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Seit 25 Jahren in der Bundesliga

Luckenwalder Ringer Seit 25 Jahren in der Bundesliga

Die Ringer des 1. Luckenwalder SC gehören seit 25 Jahren der 1. Bundesliga an. Heute wird in der Fläminghalle das Team für die neue Saison vorgestellt, die am 19. September beginnt. Fliegengewichtler Emanuel Krause kehrt nach zwei Jahren in Eisleben zum LSC zurück.

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Bundesliga-Ringen in Luckenwalde hat Tradition und ist immer ein Publikumsmagnet.

Quelle: Frank Neßler

Luckenwalde. Die Ringer des 1. Luckenwalder SC (LSC) lassen sich nicht unterkriegen. Die Staffel des ehemaligen DDR-Abonnementmeisters hat auch nach der Wende der Konkurrenz die Flötentöne beigebracht. Als einziges Team behauptet sich der Meister von 2006 seitdem im Orchester der Erstligisten. Das ist ein Grund zum Hochleben. Am 12. Juli feiern die Nuthestädter das Jubiläum „25 Jahre 1. Bundesliga“ in der Fläminghalle. „Wir haben uns als Dauerbrenner entpuppt. Das wirtschaftliche Harakiri anderer Vereine haben wir nie mitgemacht“, erklärt LSC-Manager Bernd Faßbender.

Auf die Pauke hauen mittlerweile andere Vereine. Der LSC orientiert sich seit sechs Jahren auf den an der eigenen Sportschule ausgebildeten Nachwuchs. National singen die Freistil-Ringer und die Klassiker vom RSV Hansa Frankfurt (Oder) – beide Vereine bilden das LSC-Bundesligateam – die erste Melodie. Bei den deutschen Meisterschaften in diesem Monat schnitten beide Vereine am erfolgreichsten ab. Der Oderstädter Damian Hartmann, angehender Facharzt für Gefäßchirurgie, holte in Aschaffenburg den Titel, dreimal gab es Bronze. In Nendingen gewann Martin Obst für Luckenwalde Gold, zweite Ränge eroberten Emanuel Krause und Lennart Wickel.

Michel Schneider, Felix Menzel und Robert Glor wurden Dritte. Dabei fehlte noch Nick Matuhin (Muskelfaserriss). Dem 25-Jährigen fehlt international noch eine Medaille, aber der Superschwere bleibt das Aushängeschild des Deutschen Ringer-Bundes in der obersten Klasse. Als bisher einziger Ringer steht er im Team Land Brandenburg für Rio.

Bis auf Schneider sind alle anderen genannten Mattenfüchse Luckenwalder Urgesteine. „Wir bieten den Athleten ein komplettes Paket, wozu auch der Zusammenhalt gehört“, betont Faßbender.

Fliegengewichtler Krause wurde vor zwei Jahren fahnenflüchtig. Er schloss sich dem KAV Mansfelder Land in Eisleben an und traf auf eine Truppe von Legionären. Künftig ringt der Verwaltungsfachangestellte beim Landkreis Teltow-Fläming wieder für den LSC. Für Kontinuität stehen auch die Leute im Hintergrund. Der gebürtige Wuppertaler Faßbender ist seit 2006 Manager, Chefcoach Andreas Zabel geht in seine achte Saison und wird weiterhin mit Jörn Levermann die Truppe betreuen. Der Etat beträgt weiterhin 250000 Euro. Zum Kader gehören

18 Athleten, davon neun Ausländer. Mit dem Serben Akleksander Maksimovic, dem Bulgaren Georgi Vangelov und dem Deutscher-Norweger Felix Baldauf wurden wichtige Stützen gehalten. Die Mannschaft wird am Freitag in der Fläminghalle vorgestellt.

In der auf zwölf Teams geschrumpften Eliteliga trifft der LSC in der am 19. September beginnenden Saison in der Gruppe Nord auf den KSV Köllerbach, ASV Mainz, RWG Mömbris, Mansfeld und den VfK Schifferstadt.

Von Detlef Braune

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