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Spannende Duelle beim 11. Kanalsprint in Potsdam

Kanurennsport Spannende Duelle beim 11. Kanalsprint in Potsdam

Die 11. Auflage des Kanalsprints im Potsdamer Stadtkanal am Tag der deutschen Einheit war wieder ein Zuschauermagnet. Die internationalen Kanu-Asse lieferten sich über die 180 Meter lange Strecke spannende Rennen.

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Sebastian Brendel durchpflügt den Stadtkanal.

Quelle: Fotos: Christel Köster

Potsdam. Sebastian Brendel hatte turbulente 24 Stunden und eine nahezu schlaflose Nacht hinter sich, als er am Samstagnachmittag mit dem Stechpaddel durch das Wasser des extra gefluteten Stadtkanals „pflügte“. Der Canadier-Olympiasieger, der Ende August in Mailand erneut zwei WM-Goldmedaillen einheimste, wurde in Belek/Türkei beim „Familienurlaub“ von 77 deutschen Topsportlern zum „Champion des Jahres“ gekürt. Zu den Nominierten hatten auch Biathletin Laura Dahlmeier und Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor gehört.

„Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, weil sie von Deutschlands Spitzenathleten kommt. Im Vorjahr war ich schon einmal nominiert, da hat aber Kombinierer Eric Frenzel gewonnen. Diesmal hat’s geklappt. Die Sportler wissen die Leistung besonders gut einzuschätzen“, sagte Brendel. Der Hauptpreis ist verbunden mit einer vom Robinson Club gesponserten Traumreise sowie einem Mercedes-Smart, den sich der Champion individuell konfigurieren darf.

Das war für den 27-Jährigen krönender Abschluss einer erholsamen Woche mit der Familie in der Türkei. In dem Urlaubsdomizil konnte sich Brendel auch bei einer Rafting-Tour ausprobieren, beim Axtwerfen oder im Beachvolleyball. Samstagmorgen ging es dann per Flieger zurück in die Heimat – und ins Boot.

„Klar, war ich daher etwas aus der Übung“, entschuldigte sich der Olympiasieger für seinen dritten Platz beim Kanalsprint, nachdem er beim Vorlauf nach einem Gleichstand bis auf die Hundertstelsekunde noch einmal ran musste. Dafür präsentierte er sich dann beim Autogrammeschreiben wieder in weltmeisterlicher Form. „Am Montag beginnt das Training für die Olympia-Saison. Für Rio werde ich alles geben, da sind alle hochmotiviert“, erzählte Brendel. Mitte November geht es für mehrere Wochen bereits ins erste Trainingslager nach Florida in die USA.

Dort wird auch Franziska Weber dabei sein. Die Olympiasiegerin musste sich im Sprint-Finale im Kajakeiner der Ungarin Natasa Douchev knapp geschlagen geben, obwohl sie wieder ihre Ringelsocken als Glücksbringer trug. „Trotzdem werde ich sie wieder anziehen, sie haben mir schon oft Glück gebracht.“ Im Kajakzweier stellte sie sich mit der Leipzigerin Tina Dietze vor, mit der sie vor drei Jahren in London Olympiasiegerin wurde. Diesen Gold-Coup wollen die Beiden in Rio gern wiederholen. „Hier beim Kanalsprint stand der Spaß am Sport im Vordergrund“, meinte Weber und freute sich über die tolle Zuschauerkulisse. Der KC Potsdam hat schließlich nicht nur einen Champion wie Brendel zu bieten.

Von Peter Stein

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