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Spitzenspiel in Werder: Erster gegen Zweiter

Handball-Oberliga Spitzenspiel in Werder: Erster gegen Zweiter

Das ist das absolute Topspiel der Liga und könnte schon eine Vorentscheidung um den Staffelsieg bringen. Grün-Weiß Werder empfängt in der Handball-Oberliga am Samstag die SG OSF Berlin. Es ist das Duell Erster gegen Zweiter.

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Werders Robin Huntz (M.) in Aktion.

Quelle: foto: Julius frick

Werder. Der Zufall war beim Handball-EM-Finale auf der Seite von Robin Huntz. Der Handballer von Grün-Weiß Werder war mit seinen Mannschaftskollegen Peter Kreuzberger, Phil-Lukas Winter, Niko Harnge und Lucas Appel vor vier Wochen nach Polen gereist, um sich das Spiel Deutschland gegen Spanien (24:17) live anzuschauen. Als gebürtiger Rangsdorfer bastelte er ein Schild mit der Aufschrift „Rangsdorf grüßt den Siebenmeter-Shooter“ und meinte damit Deutschlands Toptorschützen Tobias Reichmann, der ebenfalls aus Rangsdorf stammt. Als er die Dame neben ihm fragte, ob sie das Schild mit hochhalten könne, antwortete diese: „Ich bin Tobias’ Mutter“, und packte mit an. „Das war schon wahnsinnig kurios“, erzählt Huntz.

Der Auftritt des deutschen Überraschungsteam beeindruckte den 21-Jährigen nachhaltig. „Das war schon ein Erlebnis. Deutschland ist total übers Team gekommen, so ähnlich sind wir auch in Werder. Das zeigt, was man zusammen erreichen kann“, sagt der Rückraumspieler. Diese mannschaftliche Geschlossenheit ist am Samstag (18.30 Uhr, Sporthalle Ernst-Haeckel-Gymnasium) gefragt, wenn Tabellenführer Werder den Tabellenzweiten SG OSF Berlin zum Topspiel der Oberliga Ostsee-Spree empfängt.

Werder will den Vorsprung ausbauen

Sieben Punkte haben die Werderaner Vorsprung, allerdings auch zwei Spiele mehr. Mit einem Sieg würden die Grün-Weißen der Meisterschaft ein gutes Stück näher kommen. „Damit habe ich nicht gerechnet, dass wir so weit vorne sind. Aber wir sind, wie jedes Jahr, athletisch sehr gut aufgestellt. Das ist ein wichtiger Punkt, dass wir auch hinten raus noch Luft haben“, erklärt Huntz, der in seiner zweiten Saison für Werder aufläuft und zuvor für den Kooperationspartner VfL Potsdam spielte.

Eine mögliche Meisterschaft geht ihm noch nicht durch den Kopf, „wir im Team haben uns noch gar nicht so stark damit befasst“, gesteht er. Anders sieht das beim Präsidenten aus. Denn ein möglicher Aufstieg würde eine größere Belastung bedeuten – sowohl organisatorisch, als auch finanziell. „Wenn es sportlich geschafft ist, wollen wir es auch machen. Aber es gehören ein paar Rahmenbedingungen dazu, die sind auch mitentscheidend“, sagt Norbert Jäger. Derzeit häufen sich die Besprechungen des Präsidiums. Ursprünglich ging der Verein davon aus, dass er bis zum 15. März die Lizenz für die 3. Liga beantragen muss. Am Mittwoch bekam Jäger dann die Nachricht vom Deutschen Handballbund (DHB), dass dies erst bis zum 15. April notwendig ist. „Das kommt mir entgegen, da wir zu dem Zeitpunkt eine noch klarere Aussage treffen können“, erklärt Jäger.

Die Heimserie soll halten

Diese Entscheidung ist also vertagt, sportlich wird es am heutigen Samstag dafür umso ernster. Das Hinspiel und das Qualifikationsspiel für den DHB-Amateurpokal haben die Werderaner in Berlin jeweils verloren. „Das ist das erste Heimspiel in dieser Saison gegen OSF. Da wir zuhause seit über einem Jahr ungeschlagen sind, wollen wir die Serie natürlich halten“, sagt Robin Huntz. „Robin ist immer stark gewesen und war im Angriff und in der Deckung sehr zuverlässig“, sagt Trainer Silvio Krause über Huntz. Damit ist er der perfekte Teamspieler – nicht erst, seit er sich die Nationalmannschaft angeschaut hat.

Von Stephan Henke

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