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Schlaflos in Dortmund: Aufregung um Hummels hält an

Fußball Schlaflos in Dortmund: Aufregung um Hummels hält an

Die Überlegung, für welchen Verein er in Zukunft aufläuft, bereitet Mats Hummels Probleme beim Einschlafen. Mit diesem Eingeständnis sorgte der Dortmunder Kapitän für reichlich Schlagzeilen. Dazu trug auch sein Vater Hermann bei.

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Die Zukunft von Mats Hummels ist weiter ungeklärt.

Quelle: Guido Kirchner

Dortmund. Erst war es der FC Barcelona, dann der FC Bayern München - und neuerdings wird Manchester City gehandelt. Fast täglich gibt es neue Spekulationen über die Zukunft von Mats Hummels.

Den jüngsten Medienhype um den Dortmunder Mannschaftskapitän erträgt Thomas Tuchel mit fast stoischer Ruhe. "Das bringt für mich keinen zusätzlichen Stress. Es ist sein gutes Recht, offen darüber zu reden", kommentierte der Dortmunder Fußball-Lehrer, "Mats hat sich recht klar und eindeutig zu seiner Situation geäußert. Es gibt keinen neuen Stand."

Dagegen ist Hummels' Vater und Berater Hermann der Aufregung langsam überdrüssig. "Ich sage jetzt gar nichts mehr dazu. Die Situation ist schwierig, und das habe ich nur versucht auszudrücken", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Er kündigte an, fürs Erste "ein bisschen zu schweigen". Mit einer Entscheidung seines Sohnes sei deutlich vor der EM zu rechnen. Noch am Vortag hatte Hermann Hummels mit der Aussage, dass auch ein Wechsel zum FC Bayern denkbar wäre, für neue Schlagzeilen gesorgt.

Auslöser des Hypes war ein Geständnis von Mats Hummels im Anschluss an das 3:0 im Pokalhalbfinale bei Hertha BSC: "Es ist eine sehr schwierige Entscheidung. Wenn ich sie irgendwann getroffen habe, dann werden alle verstehen, warum es so schwierig für mich ist. Das kostet mich seit einigen Wochen jede Nacht bestimmt eine halbe Stunde vor dem Einschlafen, weil mir das ganze Thema sehr nah geht."

Besonders brisant wäre ein Wechsel zu den Bayern. Schließlich stehen im derzeitigen Kader der Münchner in Mario Götze und Robert Lewandowski bereits zwei ehemalige Dortmunder Leistungsträger. Der Rekordmeister sucht nach einem international erfahrenen Innenverteidiger, hält sich beim Thema Hummels jedoch bedeckt. Er sei ein Spieler von Borussia Dortmund und stehe dort bis 2017 unter Vertrag. Dieses gelte es zu respektieren, äußerte Mediendirektor Markus Hörwick am Freitag.

Hummels war beim deutschen Rekordmeister ausgebildet worden, wechselte aber 2008 zunächst auf Leihbasis und später ganz nach Dortmund. Dort wurde er zum Nationalspieler und schließlich Weltmeister 2014.

Auf Meldungen über einen möglichen Tausch der Dortmunder Leitfigur mit dem Münchner Edelreservisten Götze wollte BVB-Coach Tuchel nicht eingehen: "Keinen Kommentar zu Mario. Er hat noch einen Vertrag beim FC Bayern. Und außerdem haben wir noch ein Spiel gegen den FC Bayern", sagte er mit Bezug auf das Pokalfinale am 21. Mai.

Die BVB-Fans, aufgeschreckt von den jüngsten Gerüchten, nahmen unterdessen den Kampf um den Verbleib von Hummels auf. "Wir alle wollen, dass unser Mats beim geilsten Verein verlängert. Hier...und wahrscheinlich nur hier kannst du zur Legende werden", hieß es in einer Petition auf der Facebook-Seite der "Borussen Vreunde Black Forest 09". "Wenn du verlängerst, es wäre ein Zeichen an die eigene Mannschaft, an die Konkurrenz und auch an mögliche neue Mitspieler! Auch hier beim BVB kannst du Titel gewinnen. Wir waren zwei Jahre hintereinander nicht weit von Titeln entfernt." Bis Freitagnachmittag gab es im Netz bereits 715 Unterstützer der Petition.

dpa

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