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Talent Sophie Pilz mit starkem Endspurt

Triathlon-Bundesliga Talent Sophie Pilz mit starkem Endspurt

Potsdams Triathleten haben die Bundesliga-Saison erfolgreich beendet. Die Männer wurden Vizemeister, die Frauen Vierte. Zum Team gehörte auch das erst 18 Jahre alte Talent Sophie Pilz.

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Sophie Pilz (Nr. 23) fährt beim Bundesliga-Finale der Triathleten in der Spitzengruppe durch die Altstadt von Tübingen.

Quelle: foto: Joseph Kleindl

Potsdam. Zu welchem Nagellackfläschchen Sophie Pilz greift, hängt von ihrem Rennkalender ab. „Für deutsche Meisterschaften nehmen wir Rot für Brandenburg, für die Bundesliga Grün. Das ist schon wie ein Ritual bei uns“, erzählt die Triathletin über die Vorbereitungen ihres Teams auf die verschiedenen Wettkämpfe. Aktuell trägt sie Grün, die Farbe ihres Vereins Triathlon Potsdam, für den sie am vergangenen Wochenende im Bundesliga-Finale gemeinsam mit Deborah Lynch (5. Platz), Leah Stanley (11.) und Suse Werner (24.) in Tübingen gestartet ist. Die 18-Jährige wurde 22., „das war mein bestes Bundesliga-Ergebnis“, erzählt sie.

Damit schafften die Potsdamer Damen in der Gesamtwertung Rang vier. „Wir können damit super zufrieden sein“, bilanziert Trainer Ron Schmidt. Denn Teams wie Serienmeister Buschhütten setzen auf ausländische Stars, während die Potsdamer meist mit ihren eigenen Talenten antreten. So wie Sophie Pilz, die in Tübingen insbesondere im Schwimmen und Radfahren imponierte, wo sie jeweils mit der Spitzengruppe mithalten konnte. „Tübingen war bis zum Laufen das Highlight der Saison“, erzählt die Potsdamer Sportschülerin. Dann musste sie allerdings der harten Laufstrecke Tribut zollen, „gefühlt ging es zwei Drittel der Strecke bergauf“, berichtet Schmidt.

Der Coach hat Sophie Pilz seit 2013 unter seinen Fittichen, als die in Flöha (Sachsen) geborene Triathletin von der Sportschule Leipzig nach Potsdam wechselte. „Die Bedingungen sind in Potsdam einfach sehr viel besser“, begründet sie den Schritt. Seither hat sie sich kontinuierlich gesteigert. „In Leipzig haben wir eigentlich nur die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen einzeln trainiert. In Potsdam trainieren wir auch viel Athletik und Kraft, spielen Wasserball, Fußball oder gehen Boxen“, erzählt sie.

Diese neuen Reize benötigte gerade Sophie Pilz, die schon im Alter von acht Jahren mit dem Triathlon begann. „Weil sie schon seit zehn Jahren Ausdauersport betreibt, reagiert sie ganz anders auf diese neuen Reize“, erklärt ihr Trainer, der von ihr insbesondere mehr Härte im Laufen einfordert.

Die bewies in Tübingen die Potsdamer Männermannschaft. Durch die Top-Ten-Platzierungen von Jesús Gomar (7.), Pablo Dapena González (9.) sowie Ognjen Stojanovic (10.) und den 41. Rang von Stefan Konrad schafften die Potsdamer sogar noch den Sprung auf Tabellenplatz zwei. „Mehr geht nicht, das war absolut top“, freut sich Schmidt über das Ergebnis der Männer, die sich nur Buschhütten geschlagen geben mussten. Dabei verzichtete der Trainer auf den Einsatz der absoluten Leistungsträger Lasse Lührs (Junioren-Europameister) sowie Laura Lindemann (Deutsche Meisterin, Junioren-Welt- und Europameisterin) bei den Damen.

Deren Fokus liegt bereits auf den Junioren-Weltmeisterschaften im September. „Es wäre ein absoluter Wunschtraum irgendwann dort zu starten“, sagt Sophie Pilz. Ein Highlight steht für sie allerdings schon heute an: In Tiszaujvaros (Ungarn) nimmt sie erstmals am Weltcup teil – dort wird Triathlon eine Woche lang gefeiert.

Von Stephan Henke

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