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Zusammen 4,04 Meter – ein großes Sportpaar

Volleyball Zusammen 4,04 Meter – ein großes Sportpaar

Sie ist 1,86 Meter groß, er misst 2,18 Meter. Saskia Hippe, Volleyballerin beim SC Potsdam und ihr Freund Basketball-Nationalspieler Tibor Pleiß sind ein großes Paar. In der MAZ spricht die Volleyballerin über ihre Beziehung zu Pleiß, der am Donnerstag in der NBA debütiert. Außerdem spricht Hippe über das anstehende Spiel gegen ihren Ex-Verein am Sonnabend.

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Volleyballerin Saskia Hippe und Basketballer Tibor Pleiß.

Quelle: privat

Potsdam. Diese erste Nacht wird besonders. Saskia Hippe hat sich extra ein paar Freunde eingeladen, mit denen sie das Debüt ihres Freundes Tibor Pleiß in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga live im NBA-TV verfolgt. In der Nacht zu Donnerstag, 0.30 Uhr deutscher Zeit, treten dessen Utah Jazz bei den Detroit Pistons an.

„Das will ich mir nicht entgehen lassen“, sagt Saskia Hippe, die am Sonnabend (19 Uhr) mit ihrem SC Potsdam ebenfalls vor einem besonderen Match steht. Denn der Köpenicker SC gastiert in der MBS-Arena, jener Verein, bei dem sie mit dem Volleyball begann. „Ich war damals neun Jahre alt, als ich an der Schule angesprochen wurde“, erinnert sich die Diagonalangreiferin. Mit 14 gab sie vor zehn Jahren für den KSC ihr Erstliga-Debüt. Bis 2008 spielte sie für das Team aus dem Osten der Hauptstadt, ehe sie nach Dresden wechselte. Über Italien, Tschechien und Schwerin kam die Nationalspielerin im Sommer nach Potsdam, auch wegen Trainer Alberto Salomoni, bei dem sie einst schon in Köpenick „viel lernte“.

Saskia Hippe spielt seit dieser Saison in Potsdam

Saskia Hippe spielt seit dieser Saison in Potsdam.

Quelle: copy: gerhard pohl

Vor zehn Jahren Debüt in der Bundesliga

Mit den KSC-Urgesteinen Pia Riedel und Jessica Göpner besuchte sie von der 7. bis zur 10. Klasse gemeinsam die Sportschule. Saskia Hippes Vater Frank hat sich viele Jahre im Verein engagiert, haut im Fan-Block gar auf die Trommel. Aber in Potsdam wird er mit der Familie die Tochter anfeuern. „Meine Eltern haben mich immer unterstützt“, erzählt Saskia Hippe, deren jüngere Schwester Laura (19) als Zuspielerin beim BBSC Berlin in der 3. Liga aktiv ist.

An die Sporthalle Hämmerlingstraße in Köpenick hat die Neu-Potsdamerin indes nicht nur gute Erinnerungen. Vor zwei Jahren riss sie sich beim Gastspiel mit dem Schweriner SC das Kreuzband im linken Knie. Aber nach der Verletzung hat sie in eben dieser Halle erstmals wieder den Volleyball in die Hand genommen.

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Mit diesem Kader geht der SC Potsdam in die Saison 2015/16. Wir stellen die Spielerinnen vor.

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Die 24-Jährige schaut auf ihre schwarz lackierten Fingernägel und sagt: „Vor dem Derby kommt neue Farbe drauf.“ Der Lack war nach der unnötigen 2:3-Niederlage in Münster ab, der Frust groß. Saskia Hippe, die dort ihre persönlichen Rekord von 33 Punkten erzielte („ein Sieg wäre mir lieber gewesen“), hat sich mit Online-Shoppen ein wenig abreagiert und stellt fest: „Jetzt dürfen wir nicht mehr so oft verlieren, denn sonst wird es teuer.“ Mit nur drei Punkten aus den ersten drei Spielen ist der Saisonstart kaum geglückt. „Aber wir sind eine neu formierte Mannschaft, längst nicht eingespielt“, sagt die Diagonalangreiferin mit der Trikotnummer 13, ihrer auf den Schlagarm tätowierten Lieblingszahl. Die Kolumbianerin Diana Arrechea trainierte nach Visa-Problemen erst am Dienstag erstmals mit.

„Der Druck ist groß“, sagt Saskia Hippe, die sich im Fernstudium dem Medienkommunikationsmanagement widmet. „Wir dürfen jetzt nicht aufgeben. Ich bin überzeugt, wir haben das Potenzial, um oben mitzuspielen. In den Playoffs wird sich zeigen, wie gut wir wirklich sind.“

Per Skype immer in Kontakt

Ganz oben ist nun ihr Liebster angekommen. Nationalmannschaftscenter Tibor Pleiß (25), den sie Anfang des Jahres „über den Sport“ kennenlernte, ist nach Dirk Nowitzki und Dennis Schröder der dritte Deutsche in der nun beginnenden NBA-Saison, dem Nonplusultra im Basketball. Die große Liebe – sie misst 1,86 Meter, er gar 2,18 Meter – als Fernbeziehung sei derzeit kein Problem. „An die acht Stunden Zeitunterschied haben wir uns gewöhnt, per Skype sind wir immer in Kontakt“, berichtet die Volleyballerin, die zugibt: „Basketball ist cool, ein bisschen Livestyle, aber eigentlich verstehe ich davon wenig. Wir hängen beide mit viel Herzblut an unserem Sport, daher verstehen wir uns gut. Tibor ist ein ausgeglichener Typ.“ Sie hat ihm ein SC-Potsdam-Shirt als Talismann mitgegeben, er schenkte ihr ein Utah-Jazz-Shirt. „Im Gegensatz zu ihm kann ich das auch anziehen und schlafe damit.

Tibor Pleiß spielt künftig in der NBA bei den Utah Jazz

Tibor Pleiß spielt künftig in der NBA bei den Utah Jazz.

Quelle: dpa

Von Peter Stein

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