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Symbiose zwischen Füchsen und Adlern

Handball, Bundesliga, 3. Liga Symbiose zwischen Füchsen und Adlern

Der Berliner Handball-Bundesligist hat das traditionelle Vorbereitungsduell beim VfL Potsdam für sich entschieden. Der Favorit setzte sich am Sonntag mit 38:25 (16:9) vor 1350 Zuschauern in der MBS Arena am Luftschiffhafen gegen das runderneuerte Potsdamer Ensemble durch. Gewonnen hatten am Ende aber nicht nur die Füchse.

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Quelle: foto: Julius frick

Potsdam. Applaus prasselte durch die Arena, als sich Petar Nenadic nach einer Verletzungsunterbrechung wieder vom Parkett erhoben hatte: Zur allgemeinen Erleichterung des Publikums konnte der Profi des Handball-Erstligisten Füchse Berlin die Partie wenig später fortsetzen. Eine Szene, die den Charakter des Testspiels am Sonntag zwischen dem deutschen Spitzenclub aus Berlin und dem Drittligisten 1. VfL Potsdam gestern in der MBS Arena gut widerspiegelte: Den Test in einer entspannten, freundschaftlichen Atmosphäre entschied der Bundesligist mit 38:25 (16:9) vor 1350 Zuschauern für sich, gewonnen hatte am Ende aber auch der Handball.

„Es hat wieder Spaß gemacht, hier zu spielen, die Atmosphäre war perfekt und diese Begegnung ist auch wichtig für unseren Sport in der Region“, befand Nationaltorhüter Silvio Heinevetter nach dem Duell, das inzwischen zur VfL-Saisonvorbereitung gehört wie der Klister an den Ball.

Die Symbiose zwischen den Füchsen und den Potsdamer Adlern hatte auch gestern wieder funktioniert – im Wettstreit der Sportarten der Metropolregion können sich beide mit einem Schulterschluss deutlich besser positionieren. „Die Füchse und der 1. VfL sind hier sehr wichtige Aushängeschilder“, befand Füchse-Manager Bob Hanning. Alexander Haase, sportlicher Leiter in Potsdam, urteilte: „Das Spiel gegen unseren Kooperationspartner ist eine feste Komponente im Spielplan des VfL.“

Auf dem Parkett hatte sich schnell ein abwechslungsreiches Spiel entwickelt, in dem die Bundesligaprofis auch im Freundschaftsspiel-Modus durch ihre Qualität begeisterten: Vor allem Auswahlstar Fabian Wiede, der seine Laufbahn in Bad Belzig begonnen hatte, schien bei manch einer Aktion Raum und Zeit außer Kraft zu setzen. No-Look-Pässe, trickreiche Zuspiele – der fehlende Wettkampfdruck ermöglichte manch eine Finesse. Am Ende hatten die Füchse, die erst vor wenigen Tagen mit der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit begonnen hatten, einen souveränen Sieg mit 13 Toren Vorsprung erkämpft.

„Es ist immer wieder schön, nach dem Sommer in einer vollen Arena gegen die Füchse zu spielen“, sagte VfL-Akteur Jan Piske nach dem Schlusspfiff, „als Spieler stößt man da manchmal an seine Grenzen, aber ich denke, es hat schon einiges gut geklappt, das wir uns erarbeitet haben.“ Neben dem Duell auf dem Parkett hatte es ein buntes Rahmen-Programm am Luftschiffhafen gegeben, beim Kinder- und Familienfest gab es beispielsweise eine Wurfgeschwindigkeits-Messanlage und Bundesliga-Profis zum Anfassen. Auch Starkeeper Heinevetter beispielsweise gab nach der Partie noch Autogramme. Die Maskottchen beider Vereine sorgten auch während der Begegnung für Stimmung.

Der launige Schlusspunkt eines arbeitsreichen und schweißtreibenden Wochenendes beim Potsdamer Team, dass in der kommenden Saison erneut in der Nordstaffel der dritten Liga antreten wird und das zuvor in Trebbin ein Trainingslager abgehalten hatte. VfL-Trainer Daniel Deutsch befand nach der Partie am Sonntagnachmittag: „Ich ziehe ein positives Fazit. Das Spiel, das schon Tradition ist, ist eine schöne Sache. Man hat bei uns Ansätze gesehen. Wir haben uns bisher auf die Defensivarbeit konzentriert und wollen versuchen, noch aktiver zu verteidigen.“

Den Trainingsauftakt hatte der VfL vor zwei Wochen vollzogen, in diesem Sommer wurde ein personeller Umbruch vollzogen. Sieben Abgängen stehen sieben Neue gegenüber. Auch Deutsch, der auf Jens Deffke folgte, trägt erstmals an der Seitenlinie die sportliche Verantwortung. Für die Fans gab es gestern auch die Möglichkeit, das runderneuerte Ensemble im Einsatz zu sehen. Manch ein Zuschauer war sogar extra aus Rangsdorf gekommen, dem Heimatort von Robin Huntz, der aus Werder zurückgekehrt ist. Das Kommen hatte sich gelohnt.

Von Lars Sittig

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