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Schwere Jungs für den UJKC

Judo Schwere Jungs für den UJKC

Der Judo-Bundesligist aus Potsdam hat sich verstärkt und hebt seine Ziele für die neue Saison in der Mannschafts-Bundesliga. Außerdem können die Potsdamer Eigengewächse Paul Elm und Philipp Galandi wieder angreifen. Insbesondere auf einen Neuzugang ist Trainer Mario Schendel wegen der erheblichen Konkurrenz stolz.

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Name: Benjamin Bouizgarne, Alter:/Gewicht: 20, +100 Kg, kommt von: JC Mönchengladbach

Potsdam. Der UJKC Potsdam rüstet auf. Für die neue Saison präsentiert der Judo-Bundesligist gleich neun Neuzugänge. „Wir wollen die Finalrunde erreichen“, gibt Trainer Mario Schendel für das im Mai beginnende Kampfjahr als Divise aus. Dafür muss Potsdam unter die ersten vier der Nordstaffel kommen und sich im Viertelfinale gegen ein Team aus der Südstaffel durchsetzen. Der Optimismus kommt nicht von ungefähr. „Wir sind jetzt in allen Gewichtsklassen so gut besetzt, dass wir in jedem Einzel-Kampf gewinnen können“, sagt Schendel. Bis dato hatte er immer wieder improvisieren müssen, also etwa leichte Kämpfer in höheren Gewichtsklassen auf die Matte geschickt oder sich selbst aufgestellt.

Hohe Gewichtsklassen besser besetzt

Insbesondere das Limit bis 100 Kilogramm und das Schwergewicht über 100 Kilogramm bereiteten dem Coach Sorgen. Schendel: „Das war unsere Achillesferse.“ Künftig kann er im Schwergewicht auf Benjamin Bachir Bouizgarne setzen. Der dreifache deutsche Nachwuchsmeister kommt vom JC Mönchengladbach und trainiert künftig am Olympiastützpunkt in Hannover. Mit Bouizgarne und Paul Elm, der nach seiner Schulterverletzung sein Comeback anstrebt, ist der UJKC bei den schweren Jungs gut aufgestellt.

Auch ein Limit darunter kann Schendel aufatmen. Domenik Schönefeldt (19, Fünfter der U21-WM 2015) kommt vom JC 90 Frankfurt (Oder). „Hinter Schönefeldt war die halbe Liga her“, erzählt Schendel. Auch der vereinslose Daniel Zorn (17, Fünfter der U18-EM 2015) schließt sich dem UJKC an. Der Potsdamer Philipp Galandi kommt nach seiner Rückenverletzung immer besser in Fahrt und bleibt die Nummer eins im Limit bis 100 Kilo.

Kopiske bleibt an Bord

In den leichteren Gewichtsklassen meldet der UJKC neben Talenten aus dem eigenen Nachwuchs die Verpflichtung des bulgarischen U18-Weltmeisters Denislav Ivanov (17, U18-Weltmeister 2015). In der „66“ setzt Schendel große Hoffnungen auf Neuling Nick Bobrowski (20, deutscher Vizemeister 2013) vom JC Frankfurt (Oder). Mit ihm und Urgestein Robert Kopiske ist der UJKC in der „66“ sehr stark besetzt. Nach seinem überraschend frühen Karriereende juckt es dem 26-jährigen Kopiske doch wieder in den Fingern. Auch Germania-Ringer Ricardo Melz ist weiterhin im Kader. Nur Maksym Chykurda hat sich abgemeldet und kämpft künftig für Hamburg. Die Elbestädter seien der Staffel-Favorit, meint Schendel. „Mit den anderen Konkurrenten Bottrop, Holle und Witten sehe ich uns auf Augenhöhe.“

Nur ein Heimkampf

Ein Brandenburg-Derby gibt es künftig nicht mehr. Der JC 90 Frankfurt (Oder) hat sich aus der Bundesliga zurückgezogen. Da kein Zweitligist eine Wildcard haben wollte, gibt es nur fünf Mannschaften in der Nordstaffel. Schendel: „Das ist schade für die Liga.“ Zumal Potsdam nach dem Frankfurter Rückzug nur noch einen Heimkampf hat – am 25. Juni gegen Holle. „Wir wollen viele Zuschauer anlocken und die Tausender-Marke knacken“, sagt Schendel. Dafür will der UJKC beim Start am 7. Mai in Witten die Grundlage legen.

Von Ronny Müller

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