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Sebastian Brendel gewinnt zwölftes EM-Gold

Kanu Sebastian Brendel gewinnt zwölftes EM-Gold

Der dreifache Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel hat seine beeindruckende Medaillensammlung um drei weitere Exemplare erweitert. Der 29-Jährige gewann bei der Europameisterschaft in Plowdiw (Bulgarien) bei drei Starts zweimal Gold und einmal Silber. Über die 5000 Meter ging es hoch her, sogar den Schlag mit einem Paddel auf den Kopf musste er wegstecken.

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Drei Medaillen und ein Pflaster über der Platzwunde, die er durch einen Schlag mit einem Paddel davongetragen hatte.

Quelle: Ute Freise

Plowdiw. Die zweite Goldmedaille hat bei Sebastian Brendel Spuren hinterlassen. „Kurz vor der Wende gab es einen kleinen Crash, einer stand quer, es gab eine kleine Rangelei und ich hab dabei ein Paddel an den Kopf gekriegt und mir eine Platzwunde zugezogen“, erzählte Sebastian Brendel am Sonntag nach seinem Sieg über die 5000 Meter im Canadier. „Aber es ist nicht viel passiert. Das gehört bei den 5000 Metern dazu, das macht das Rennen aus, das Gewühle“, sagte der Potsdamer Kanute nach seinem zweiten Titel bei der Europameisterschaft in Plowdiw (Bulgarien).

Bewährte Taktik erfüllt den Zweck

Damit drückte der dreifache Olympiasieger einmal mehr einer Meisterschaft seinen Stempel auf. Schon am Sonnabend hatte er das 1000-Meter-Rennen gewonnen, mit dem Vierer holte er sich über die gleiche Distanz mit den beiden anderen Potsdamern Jan Vandrey und Stefan Kiraj sowie dem Berliner Conrad-Robin Scheibner noch Silber. Es waren die EM-Titel elf und zwölf für Brendel.

Bei seinem ersten Titel am Sonnabend wandte er seine altbekannte Taktik an, ließ seinen Dauerkonkurrenten Martin Fuksa (Tschechien) erst einmal davonfahren und zog dann im Schlussspurt an ihm vorbei. „Das hat gut funktioniert und ich habe ihn nicht so weit weggelassen. Es war ein gutes Rennen. Jetzt gilt es, bis zur WM weiterzumachen, damit der Abstand im Mittelstück nicht zu groß wird“, erzählte der 29-Jährige mit Blick auf die anstehenden Weltmeisterschaften vom 23. bis 27. August in Racice (Tschechien).

Franziska Weber gewinnt Gold mit Tina Dietze

Doch nicht nur für Brendel waren es goldene Europameisterschaften. Franziska Weber holte mit Tina Dietze (Leipzig) den Titel über die 500 Meter. „Es ist ja unsere Stärke, die Rennen von vorn zu fahren. Mit dem Start und dem Mittelstück waren wir heute auch sehr zufrieden, an der letzten Rennphase müssen wir noch ein bisschen arbeiten“, sagte Franziska Weber, die außerdem noch mit dem Kajakvierer Fünfter wurde.

Der Potsdamer Bundestrainer Arndt Hanisch zeigte sich zufrieden mit der Ausbeute von insgesamt sechs Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen für die deutsche Mannschaft. „Wir haben die EM der WM ja total untergeordnet. Zum Teil haben wir mit den Medaillen nicht gerechnet. Es gab noch ein paar Baustellen. Aber nach dem Abschluss der zwei Konditionswochen kann man mit den Leistungen ganz zufrieden sein.“

Tabea Medert holt bei EM-Debüt zwei Bronzemedaillen

Medaillen, mit denen man nicht unbedingt rechen konnte, sammelte beispielsweise die Potsdamerin Tabea Medert. Mit Melanie Gebhardt (Leipzig) gewann sie im Kajak-Zweier am Sonnabend über 1000 Meter die Bronzemedaille. „Hinten raus haben wir leider ein bisschen verloren, aber wir sind gar nicht traurig. Bronze, EM, erstes Mal, super“, sagte Tabea Medert. Am Sonntag legte sie dann im Einer noch nach und gewann über 5000 Meter noch einmal Bronze. Es war das Debüt bei einer EM für das große Potsdamer Talent – ein vielversprechendes dazu.

Ein bisschen Pech hatte Ronald Rauhe im Kajak-Vierer. Max Lemke fiel zwei Stunden vor dem Start krankheitsbedingt aus, mit dem Ersatzmann Timo Haseleu, ebenfalls Potsdam, reichte es dann zu Rang fünf. Mit Lemke konnte sich dafür mit der überraschenden Bronzemedaille im Zweier trösten. „Wir hatten das vorher noch gar nicht geübt, dementsprechend war es gut.“

Von Stephan Henke

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