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Starke Potsdamerin wird Triathlon-Dritte

Laura Lindemann Starke Potsdamerin wird Triathlon-Dritte

Die Potsdamerin Laura Lindemann wird beim Triathlon in Hamburg sensationell Dritte. Das erste Podium in der WM-Serie kam für die Abiturientin überraschend – zumal die Vorbereitung nicht perfekt war. Denn einen Tag vor dem Rennen traf sie Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin für ein Interview.

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Im Zielsprint auf Platz drei: Laura Lindemann ließ in Hamburg die US-Amerikanerin Katie Zaferes hinter sich.

Quelle: dpa

Hamburg. Dieses Wochenende wird Laura Lindemann so schnell wohl nicht vergessen. Beim Triathlon in Hamburg, Teil der Weltmeisterschafts-Serie (WTS) und zugleich größter Triathlon der Welt, rannte die 21-Jährige überraschend auf Rang drei. „Es ist immer noch schwierig zu realisieren. Besser kann ich es mir gar nicht vorstellen. Mein erstes WTS-Podium und dann auch noch in Hamburg“, freute sich die Potsdamerin über ihren sensationellen Lauf.

Dabei war der Tag vor dem Rennen nicht unbedingt optimal für die Vorbereitung. Das Ausnahmetalent, das vor drei Wochen auch die Heim-EM in Düsseldorf gewonnen hatte, traf am Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin für ein Interview. „Ich bin morgens von Hamburg nach Berlin mit dem Zug gefahren, dort ein bisschen Rad gefahren, dann hatten wir das Gespräch. Anschließend bin ich direkt wieder nach Hamburg und war dann noch Schwimmen. Das war alles schon ein bisschen stressig“, erzählt die Rio-Olympiateilnehmerin.

Am Freitag traf Laura Lindemann Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Interview

Am Freitag traf Laura Lindemann Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Interview.

Quelle: Patrik Metzger

Smalltalk mit der Kanzlerin

Das Interview führte sie für den Podcast der Bundeskanzlerin, die Deutsche Triathlon Union (DTU) hatte das Gespräch vermittelt. „Ich habe fünf Minuten meine Fragen gestellt und davor und danach hatten wir ein bisschen Smalltalk. Das hat zusammen vielleicht zehn Minuten gedauert. Ich war schon aufgeregt, das war schon ein bisschen eine andere Situation. Aber sie war sehr nett und schien mir interessiert am Triathlon“, erzählt Lindemann. Über den Brief an die Kanzlerin, den sie vor einem Jahr wegen ihrer vorläufigen Olympia-Nichtnominierung für Rio geschrieben hatte, sprachen sie dagegen nicht.

Mit der Weltspitze aus dem Wasser

Bei ihren derzeitig konstant starken Leistungen scheint eine Olympianominierung in drei Jahren Formsache und ein Brief somit unnötig. „Das Rennen war fantastisch von Laura. Vor allem muss man sagen, dass es ihr erstmals gelungen ist, mit der Weltspitze der Frauen aus dem Wasser zu kommen. Beim Wechsel hat sie etwas Glück gehabt. Und beim Radfahren hat sie das gemacht was sie kann, ist blickig und clever gewesen. Sie ist jetzt erstmals in der Weltspitze angekommen“, sagt ihr Potsdamer Heim-Trainer Ron Schmidt, der zugleich auch U23-Bundestrainer ist.

Auch Lindemann war mit dem Rennen über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) überaus zufrieden. „Ich habe natürlich nicht direkt mit einem Podiumsplatz gerechnet. Es war alles optimal“, sagte die Sportschülerin. „Ich habe 100 Prozent gegeben, mehr ging nicht. Ich bin einfach überwältigt.“ Im Zielsprint hatte sie der US-Amerikanerin Katie Zaferes keine Chance gelassen. „Ich versuche mir im Rennen zu sagen: Du kannst sprinten, du hast damit schon Gegner abgestellt, das motiviert“, erzählt sie – mit Erfolg.

Von Stephan Henke

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