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Sebastian Brendel startet bei Weltcup-Premiere in Hamburg

Kanurennsport Sebastian Brendel startet bei Weltcup-Premiere in Hamburg

Für Doppel-Weltmeister Sebastian Brendel gibt es noch keinen Urlaub. Der Potsdamer tritt nach den olympischen Testwettkämpfen in Rio de Janeiro am nächsten Sonntag bei der Premiere des Weltcups in Hamburg an.

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Sebastian Brendel

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Sebastian Brendel war schon mal da, wo er im nächsten Jahr im August olympisches Gold im Einer-Canadier über 1000 Meter gewinnen will. Die Olympia-Regattastrecke auf dem Lagoa Rodrigo de Freitas von Rio de Janeiro sei nun nicht unbedingt das Traumpaddelrevier. Der 27 Jahre alte Hüne vom Kanuclub Potsdam meint: „Das Hauptproblem werden die Algen sein. Da wurde zwar mal durchgemäht, aber ich hatte den Eindruck, die wachsen stündlich nach in der braunen Brühe.“ Ein weiteres Problem sei der Wind: „Der kommt ständig von einer anderen Richtung. Seitenwind ist immer problematisch für mich als Canadierfahrer.“

Aber der zweifache Familienvater lässt sich nicht entmutigen: „Ich hoffe, dass die Bedingungen im nächsten Jahr einigermaßen fair sind.“ Dass die Konkurrenz stark sein werde, davon sei er überzeugt. Bei den vorolympischen Testwettkämpfen musste er dem Tschechen Martin Fuksa den Votritt lassen, den er zuvor bei der WM in Mailand mit 17 Hundertstelsekunden gerade noch überspurten konnte. „Alle wissen nun, was sie im nächsten Jahr erwartet, das gehört zu seiner professionellen Vorbereitung“, sagt Brendel, der am liebsten mit dem Taxi durch Rio düste. „Das war preiswert und sicher. Als Autofahrer hätte ich da keine Chance bei dem chaotischen Verkehr. Erstaunlich, ich habe aber keine Unfälle gesehen.“ Auch das Olympische Dorf, etwa eine halbe Autostunde von der Regattastrecke entfernt, liege beim Bau in den letzten Zügen. „Das wird bestimmt alles rechtzeitig fertig“, ist sich der Potsdamer sicher, der sich auf die Spiele im nächsten Jahr freut.

Der Urlaub mit der Familie im Robinson-Club in der Türkei auf Einladung der Deutschen Sporthilfe muss aber noch warten. Am Sonntag tritt der Olympiasieger bei der Weltcup-Premiere des City-Sprints in Hamburg an. Auf der Binnenalster wird sich die Weltelite noch einmal in spektakulären Rennen messen. „Am Ende fahren die Besten über 1000 und 200 Meter noch mal im sogenannten Gigantenrennen über 500 Meter gegeneinander. Das wird sicher ganz spannend“, meint der Weltmeister über den Kampf um 3000 Euro Preisgeld. Sein großer Rivale Fuksa aus Tschechien werde natürlich auch dabei sein.

Ansonsten liegt Brendels Fokus längst auf Rio 2016: „Klar ist bereits alles durchgeplant mit den Trainingslagern in Florida, Kienbaum und Italien. Ich weiß, dass ich nach dem knappen WM-Sieg noch mal zulegen muss. Aber ich werde mich auch nicht verrückt machen lassen“, so Brandenburgs große Olympia-Goldhoffnung.

Von Peter Stein

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