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Sechs Sportler kehren als Olympiasieger heim nach Brandenburg

Olympia Sechs Sportler kehren als Olympiasieger heim nach Brandenburg

Was für ein dramatisches Finale bei den Olympischen Sommerspielen in Rio: Die Kanuten langten am Abschlusstag noch einmal richtig zu. Insgesamt kehren sechs Sportler aus Brandenburg mit einer Goldmedaille heim, Kanute Sebastian Brendel hat sogar zwei gewonnen.

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Ronald Rauhe holt im Kajak-Einer Bronze – bei seinen letzten Spielen!

Rio. „Da ist sie!!!! Gold!“ – Svenja Huth hält auf einem Foto die ­Medaille glücklich in die Kamera. Sie strahlt. Die Fußballerin des 1. FFC Turbine Potsdam hat gemeinsam mit Tabea Kemme das olympische Turnier gewonnen und sich mit der DFB-Auswahl Platz eins gesichert. „Unglaublich“, sendete Huth nach dem Triumph am Zuckerhut Grüße nach Deutschland.

Nicht nur die beiden Kickerinnen lagen sich am Wochenende jubelnd in den Armen. Die Kanuten des Kanu Clubs Potsdam räumten zum Abschluss noch einmal kräftig ab: Sebastian Brendel gewann mit Jan Vandrey ebenfalls die Goldmedaille – diesmal im Canadier-Zweier. Darüber hinaus sicherte sich Franziska Weber ihre zweite Silbermedaille im Kajak-Vierer und Ronald Rauhe holte sich Bronze im Kajak-Einer-Sprint bei seinem letzten Auftritt bei Olympia. Ein Herzschlagfinale für den Routinier. Damit gewannen Potsdams Sportlerinnen und Sportler in Rio 2016 fünfmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. „Das ist ein grandioser Erfolg unserer Sportlerinnen und Sportler“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. „Besonders stolz können wir auf unseren Ausnahmeathleten Sebastian Brendel sein. Zur Belohnung durfte er bei der Abschlussfeier die Fahne der deutschen Mannschaft tragen – eine große Ehre. Ich freue mich aber auch für unsere Turbinen, für Franziska Weber und vor allem für Ronald Rauhe, der einmal mehr gezeigt hat, dass er ein Weltklassekanute ist.“

Brendel im Zweier mit Vandrey erfolgreich

Sebastian Brendel kehrt als zweifacher Goldjunge am Dienstag zurück nach Potsdam. „Der Fokus lag klar auf dem Einer. Aber auch im Zweier hatten wir ein gutes Gefühl“, so Brendel (28). „Als wir zwischendurch Sechster waren, hatte ich etwas Muffensausen. Aber der Rückstand hielt sich in Grenzen, unsere Taktik, auf den Spurt zu setzen, hat mal wieder gut funktioniert. Der Sieg lief vor allem über Kampf und Willen. Die Außenseiterrolle kam uns heute entgegen, das Gold im Einer hat mir Lockerheit gegeben. Ich wollte Jan auch zu einer Goldmedaille verhelfen. Respekt vor dem jungen Kerl, er hat meinen Schlag super übernommen.“

Franziska Weber holt ihre zweite Silbermedaille

Auch Franziska Weber (27) strahlte über ihre zweite Silbermedaille: „Unser interner Slogan hieß: Alles für Rio. Wir haben alle den 20. August herbeigesehnt, dass wir uns diesen Satz nicht mehr anhören müssen. Aber bis heute haben wir alles gegeben“, sagte Weber. „Wir waren ein super Frauen-Team und haben uns nun belohnt. Ab und zu musste ich gemeinsam mit Tina Dietze auch mal einschreiten, als die beiden Jüngeren zum Beispiel abends nicht richtig essen wollten, um auf Krampf abzunehmen. Aber der Körper braucht nun mal Energie. Jetzt ist mein Akku leer, aber es war eine sehr erfolgreiche Woche für mich.“

Vater des Erfolges ist Trainer Ralph Welke. „Ich bin glücklich und zufrieden, der ganze Aufwand ist von Erfolg gekrönt worden“, so der Coach aus Potsdam. „Den Erfolg im Zweier-Canadier hätte ich vor einem Jahr nicht für möglich gehalten. Jan hat sich super entwickelt. Und als Rechtsschläger war er prädestiniert, mit Basti zu starten. Seine Nervosität hat Jan überspielt, mit Basti hat er aber auch eine Waffe an seiner Seite. “

Von Sebastian Morgner

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