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Ski-Club Potsdam: Freundschaften im Schnee

MAZ-Serie Mein Verein Ski-Club Potsdam: Freundschaften im Schnee

Vor 14 Jahren gründete Alexander Heinz mit weiteren Mitstreitern den 1. Alpin-Ski-Club Potsdam. „In München musste man keinen Skiclub mehr gründen. In Potsdam schon“, sagt Heinz. „Weil es hier noch keinen gab.“ Heute zählt der Verein 67 Mitglieder und reist drei- bis viermal im Jahr zum Skifahren. Doch auch im Sommer sind die Potsdamer aktiv.

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Im Winter fahren viele der 67 Vereinsmitglieder gemeinsam in die Alpen. Pro Jahr gibt es drei bis vier Skireisen.

Potsdam. „In München musste man keinen Skiclub mehr gründen. In Potsdam schon“, sagt Alexander Heinz. „Weil es hier noch keinen gab.“ So simpel bringt es der Vorsitzende des 1. Alpin-Ski-Clubs Potsdam auf den Punkt, wenn man ihn nach den Beweggründen der Skiclub-Gründung befragt. „Es gibt eine Vielzahl an Skifahrern in Potsdam und Umgebung. Diesen Leuten wollen wir eine Plattform bieten“, so Heinz.

Der 44-Jährige begann selbst als Dreijähriger mit dem Skifahren und ist seitdem mehrmals im Jahr auf den Pisten unterwegs. „2001 war ich mal wieder mit einer größeren Gruppe in den Dolomiten“, erzählt er. „Es lag so viel Schnee, dass unsere Autos bergauf stehen geblieben sind und wir sie alle einzeln anschieben mussten. Dabei sagte ich noch leicht scherzhaft, nächstes Jahr fahren wir mit dem Bus.“ Anderthalb Jahre später gründete er gemeinsam mit acht weiteren Skibegeisterten den 1. Alpin-Ski-Club Potsdam.

Am Nauener Tor in Skiklamotten

Die Auftaktveranstaltung fand im September 2002 bei sonnigem Herbstwetter in Skiklamotten in Potsdam am Nauener Tor statt. 2003 startete dann die erste Skireise mit dem Bus nach Südtirol. „Im Winter bieten wir drei bis vier Skireisen an. Eine in den Winterferien und zwei weitere außerhalb der Ferien“, erzählt Alexander Heinz, der in der vergangenen Winterferienwoche mit 130 Personen in Leogang im Salzburger Land war. „Außerhalb der Ferien sind es nicht ganz so viele.“

Um an den Skireisen teilzunehmen, muss man nicht unbedingt Mitglied des Vereins sein. „Es ist alles organisiert: Anreise mit dem Bus, Unterkunft, Skiausleihe. Und für die Kinder besorgen wir eine Skischule“, so Heinz, der in einem Busunternehmen in Potsdam arbeitet. Das Highlight der Woche bildet die Skirallye. „Dabei müssen die Kinder verschiedene Aufgabe erfüllen. Beispielsweise einen Bierdeckel aus einer bestimmten Hütte mitbringen, einen Stempel bei der Bergbahn holen oder wissen, wie viele Mitglieder unser Verein hat. Dabei lernen alle das Skigebiet besser kennen und es entstehen die ersten Kontakte zwischen den neuen Teilnehmern untereinander.“

Rad- und Paddeltouren im Sommer

Aktuell hat der 1. Alpin-Ski-Club Potsdam 67 Mitglieder. „Bei uns kann man mit 18 Jahren Mitglied werden. Die Kinder von Mitgliedern erhalten die gleichen Vorzüge wie ihre Eltern. Besonders bei unserer Rad- und Paddeltour haben die Kiddis viel Spaß“, erzählt Heinz. „Auch Langläufer und Snowboarder sind herzlich willkommen.“

In der schneefreien Zeit soll das Vereinsleben jedoch nicht ruhen. Dann werden Radtouren, Paddeltouren und Feste veranstaltet. Zudem treffen sich die Mitglieder jeden ersten Donnerstag im Monat im Restaurant „Alter Stadtwächter“, um die Aktivitäten gemeinsam zu planen. Alexander Heinz ist als Gründungsmitglied von Anfang an dabei. „Solange es mir Spaß macht, mache ich es gerne. Es haben sich im Laufe der Zeit viele Freundschaften ergeben“, sagt der zweifache Familienvater.

In den Sommerferien wird erstmalig auch eine Familien-Aktiv-Reise angeboten. „In Gesprächen habe ich gemerkt, dass viele Familien den Strandurlaub satt haben und lieber etwas zusammen mit anderen Familien unternehmen und erleben wollen. Die Kinder finden sofort neue Freunde und die Eltern sind entspannt. Österreich bietet dafür sehr gute Möglichkeiten. Wir haben ein Angebot mit Rafting, Mountainkart, Canyoning, Bogenschießen und Wandern zusammengestellt. Zudem gibt es ein Freibad und einen Badesee ganz in der Nähe des Hotels“, sagt Heinz und freut sich schon jetzt auf den Urlaub in den sommerlichen Bergen.

Von Luisa Müller

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