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Sonntagsfrage: Sprint-Gold für Bolt oder Gatlin?

Leichtathletik Sonntagsfrage: Sprint-Gold für Bolt oder Gatlin?

Das Rennen aller Rennen wird die Fans wieder von den Sitzen reißen. Und diesmal steht das WM-Finale über 100 Meter unter besonderen Vorzeichen: Kann Sprint-Veteran und Ex-Dopingsünder Justin Gatlin seinem Dauerrivalen Usain Bolt am Sonntag die Show stehlen?

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Wer ist der schnellste Mann der Welt? Justin Gatlin (l) oder Usain Bolt?

Quelle: John G.Mabanglo

Peking. Neuntes WM-Gold für Usain Bolt oder Triumphlauf von Buhmann Justin Gatlin? Der Sonntags-Krimi im Pekinger "Vogelnest" verspricht Spannung pur - und beantwortet schon am zweiten Wettkampftag die wichtigste Frage der Leichtathletik-

 

WM: Wer ist der schnellste Mann der Welt?

Jamaikas Superstar Bolt scheint nach einer frustrierenden Saison auf den Punkt genau fit zu sein, doch der US-Amerikaner Gatlin ist mit 33 Jahren in der Form seines Lebens. Keiner lief die 100 Meter in diesem Jahr schneller als der ehemalige Dopingsünder - 9,74 Sekunden. Holt er nach zehn Jahren mit Höhen und Tiefen tatsächlich noch mal Gold?

"Gatlin hat eine echte Chance", sagte sein Landsmann Maurice Greene in Peking vor dem Showdown der Sprintgiganten am Sonntag um 21.15 Uhr (15.15 Uhr MESZ). "Er glaubt, dass Bolt ihn nicht besiegen kann - und das muss er auch glauben. Beide sind gute Jungs. Es wird ein fantastisches Rennen", meinte der Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister vor dem WM-Thriller. Aber auch auf Bolt hält Greene große Stücke: "Usain hat für den Sport mehr getan, als irgendjemand anderer."

Und Gatlin? Einen Tag nach Bolts 29. Geburtstag wird er jedenfalls keine Geschenke machen. Der Amerikaner hielt sich aber auch mit Kampfansagen vornehm zurück. Anders als Showman Bolt vermied er vor dem Finale auch öffentliche Auftritte. "Ich will keinen Popularitäts-Wettbewerb gewinnen oder jemanden ganz bestimmten schlagen", versicherte Gatlin, der schon zweimal des Dopings überführt und auch gesperrt wurde.

Titelverteidiger Bolt demonstrierte vor seinem ersten Auftritt im Nationalstadion, wo er 2008 dreimal Olympia-Gold abräumte, Selbstvertrauen und Gelassenheit. "Wettkampf ist Wettkampf", sagte der schnellste Mann der Welt. "Über 100 Meter kommt es nur darauf an, sein Rennen durchziehen. Statistiken interessieren mich nicht", versicherte der achtmalige Weltmeister, der nun einen weiteren Meilenstein in seiner einzigartigen Karriere setzen könnte: Mit der neunten Goldmedaille bei einer WM würde Bolt die US-Helden Carl Lewis und Michael Johnson (je acht Mal Gold) übertrumpfen.

Genau das will Gatlin verhindern. Der Altmeister ist wieder da - und läuft plötzlich schneller als zu den Zeiten, in denen er Olympiasieger (2004), Weltmeister (2005) und Weltrekordler (2006) war. Viele misstrauen ihm. "Ich versuche, das zu machen, was ich machen sollte", erklärte Gatlin. "Hoffentlich wird meine Leistung auf der Bahn dazu führen, dass die Leute sehen, was wirklich zählt. Nur darum geht es."

Von den sieben 100-Meter-Duellen mit Bolt seit 2011 hat Gatlin nur ein einziges gewonnen: am 6. Juni 2013 in Rom. Ihre Zweikämpfe verglich er einmal mit dem "Jahrhundert"-Boxkampf Mayweather - Pacquiao: Sie seien "bestimmt ein Stück aufregender, aber leider auch deutlich schlechter bezahlt". Immerhin kassiert jeder Weltmeister in Peking 60 000 US-Dollar (53 150 Euro). Für einen Weltrekord spendieren die Sponsoren des Weltverbandes IAAF sogar 100 000 Dollar (88 590 Euro).

dpa

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