fünf Wochen auf einem guten Weg.“ Salomoni sagt über Koslowski: „Er ist ein guter Freund von mir. Ich schätze ihn sehr, wir kennen uns seit zehn Jahren. Aber diese Duelle sind wichtig für uns beide.“ Da gebe es kein Pardon.

Während der Schweriner Chefcoach eher der ruhige Analytiker an der Seitenlinie ist, „tigert“ Salomoni da voller Emotionen entlang. Der Azzurri kann schon mal wie der Vesuv explodieren. „Das ist nun mal meine Art, wie ich den Job mache. Ohne Leidenschaft geht das für mich nicht“, sagt der Volleyball-Experte vom Stiefel, der in den letzten Monaten viel Kritik einstecken musste. „Aber jetzt lassen wir alles hinter uns. Die Mädels freuen sich auf die Duelle mit Schwerin.“

Von Peter Stein

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