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Serie-A: Start ohne Deutsche - Juve jagt fünften Titel

Fußball Serie-A: Start ohne Deutsche - Juve jagt fünften Titel

Mit Miroslav Klose, Sami Khedira und Antonio Rüdiger spielen drei deutsche Profis in der Serie A. Sie alle wollen mit ihren Clubs im Kampf um den Scudetto mitmischen - doch besonders die Mailänder Konkurrenz greift nach enttäuschenden Jahren wieder oben an.

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Sami Khedira zog sich in der Vorbereitung einen Muskelfaserriss zu.

Quelle: Piotr Wittman

Rom. Die ersten Tore der neuen Serie-A-Saison werden Miroslav Klose, und Antonio Rüdiger wohl von der Tribüne oder der Couch aus verfolgen.

Die drei deutschen Fußball-Profis sind zum Saisonstart in Italien verletzt, dennoch haben sie mit ihren Clubs Lazio Rom, Juventus Turin und AS Rom - immerhin die Top drei der Vorsaison - große Ziele. Juve gilt nach vier Titeln in Serie ohnehin als großer Meisterschaftsfavorit, doch auch den Vereinen aus der Hauptstadt wird einiges zugetraut. "Wenn wir so eine Saison wie die letzte spielen wollen, müssen wir Gas geben", forderte Klose

Der 37-Jährige geht in seine fünfte Saison in Italien, es könnte die letzte sein. Lazio hofft, wieder oben mitzuspielen, doch wie schwer das ohne große Neuzugänge wird, weiß auch Klose. "Wenn wir die vergangene Saison wiederholen wollen, liegt noch viel harte Arbeit vor uns", sagte er. Dabei mithelfen kann der Stürmer zunächst nicht, im Champions-League-Playoff gegen Bayer Leverkusen zog er sich eine Muskelverletzung zu und fällt für die ersten Partien aus.

Juve-Neuzugang Khedira hoffte nach einer schweren Saison bei Real Madrid mit vielen Blessuren und wenig Einsätzen auf einen Neustart in Turin. Dann zog er sich in der Vorbereitung einen Muskelfaserriss zu und wird wohl erst im Oktober sein erstes Serie-A-Spiel bestreiten. Mit dem Champions-League-Finalisten hat der 28-Jährige dennoch große Ziele: "Ich bin hier um wieder in ein Finale zu kommen und die Spitze Europas zu erreichen", kündigte er bei seiner Vorstellung an.

Auch Abwehrspieler Rüdiger, der nach mehr als vier Jahren beim VfB Stuttgart zum AS Rom gewechselt ist, arbeitet nach einer Knie-OP noch an seinem Comeback. "Ich will 100 Prozent in Form sein, um der Mannschaft zu helfen", versprach er. "Ich bin hierhergekommen, um Titel zu gewinnen, wie die Meisterschaft." Vize-Meister AS Rom gilt neben Juve erneut als großer Favorit, vor allem weil sich der Club mit dem Ex-Wolfsburger Edin Dzeko und dem Ägypter Mohamed Salah verstärkt hat, ohne einen seiner Leistungsträger zu verlieren.

Die Vorfreude der Fans in Italien auf die neue Saison ist groß, viele Clubs vermeldeten neue Bestmarken bei den Dauerkarten. Und es steigt die Hoffnung, dass der Titelkampf etwas spannender werden könnte als zuletzt, als Juve sich mit 17 Punkten Vorsprung den vierten Scudetto in Serie sicherte. "Wir müssen uns bewusst sein, dass ein Jahr mit mehr Schwierigkeiten auf uns zukommt", sagte Trainer Massimiliano Allegri, den die Abgänge der Leistungsträger Andrea Pirlo, Arturo Vidal und Carlos Tevez schmerzen. Zum Saisonstart fehlen Juve neben Khedira auch die verletzten Claudio Marchisio und Alvaro Morata.

Und schon am zweiten Spieltag steht das Duell mit Vize-Meister AS Rom an, den Allegri jedoch nicht als einzigen Konkurrenten sieht. "Inter und Milan werden um den Titel mitspielen, Rom hatte bereits eine starke Mannschaft", prophezeite der Coach, der mit Juve die fünfte Meisterschaft in Serie feiern will, was dem Club bislang erst einmal in den 30er Jahren gelang. Kapitän Gianluigi Buffon urteilte: "Wir wollen den Titel verteidigen, auch wenn wir sicherlich einige Probleme mehr haben werden, weil sich bei uns einiges geändert hat."

Vor allem die Mailänder Traditionsclubs Inter und AC wollen wieder angreifen. Nach mehreren enttäuschenden Spielzeiten haben beide Vereine hohe zweistellige Millionenbeträge in ihre Kader investiert und können sich zudem ohne Europapokal-Belastung ganz auf die Serie A konzentrieren. Milan-Präsident Silvio Berlusconi kündigte bereits selbstbewusst an: "Man kann nicht in die Saison gehen und sagen, man wird Zweiter oder Dritter, wir wollen immer den ersten Platz."

dpa

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