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Saisonhöhepunkt auf dem Lausitzring

Motorsport, DTM Saisonhöhepunkt auf dem Lausitzring

70 000 Zuschauer werden am Wochenende zum Saisonhöhepunkt auf dem Lausitzring erwartet. Im Mittelpunkt des Rennwochenendes stehen die beiden DTM-Rennen. Neue Regeln sollen für noch mehr Spannung sorgen.

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Saisonhöhepunkt auf dem Lausitzring: Am Wochenende werden wieder 70 000 Fans erwartet.

Quelle: Foto: dpa

Klettwitz. Bei einem sind sich die Fahrer einig: Wenn von Freitag an das Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) auf dem Lausitzring aufschlägt, wird es richtig spannend. Es ist das zweite Rennwochenende nach dem Auftakt am Hockenheimring vor zwei Wochen. „Aber dort hatten wir alle viel Zeit zum Testen und Fahren“, sagt DTM-Pilot Mike Rockenfeller (Audi). Natürlich kenne man den Lausitzring, aber „mit den neuen Autos und Reifen ist das für uns alle Neuland“.

Unter ihrem neuen Chef Gerhard Berger hat die DTM zur neuen Saison eine Regelreform vollzogen. Veränderte Reifen und stärkere Motoren, Funkverbot während der Rennen, weniger Personal bei Boxenstopps, ein Ende der Teamorder, mehr Nähe zu den Fans. Vor allem Reifen und Motoren sind dabei für die Fahrer eine Umstellung. „Das ist der größte Faktor“, sagt etwa Marco Wittmann (BMW). „Mit den neuen Reifen muss man viel mehr haushalten.“

Mercedes-Pilot Lucas Auer kommt als Auftaktsieger

Auch Mercedes-Pilot Lucas Auer, der DTM-Führende, betont: „Der Lausitzring wird für uns alle ein neuer Maßstab sein.“ Nach seinem Auftaktsieg geht er davon aus, „dass die anderen kontern werden“. Die Jagd auf den Mercedes-Piloten ist eröffnet. Und sie könnte so spannend werden wie lange nicht. Vor dem Saisonstart war ein Favorit unter den in diesem Jahr nur 18 Fahrern der drei Hersteller nur schwer auszumachen. „Letztes Jahr gab es zehn verschiedene Sieger, dieses Jahr ist das Fahrerfeld noch stärker“, hatte Titelverteidiger Wittmann schon geahnt. In Hockenheim standen in den beiden ersten Rennen sechs unterschiedliche Fahrer auf den ersten drei Plätzen.

Das Besondere an Auftaktsieger Auer: Er ist der Neffe von DTM-Chef Berger. „Wir haben uns am Wochenende aber nur einmal kurz gesehen“, erzählt der Österreicher, der sich schon wieder gegen Formel-1-Wechselgerüchte wehren muss. „Aber einmal bei der Startaufstellung, da musste ich schon schmunzeln.“ Und dann habe ihm sein Onkel nach dem zweiten Qualifying noch gefragt, „ob mein rechter Fuß eingeschlafen sei“, sagt Auer und lacht ob der Spitze. Sein Konter an Onkel Berger: „Er soll sich mal lieber um die Rennorganisation kümmern.“

BMW-Fahrer Marco Wittmann fährt gern auf dem Lausitzring

Auf die Lausitz freuen sich die Fahrer trotz der Unsicherheit ob der neuen Regeln. Vor allem Auer hat gute Erinnerungen an den 3,478-Kilometer-Rundkurs. „Da habe ich meinen ersten DTM-Sieg gefeiert“, sagt er. „Das war großartig. Das ist ein richtiges Motorsportfestival. Da freue ich mich richtig drauf.“

Auch BMW-Fahrer Marco Wittmann hat gute Erinnerungen an die östlichste Rennstrecke des Landes. „2014 habe ich hier meinen Titel gefeiert, diese Geschichte bleibt für immer.“ Trotzdem sei es für ihn nicht die beste Strecke. „BMW tut sich dort immer ein bisschen schwer.“

Die Rennsportfans können sich ab Freitag (das erste freie Training der DTM ist um 17 Uhr, bereits um 10.15 Uhr sind die Piloten der ADAC Formel 4 erstmals auf der Strecke) auf eine Neuerung freuen. Zu bestimmten Zeiten gibt es wie gewohnt beim Pitwalk Zugang zur Boxengasse, die Fans können die Fahrer mit Fragen löchern, zudem können Boxenstopps beobachtet werden. „Die Fans schauen den Mechanikern direkt über die Schulter“, sagt Wittmann. „Da wurde viel getan, um die DTM attraktiver zu machen.“

Fans dürfen noch näher ran

Das Motorsportevent will sich noch mehr öffnen, näher ran an die Zuschauer, mit Fanterrasse, Fanvillage. Die Fahrer freuen sich über mehr Nähe zu den Fans. „Man merkt, wie interessiert die sind. Die wollen Sport zum Anfassen“, sagt Audi-Fahrer Rockenfeller. Man hört den Piloten an, dass sie sich über die Neuerungen freuen, darüber, dass endlich etwas passiert und mit Berger ein neuer Mann mit Ideen an der Spitze steht – auch wenn dies für die Fahrer auf der Strecke zu neuen Herausforderungen führt. Aber umso spannender ist es für die Zuschauer, gerade am Lausitzring, wo im Vorjahr fast 70 000 Fans kamen. Rockenfeller schwärmt von der „coolen Strecke“ und denkt dabei vor allem an die lange Gerade: „Da kann man gut überholen.“

Wer an diesem Wochenende dann wen überholt, entscheidet sich im ersten Rennen am Sonnabend (14.48 Uhr, ARD) und im zweiten Rennen am Sonntag (15.18 Uhr, ARD).

Von Manuel Becker

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