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Starker Auftakt trotz Niederlage für SC Potsdam

Volleyball, SC Potsdam Starker Auftakt trotz Niederlage für SC Potsdam

Tolle Stimmung, tolles Spiel, aber leider keine Punkte für den SC Potsdam. Zum Auftakt der Bundesliga unterlagen die Volleyballerinnen dem Rekordmeister Schweriner SC zwar glatt mit 0:3, aber es war ein Duell auf Augenhöhe.

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Marta Drpa war Potsdams beste Spielerin.

Quelle: Foto : Bernd Gartenschläger

Potsdam. Beim Stand von 19:22 im dritten Satz zog Trainer Davide Carli seine letzten Joker, brachte Ann-Marie Knauf im Zuspiel und Kimberly Drewniok im Diagonalangriff. Doch der SC Potsdam war an diesem Samstagabend nicht mit Fortuna im Bunde. Nach großem Kampf unterlag der Gastgeber zum Auftakt der Volleyball-Bundesliga vor 1578 begeisterten Zuschauern in der MBS-Arena gegen den Schweriner SC mit 0:3 (23:25, 23:25, 23:25). Dass alle drei Sätze auf des Messers Schneide standen, war Beleg genug für die Spannung. Den Gastgeberinnen fehlte stets ein Quäntchen – auch vom Glück. Da half sogar das kräftige Daumendrücken von Box-Weltmeisterin Ramona Kühne aus Rangsdorf nicht, die vorab die Münze für die Seitenwahl warf und am 5. November in der MBS-Arena wieder in den Ring klettert.

Potsdam bringt Führung im zweiten Satz nicht durch

„Wir waren immer dran, nur der letzte Punkt hat gefehlt, nur ein Touch mehr und...“, haderte und gestikulierte Chefcoach Carli nach dem emotionalen Match gegen seinen Ex-Verein. „Die Mannschaft hat immer gekämpft, deshalb bin ich mit der Leistung zufrieden.“ Selbst sein ehemaliger Chef, Gäste-Trainer Felix Koslowski, gab zu: „Potsdam hätte mindestens einen Satzgewinn verdient gehabt. Wir haben weniger Fehler gemacht.“

Carli bot bei seiner Bundesliga-Premiere Diagonalangreiferin Marta Drpa, Rosi Acosta und Ljubica Kecman auf Außen, Ivona Svobodnikova und Wiebke Silge im Mittelblock, Denise Imoudu im Zuspiel im ersten Sechser plus Libera Lisa Rühl auf. Trotz vieler Aufschlagfehler auf beiden Seiten entwickelte sich eine für den Saisonstart auf beachtlichem Niveau stehende Partie, in der Rekordmeister Schwerin stets in der Schlussphase der Sätze – leider auch dank unglücklicher Schiri-Entscheidungen – in Vorteil geriet. Im zweiten Satz führte Potsdam lange (10:5 und 18:14), ehe die Mecklenburgerinnen beim 23:22 erstmals in Führung lagen. Carli wechselte viel durch, brachte seinen gesamten zwölfköpfigen Kader zum Einsatz.

Kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen

Kapitän Lisa Rühl meinte im Zwiespalt der Gefühle: „0:3 – so schlecht waren wir nicht. Schwerin war kein Nullachtfünfzehn-Gegner. Wir haben gut gegengehalten. Wir müssen jetzt nicht die Köpfe hängen lassen.“ Und „Joker“ Ann-Marie Knauf schätzte ein: „Unser Spiel hat schon ganz gut funktioniert. Wir waren ja immer knapp dran. Deshalb müssen wir jetzt nicht traurig sein, sondern müssen weiter arbeiten.“ Carli lobte auch das Publikum: „Es war eine super Atmosphäre in der Halle. Ich hoffe, nächsten Sonntag gegen Wiesbaden kommen alle wieder.“

Von Peter Stein

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