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Schiedsrichter zückt Notizzettel statt Gelb

Beelitzer Sebastian Rother verwechselt die beiden Karten Schiedsrichter zückt Notizzettel statt Gelb

Was für eine Panne: Fußball-Schiedsrichter Sebastian Rother von der SG Blau-Weiß Beelitz hat beim Spiel zwischen dem BSC Rathenow und Eiche Weisen einen Gästespieler statt mit der Gelben Karte versehentlich mit der Notizkarte verwarnt.

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Der Beelitzer Sebastian Rother zeigt die Notizkarte.

Quelle: Kay Harzmann

Rathenow. Sebastian Rother muss selbst schmunzeln. "Wir hatten schon am Samstag viel Spaß", sagt der Schiedsrichter. Der 29Jahre alte Referee der SG Blau-Weiß Beelitz hatte während der Landesklasse-Partie zwischen dem BSC Rathenow 1994 und Eiche 05 Weisen die falsche Karte gegriffen und nach zwanzig Minuten dem Weisener Steffen Muhs statt Gelb die Spiel-Notizkarte gezeigt.

"Der Spieler mit der Nummer zwei hatte am Trikot gezupft", erinnert sich Rother. "Dafür muss es die Gelbe Karte geben. Ganz klar." Doch statt der Disziplinarkarte zeigte der Student für Geographie die zwölf mal acht Zentimeter große Pappe in die Höhe, auf der die Tore vermerkt und auf deren Rückseite die Verwarnungen und Platzverweise eingetragen werden. Die Verwunderung war groß. "Der Spieler wusste, dass er Gelb bekommt und meinte nur, welche komische Karte ich ihm da zeige", berichtet Rother. "Ich habe beide Karten in der rechten Brusttasche", erzählt der Unparteiische, der selbst zwölf Jahre beim Kreisliga-Team der Spargelstädter gekickt hat. So sei es zur Verwechslung gekommen. "Manche Schiedsrichter tragen die Notizkarte in der Hosentasche. Doch ich denke immer, dass ich sie dort während des Spiels verlieren könnte." Auch die linke Brusttasche sei keine Alternative. "Dort habe ich immer die Rote Karte einstecken." Nach diesem Missverständnis wird Rother aber überlegen, ob er die Anordnung seines Schiedsrichterbedarfs ändert. Die Notizkarte könnte auch in die Gesäßtasche der Hose wandern.

Eine gute Idee, findet Dieter Wolff. Das Mitglied des Schiedsrichter-Ausschusses des Fußball-Landesverbandes Brandenburg war selbst als Referee in allen Himmelsrichtungen unterwegs und schaffte zu DDR-Zeiten sogar den Sprung in die zweite Liga. "Vielleicht sollte er in Zukunft nur eine Karte in jeder Brusttasche haben. Sicher ist sicher", findet Wolff, der den Vorfall als "nicht dramatisch" einstuft. Er selbst hatte zu seiner aktiven Zeit aber auch den Gelben Karton und die Spiel-Notizkarte in der linken Brusttasche deponiert. Zu einer Verwechslung kam es aber nie. "Ich hatte mal die Gelbe Karte in der Kabine vergessen", erinnert sich der 73 Jahre alte Potsdamer. "Dann musste ich irgendwie das Spiel ohne Verwarnung über die Zeit bringen. Gelb hätte an diesem Tag niemand mehr erhalten."

In Rathenow musste Rother noch zweimal Gelb zeigen. Leider demselben Spieler, der früher duschen gehen musste. "Ich habe aber die Karten nicht mehr vertauscht", so der Schiedsrichterbeauftragte des Beelitzer Vereins, der auch noch die A-Jugend betreut. Dass der kleine Fehler Folgen für seine Laufbahn haben könnte, bezweifelt er. "Ich bin fast 30 Jahre alt und fühle mich in der Landesklasse recht wohl", sagt er. "Die Landesliga sollte man nicht abschreiben. Doch ich denke, dass bei mir die Fahnenstange erreicht ist", so Rother, der seit 2007 an der Trillerpfeife amtiert und heute stellvertretender Abteilungsleiter der Blau-Weißen ist. "Gut, dass kein Schiedsrichterbeobachter vor Ort war. So schlägt der Fall keine Wellen", schmunzelt er.

Von Sebastian Morgner

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