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Sechstagerennen: Berlin dreht am Rad

Veränderungen im Velodrom Sechstagerennen: Berlin dreht am Rad

Die Sechstagerennen stehen vor einer neuen Ära. Erstmals sind vier Rennen in einer Serie zusammengefasst mit konstanten Nationalteams und einer Punktewertung. Berlin gehört im Januar dazu – und das Velodrom hält für Zuschauer einige Neuerungen bereit.

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Beim Sechstagerennen fahren die Sportler im Berliner Velodrom um die Wette.

Quelle: dpa-Zentralbild

Berlin. In der 14. Etage eines Hotels vis-à-vis des unterirdischen Velodroms, wo vom 19. bis 24. Januar das 106. Berliner Sechstagerennen stattfindet, verkündete Mark Darbon, Geschäftsführer der Madison Sports Group, über den Dächern der Hauptstadt seine hochfliegenden Pläne, die den Bahnradsport revolutionieren sollen. Kurzum, die Londoner, die seit dem Vorjahr Besitzer des Berliner Traditionsrennens sind, drehen mächtig am Rad. „Berlin wird das Herzstück einer neuen Serie“, verkündete Darbon.

Eurosport berichtet live

Sozusagen die Champions League des Bahnradsports, die allabendlich auch von Eurosport live übertragen wird, startet nächste Woche in London (25. bis 30. Oktober) auf der Olympiabahn von 2012. Es folgen das wiederbelebte Amsterdam (6. bis 11. Dezember), Berlin, Kopenhagen (26. bis 31. Januar) und das Finale als Eintagesrennen in der Arena von Palma de Mallorca am 17. März mit den zwölf besten Zweier-Mannschaften. Diese werden – auch das ist neu – als Nationalteams antreten. Über ein spezielles Punktesystems ergebe sich die Qualifikation. Insgesamt wird ein Preisgeld von 300 000 Euro ausgeschüttet, die beiden Gesamtsieger erhalten je 15 000 Euro.

Marcel Kalz und Leif Lampater als deutsches Team

Die erste deutsche Mannschaft bilden der Berliner Marcel Kalz und der Rosenheimer Leif Lampater. Beide siegten 2015 in Berlin und wollen das gern im Januar wiederholen, wie Kalz am Montag bestätigte. „Die Sixdays-Serie finde ich super, die Rennen werden auf jeden Fall härter“, meinte der Radprofi, der gestern schon mal das Trikot mit der Nummer 4 für London überstreifen durfte. Dort treffen die Deutschen auf das britische Topduo Mark Cavendish/Bradley Wiggins. In Berlin werden die Titelverteidiger Kenny de Ketele und Moreno de Pauw aus Belgien erneut dabei sein, wie Valts Miltovics versicherte.

Viele Veränderungen im Velodrom

Der 37 Jahre alte Lette, der zuletzt im Marketing des Basketball-Weltverbandes arbeitete, ist neuer Geschäftsführer der Berliner Sixdays. Der frühere Eishockeyspieler kündigte auch für das Entertainment viel Neues an. „Wir wollen jünger und moderner werden, die Rennen sollen überschaubarer werden und nicht mehr so lange dauern. Spätestens Mitternacht ist Schluss.“ In der Mitte des Velodroms wird es künftig das für Fans zu besichtigende Fahrerlager geben, oben drüber hängt unterm Dach ein Videowürfel, der den Zuschauern das Geschehen noch besser erklären soll. Aber Miltovics will auch an Bewährtem festhalten. Frauen, Sprinter und Steher treten weiter in Aktion, wobei bei den Männern mit den dicksten Oberschenkeln der Start des Cottbuser Publikumslieblings Maximilian Levy fix sei. Weltmeister Joachim Eilers (Köln) werde ebenso im Velodrom um das 250 Meter lange Oval strampeln.

16 Zweierteams treten in Berlin an

„Wir haben 16 Fahrer-Paare in Berlin am Start“, so Miltovics. Kalz sieht es auch als Vorteil an, künftig mit einem Stammpartner abwechselnd in die Pedale treten zu können. „Da kann man sich besser darauf einstellen. Auch den Fans wird das die Orientierung erleichtern.“ Start frei für die Rad-Revolution.

Von Peter Stein

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