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Starke Gladbacher bezwingen müde Frankfurter mit 4:1

Fußball Starke Gladbacher bezwingen müde Frankfurter mit 4:1

Mit der besten Heimsieg-Startserie seit 26 Jahren hat Borussia Mönchengladbach wieder den vierten Tabellenplatz in der Bundesliga erobert. Das 4:1 (2:1) gegen die europa-müde Frankfurter Eintracht war der fünfte Erfolg in der Festung Borussia-Park in dieser Spielzeit.

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Gladbachs Patrick Herrmann jubelt nach dem Treffer zum 3:1 gegen die Frankfurter Eintracht.

Quelle: Marius Becker

Mönchengladbach. Juan Arango (11. Minute), Oscar Wendt (18.), Patrick Herrmann (59.) und Raffael (66.) trafen vor 53 418 Zuschauern für die Gladbacher und weckten Erinnerungen an die Spielzeit vor zwei Jahren, als die Borussia mit Offensivpower auf den vierten Champions-League-Rang gestürmt war.

Die Frankfurter konnten durch ein Tor von Stefan Aigner (15.) nur zwischenzeitlich ausgleichen und erleben das Schicksal der Borussia aus dem Vorjahr. Dem wunderbaren Erlebnis Europa League folgte ein erneuter Rückschlag in der Bundesliga. Nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie rutschte die Eintracht auf Platz 14 und hat nur drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. "Wir hatten in der Europa League extrem viele Spiele zuletzt. Das hat sich heute bemerkbar gemacht", sagte Eintracht-Torwart Kevin Trapp.

"Spielerisch haben wir das gut gemacht, viel Ballbesitz, viel Spielanteile. Es war okay", sagte Borussia-Coach Lucien Favre dem TV-Sender Sky, warnte aber auch: "Wir müssen ganz am Boden bleiben." Mehr als fünf Heimsiege zum Saisonstart hatte die Borussia letztmals 1987 geschafft. Wermutstropfen war, dass in Roel Brouwers (77.) schon wieder ein Innenverteidiger verletzt raus musste.

Im strömenden Regen setzten beide Mannschaften auf Offensive. Sebastian Rode konnte nach zehn Minuten Jungnationalspieler Max Kruse nur mit einem Foul stoppen. Arango zirkelte den Freistoß aus gut 20 Metern gekonnt zu seinem dritten Saisontreffer ins Eintracht-Tor. Trapp monierte, dass Stürmer Miroslav Kadlec in der Mauer nicht hochgesprungen war.

Gladbachs in Abwesenheit von vier potenziellen Innenverteidigern personell arg modifizierte Defensive geriet wenige Minuten später in den Blickpunkt. Aigner fing Marc-André ter Stegens Abschlag ab, passte auf Alexander Meier, der spielte Kadlec frei. Der Tscheche wurde von ter Stegen gefoult, doch Aigner schoss ein. 311 Minuten war die Eintracht zuvor ohne Treffer gegen Gladbach gewesen. Referee Felix Zwayer erkannte das Tor völlig zurecht an, hätte ter Stegen aber für dessen hinfällig gewordenes Foul dennoch verwarnen müssen.

Viel Zeit zum Nachdenken über die ungewöhnliche Szene blieb nicht, denn Gladbach legte wieder nach. Wendt flitzte unbehelligt durch die Eintracht-Abwehr, sein Flachschuss rutschte Trapp über die Hände ins Tor. Die Borussia beherrschte nun das Geschehen und hatte Pech, dass Zwayer zweimal fälschlicherweise auf Abseits erkannte und Chancen von Raffael und Herrmann (36.) verhinderte.

Die Frankfurter fielen durch einige harte Fouls auf. In ihrem Spiel fehlte die konstruktive Linie. Trainer Armin Veh reagierte und brachte Johannes Flum für Marco Russ (39.), der sich zuvor einen krassen Fehlpass erlaubt hatte und hadernd auf der Bank Platz nahm. Ein Kopfball von Kadlec (43.) blieb die einzige Chance vor der Pause.

Das erste Ausrufezeichen des zweiten Abschnitts setzte Julian Korb (46.), der erstmals in der Startelf stand, und einen mutigen Schuss über das Tor setzte. Hauchdünn strich ein Schuss von Granit Xhaka (59.) am Eintracht-Gehäuse vorbei. Eine Minute später ließen die Frankfurter Herrmann entwischen. Der 22-Jährige ließ sich die Chance zu seinem zweiten Saisontreffer nicht nehmen. Als Raffael kurz darauf nachlegte, war die Partie endgültig entschieden.

dpa

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