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Schwache Mainzer vermeiden Pokal-Blamage bei Haching

Fußball Schwache Mainzer vermeiden Pokal-Blamage bei Haching

Das wäre beinahe schief gegangen für die Mainzer. In der ersten Pokalrunde kam der Bundesligist weiter, enttäuscht in Unterhaching aber in fast allen Belangen. Coach Schmidt hat vor dem Liga-Start gegen Dortmund viel zu tun.

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Mainz behauptet sich im Elfmeterschießen.

Quelle: Angelika Warmuth

Unterhaching. Der FSV Mainz 05 hat nur mit großer Mühe und Glück vom Punkt einen Erstrunden-K.o. im DFB-Pokal verhindert. Beim Fußball-Regionallisten SpVgg Unterhaching kämpfte sich der Europacup-Starter in einem dramatischen Match zu einem 4:2 im Elfmeterschießen.

Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (3:3, 1:1) gestanden. Gegen den Pokal-Schreck der Vorsaison waren drei Klassen Unterschied kaum zu merken. Erst bei den Penaltys blieben die Gäste ohne Makel: José Rodriguez verwandelte den entscheidenden Schuss.

"Weitergekommen, eine vor den Latz gekriegt, sehr viele Hausaufgaben für die Woche", lautete das Fazit von Trainer Martin Schmidt, dem nun arbeitsintensive Tage bevorstehen. Zum Liga-Start treffen die Mainzer am Samstag auf Borussia Dortmund. Ein "ganz ein anderes Brett" sei der BVB, sagte er.

Jhon Cordoba (22. Minute), Fabian Frei (64.) und Yunus Malli (88.) trafen für die pomadigen Rheinhessen in der regulären Spielzeit. Den Hachingern reichten Stephans Hains Doppelpack (39./88.) und das 3:3 in einer dramatischen Schlussphase von Vitalij Lux (90.+3) nicht, weil im Elferschießen am Ende Hain und Dominik Stahl scheiterten.

In einer munteren Partie bestimmte vor 7000 Zuschauern nur selten der Bundesligist den Rhythmus. "Für die erste Halbzeit muss ich mich fast entschuldigen", sagte Schmidt. "Unser Kerngeschäft - gut und stabil stehen, aggressiv gegen den Ball arbeiten, dem Gegner keine Räume geben - von dem hat man gar nichts gesehen." Die Hachinger spielten dagegen selbstbewusst mit, schwächelten aber im Abschluss.

Die Mainzer konnten nach ihrer zweiten großen Chance jubeln: Nachdem zunächst ein Schuss von Jairo auf der Linie geblockt wurde (7.), machte es Cordoba besser. Einen feinen Pass von Jairo durch die Mitte veredelte der Kolumbianer an Keeper Stefan Marinovic vorbei zum 1:0.

Das hielt nicht lange. Pünktlich mit Einsetzen eines kurzen Regenschauers kam Stürmer Hain am Fünfmeterraum zum Abschluss und überwand Lössl. Hain und Steinherr auf dem linken Flügel stellten Mainz vor Probleme, die Abwehrlinie des Europacup-Starters war alles andere als gefestigt und sicher. Dort machte Niko Bungert sein erstes Spiel als Kapitän. Ihn hatte Coach Schmidt als Nachfolger für den zu Leverkusen gewechselten Julian Baumgartlinger bestimmt.

Souverän agierte Bungert nicht immer. In der 39. Minute tanzte Hain Schlussmann Lössl im Strafraum aus und bediente Steinherr, dessen Schuss im letzten Moment geblockt wurde. Vier Minuten danach legte Hain wieder für Steinherr auf, doch wieder war ein Bein dazwischen.

Unzufrieden brüllte Trainer Schmidt, der auf den angeschlagenen Yoshinori Muto verzichtete und Malli nach einem Pferdekuss erst spät einwechselte, immer wieder zu seinen Spielern. Seine Laune wurde nach dem Seitenwechsel nicht besser - weil die SpVgg gefährlicher agierte: Jim Müller drückte einen Kopfball aus nächster Nähe zu zentral auf Lössl (56.). Dann erlöste Frei den Coach mit einem platzierten Fernschuss.

Als Malli kurz vor Schluss das 3:1 gelang, schien die Entscheidung gefallen. Aber es wurde dramatisch: Hain traf postwendend zum 2:3, Malli und Karim Onisiwo vergaben allein vor Marinovic das 4:2, und in der letzten Minute der Nachspielzeit hämmerte der eingewechselte Lux das Leder nach einem Eckball volley ins Netz. In der Verlängerung musste Mainz-Profi Giulio Donati mit Gelb-Rot vom Platz (113.).

Hachings Club-Chef Manfred Schwabl wertete den Nachmittag dennoch als großen Erfolg. "Es ist unbeschreiblich, ich kann nicht mal traurig sein. Es war sensationell, was die Mannschaft runtergerissen hat."

dpa

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