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Spanien erwartet königliche Kaufoffensive

Fußball Spanien erwartet königliche Kaufoffensive

In Madrid könnte bald die Kaufwut ausbrechen. Wenn sich die Topclubs Real und Atlético nicht bald verstärken, müssen sie wegen einer FIFA-Transfersperre bis Mitte 2017 mit ihrem aktuellen Personal auskommen. Vor allem Real-Chef Pérez kommt offenbar bereits in Fahrt.

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Atlético Madrid und Real Madrid wurden mit einer Transfersperre belegt.

Quelle: Mario Cruz

Madrid. Real Madrid zückt in der Not bereits das Scheckheft und blickt dabei anscheinend auch nach Deutschland.

Nach der Verhängung von Transfersperren gegen den spanischen Fußball-Rekordmeister und gegen Stadtrivale Atlético wird vor allem bei den Königlichen von Toni Kroos eine große Kaufoffensive erwartet.

In allen Medien überschlugen sich schon wenige Stunden nach der Hiobsbotschaft aus Zürich die "Exklusivmeldungen": Real sei an Schalkes Supertalent Leroy Sané interessiert, hieß es. Reals Boss und Big Spender Florentino Pérez wolle unbedingt Bayern-Stürmer Robert Lewandowski verpflichten, spekulierten andere Medien in Madrid. Die Sportzeitung "AS", so etwas wie ein Hausblatt Reals, schrieb, Real habe zudem den Münchner David Alaba im Visier.

Die verbreitete Wunschliste von Pérez - des Chefs des Baukonzerns ACS - liest sich wie ein Who's Who der Kicker-Celebrities: Falls es mit Lewandowski nicht klappen sollte, wolle es Pérez, der sich vorerst in Schweigen hüllte, mit Edinson Cavani (Paris Saint-Germain) oder Sergio Agüero (Manchester City) probieren. Fürs Mittelfeld seien Eden Hazard (Chelsea) und Paul Pogba (Juventus) im Gespräch.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister jedoch hatte zuletzt immer wieder allen Spekulationen einen Riegel vorgeschoben. "Ein Blick auf die Laufzeit des Vertrages lässt mich in keinster Art und Weise nervös werden", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Dezember gesagt. Bis 2019 ist Lewandowskis Arbeitspapier datiert.

Falls Real ungeachtet des Superkaders um Cristiano Ronaldo, Gareth Bale, James, Kroos & Co. die Kaufwut packt, könnte es womöglich daran liegen, dass man sich ein Beispiel an Erzrivale FC Barcelona nimmt. Die Katalanen hatten wegen des gleichen Vergehens, der unerlaubten Verpflichtung von Minderjährigen, in beiden Transfer-Fenstern 2015 keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen können.

Sie sorgten aber vor, holten 2014 zahlreiche Topspieler wie Goalgetter Luis Suárez, den Ex-Mönchengladbacher Keeper Marc-André ter Stegen und den Ex-Schalker Ivan Rakitic - und gewannen prompt fünf Titel, darunter die Champions League und die spanische Liga.

Atlético wies - wie Real - die Sperre mit Adjektiven wie "ungerecht" und "absurd" zurück und kündigte Einspruch ein. Mit 120 Millionen Euro hat man nicht einmal ein Fünftel des Geldes zur Verfügung, das Real (550 Mio) pro Saison ausgibt. Dennoch führt man die Primera División an. Hektik gibt es beim Arbeiter-Club nicht: "Wir haben einen guten und großen Kader, so dass wir zwei Wechselperioden ohne Verstärkungen überstehen können", sagte Präsident Enrique Cerezo.

Und Torwart Miguel Ángel Moya versicherte: "Wir können auch ohne Verstärkungen Titel holen." Laut Medien wollte Cerezo aber noch am Freitag mit Trainer Diego Simeone über Verpflichtungen beraten.

dpa

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