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Speerwerfer sind spitze beim Istaf

Leichtathletik Speerwerfer sind spitze beim Istaf

Rekordweiten der Speerwerfer sorgten für ein unerwartetes Flug-Spektakel beim 75. Internationalen Stadionfest (Istaf) der Leichtathleten im Berliner Olympiastadion.

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Starker Auftritt der Speerwerfer Thomas Röhler, Andreas Hofmann, Julian Weber und Johannes Vetter (v.l.).

Quelle: Foto: imago

Berlin.

Christina Obergföll verabschiedet sich mit einem Sieg

Da Speerwurf-Kollegin Christina Obergföll bei ihrer Abschiedsvorstellung mit starken 64,28 Metern nicht zu bezwingen war, Europameisterin Cindy Roleder über 100 Meter Hürden in 12,65 Sekunden glänzte und Sprint-Hoffnung Gina Lückenkemper in 22,92 Sekunden über 200 Meter triumphierte, feierten die deutschen Leichtathleten beim 75. Internationalen Stadionfest (Istaf) gleich vier Siege.

Vetter schob sich mit seinem Fast-Neunziger auf Rang zwei der Weltjahresbestenliste hinter Röhler (91,28 Meter). „Ich hätte nicht gedacht, dass ich am Ende der Saison noch mal zu solch einer Leistung fähig bin“, sagte der Olympia-Vierte. „Das war noch längst nicht der perfekte Wurf, da ist noch Luft nach oben.“ Das junge Quartett könnte sich in den nächsten Jahren sowieso zur Speerspitze des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) mausern. Zumal sie sich prächtig verstehen.

Julian Weber startet in den Schuhen des Olympiasiegers

Röhler musste Weber sogar Schuhe und Kleidung ausleihen, weil dessen Gepäck beim Flug abhanden gekommen war. Offenbar sind die Fußstapfen des Olympiasiegers den nationalen Konkurrenten nicht zu groß. Der Thüringer geht damit prächtig um. „Auch wenn wir allein trainieren, tauschen wir uns immer aus. Da gibt es keine Geheimnisse.“ Beim 25-Jährigen war nach drei Wettkämpfen binnen drei Tagen (Zürich, Thum und Berlin) „die Batterie leer“. Er wolle jetzt einfach nur nach Hause und die Tür hinter sich zumachen. Dann nehme er nur noch die Angel in die Hand. „Nächstes Jahr werden wir uns wieder gegenseitig pushen“, versprach Röhler.

Starke Trainingsgruppe in Offenburg

Vetter muss dann in Offenburg bei Bundestrainer Boris Obergföll auf dessen Ehefrau Christina als Trainingspartnerin verzichten. „Nach 15 Jahren ist Schluss. Es war eine geile Zeit“, erklärte die Weltmeisterin von 2013 sowie Olympia-Dritte (2008) und -Zweite (2012). Die 35-jährige Mutter nahm nach ihrem letzten Wurf „unter Tränen“ ihren zweijährigen Sohn Marlon in die Arme, herzte ihren Mann und die Eltern. Dabei hatte sie sich beim Warmmachen noch an der linken Ferse verletzt. Der Physiotherapeut riet gar vom Start ab, weil ein Achillessehnenriss drohte. „Es war alles so emotional. Dass ich meine Karriere mit einem Sieg beenden konnte, macht es umso schöner. Dabei war mir im letzten Jahr nach all der Quälerei der Spaß abhanden gekommen.“ Beim Abtrainieren will sie Vetters Weg unterstützen.


 

Von Peter Stein

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