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Stelldichein der Weltmeister beim Istaf

Leichtathletik Stelldichein der Weltmeister beim Istaf

Beim 74. Internationalen Stadionfest in Berlin trifft sich die Elite der Leichtathletik. Sechs Weltmeister aus Peking treten im Olympiastadion an, darunter auch die deutschen Goldmedaillengewinnerinnen Christina Schwanitz (Kugelstoßen) und Katharina Molitor (Speerwerfen). Im Stabhochsprung kommt es zum Treffen der Superstars.

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In Berlin dabei: Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause.

Quelle: dpa

Berlin. Völlig regungslos starrte sie auf den Bildschirm, auf dem der Gänsehaut-Moment ihres überraschenden Bronzemedaillengewinns in der vorigen Woche bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking noch einmal gezeigt wurde; als könnte sie es immer noch nicht fassen.

Bei der Pressekonferenz zum Internationalen Stadionfest (Istaf) am Freitag auf dem Messegelände Berlin war die WM-Dritte im 3000 Meter Hindernisrennen Gesa Felicitas Krause (Frankfurt/Main) neben Diskuswurfweltmeister Piotr Malachowski aus Polen und Stabhochsprung-Weltmeister Shawnacy Barber aus Kanada einer der Stars. „Ich freue mich über den ganzen Zuspruch, den ich nach der WM bekommen habe“, sagte sie dann aber doch mit einem Lächeln im Gesicht. Am Sonntag will sie ihre Istaf-Premiere feiern und über 2000 Meter Hindernis noch einmal eine sehr gute Leistung bringen. „Ich stehe nicht unter Druck, ich habe diese Saison schon optimale Leistungen gebracht, aber ich will den deutschen Rekord angreifen.“ Den hatte sie im Mai diesen Jahres selbst aufgestellt und damit die Cottbuser Europameisterin Antje Möldner-Schmidt von der Spitze verdrängt. Krause geht selbstbewusst in das Rennen und will wieder „vorne mitmischen“.

Neben der Frankfurterin werden auch sechs Weltmeister aus Peking und sieben der acht deutschen Medaillengewinner im Berliner Olympiastadion dabei sein. Die Weltmeisterinnen Christina Schwanitz, die ihren Titel im Kugelstoßen gewann, und Speerwerferin Katharina Molitor werden antreten, um ihre Nummer eins zu verteidigen.

Seeber: „Wir haben dieses Jahr das stärkste Stabhochspringerfeld“

Meetingsdirektor Martin Seeber erklärte, dass es beim Istaf vor allem darum geht, „die besten deutschen Athleten gegen die besten Athleten der Welt antreten zu lassen“. Eines der Highlights wird wohl das Stabhochspringen der Männer werden. „Wir haben dieses Jahr das stärkste Stabhochspringerfeld, das wir jemals hatten“, verkündet Seeber stolz.

Der deutsche Vizeweltmeister im Stabhochsprung, Raphael Holzdeppe, tritt unter anderem gegen den Weltmeister Shawnacy Barber sowie die drei drittplatzierten Renaud Lavillenie (Frankreich), Piotr Lisek und Pawel Wojciechowski (beide Polen) an und hat die Chance, Revanche zu nehmen. Frisch aus Peking angereist, sei er mit dem Kopf noch nicht wieder richtig angekommen. Er ist motiviert und will gewinnen: „Ein Sieg beim Istaf fehlt mir noch in meiner Vita“, meinte Holzdeppe grinsend. Er freut sich auf die Stimmung im Stadion, die ihn antreibt: „Spätestens wenn man da unten steht und die Zuschauer feuern einen an, spürt man das Adrenalin.“ Dass es hier nicht um einen Weltmeisterschaftstitel geht, mindere seine Motivation nicht, er wolle immer sein Bestes geben.

Auch Diskus-Weltmeister Piotr Malachowski rechnet sich gute Chancen aus, zumal Robert Harting verletzt ausfällt. „Ich drücke die Daumen, dass es ihm bald wieder besser geht“, erklärte der Pole, der sich vorgenommen hat, über 70 Meter zu werfen und damit weiter als in Peking.

Von Laura Bertram

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