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Schweinsteiger ergänzt: Bayern und ManU "Weltvereine"

Fußball Schweinsteiger ergänzt: Bayern und ManU "Weltvereine"

Bastian Schweinsteigers Sätze aus dem fernen Amerika klingen ein wenig nach enttäuschter Liebe. "Bayern München ist ein großer Club, aber Manchester United ist größer", sagte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft laut englischen Medien.

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Bastian Schweinsteiger fühlt sich bei Manchester United gut aufgehoben. Foto: Paul Gordon/Zuma Wire

Seattle. Nich einmal eine Woche nach seinem Abschied von seinem langjährigen Herzensclub FC Bayern, bei dem er 17 Jahre verbrachte und 18 große Vereinstiteln holte, ist der Mittelfeldstar anscheinend ganz schnell bei seinem neuen Arbeitgeber angekommen, mit dem er derzeit durch die USA tourt.

Sein letzter Bayern-Coach Pep Guardiola reagierte im fernen Peking verwundert auf Schweinsteigers Urteil. "Oh, hat er das gesagt?", sagte Guardiola am Freitag am Rande der Werbereise des deutschen Rekordmeisters durch China. Mehr mochte Guardiola nicht sagen. Dass Schweinsteiger unter dem Regiment des Katalanen in München nicht mehr mit einem Stammplatz rechnen konnte, gilt als ein möglicher Grund für seinen Wechsel auf die Insel.

Am Freitagabend relativierte Schweinsteiger auf seiner Facebook-Seite die Aussage, die "von den Medien stark interpretiert und etwas aus dem Kontext gebracht wurde", wie er es formulierte. "Mit meiner Aussage wollte ich lediglich zum Ausdruck bringen, dass Manchester United in den USA populärer ist. Sowohl der FC Bayern München, für den ich 17 Jahre gespielt und dem ich extrem viel zu verdanken habe, als auch Manchester United sind Weltvereine mit unglaublichen Erfolgen und fantastischen Fans", schrieb Schweinsteiger.

Auf seiner ersten Dienstreise mit United schwärmt der 30-Jährige jedenfalls schon von der Bedeutung seines neuen Vereins. "Das ist der größte Club der Welt. United ist beliebter in der Welt. Es gibt einen Unterschied, den konnte ich erkennen", zitierten britische Medien Schweinsteiger. "Als wir in China waren, kannten die Leute uns, aber in Amerika waren die Bayern nicht so eine Nummer", fügte er in Seattle hinzu.

Bayern-Kapitän Philipp Lahm konterte aus 8690 Kilometern Entfernung: "Ich kenne Manchester nicht. Ich weiß nicht, was größer ist. In der jüngeren Vergangenheit war Bayern meistens vorne." Tatsächlich ist United derzeit vom alten Glanz weit entfernt, seit zwei Jahren gelang dem englischen Rekordchampion kein Titelgewinn mehr.

Das will Schweinsteiger ändern. "Ich kann keine Titel garantieren, aber ich garantiere, dass wir alles tun werden, um in dieser Saison erfolgreich zu sein", sagte er und widersprach Franz Beckenbauers Zweifeln an seiner Fitness. "Ich weiß ja nicht, wann Beckenbauer nach Amerika gewechselt ist. Ich bin 30, es ist eine Herausforderung für mich, aber ich fühle mich sehr gut", sagte Schweinsteiger.

Beckenbauer hatte mit Blick auf Schweinsteigers jüngste Verletzungspausen erklärt, ein Wechsel in die nordamerikanische Profiliga MLS wäre sinnvoller gewesen. "Ich finde es sehr mutig, in diesem Alter noch einen derartigen Schritt zu tun", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern.

Schweinsteiger erklärte, er sei nach seiner längeren Zwangspause im Anschluss an den WM-Titelgewinn nicht mehr verletzt gewesen. Er benötige zwar etwas längere Erholungspausen als jüngere Spieler, könne dies aber mit seiner Erfahrung auf dem Platz ausgleichen. Daher sei er "zuversichtlich" für seine Zeit in der körperlich enorm anspruchsvollen Premier League. "Ich will eine positive Wirkung haben und denke, dass ich der Mannschaft viel geben kann."

dpa

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