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Tennis-Star Scharapowa für zwei Jahre gesperrt

Tennis Tennis-Star Scharapowa für zwei Jahre gesperrt

Maria Scharapowa hatte sich trotz ihres positiven Dopingbefunds Hoffnungen auf einen Start bei den Olympischen Spielen in Rio gemacht. Nun ist der russische Tennis-Star für zwei Jahre gesperrt.

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Maria Scharapowa ist mit einer Sperre von zwei Jahren belegt worden.

Quelle: Mike Nelson

London. Keine Gnade für Maria Scharapowa: Die russische Weltklasse-Tennisspielerin Maria Scharapowa ist nach ihrem positiven Dopingbefund mit einer zweijährigen Sperre bestraft worden. Das gab der Tennis-Weltverband ITF bekannt und hatte mit seinem Aushängeschild nur wenig Nachsicht.

Scharapowa will das "ungerechte, harte" Urteil aber nicht akzeptieren und kündigte den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS an. "Ich werde dafür kämpfen, so schnell wie möglich auf den Tennisplatz zurückzukehren", schrieb die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin auf ihrer Facebook-Seite.

Ihr Traum von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro und die Hoffnung auf Olympia-Gold ist jedoch erst einmal dahin. Die Sperre ist nach Angaben der ITF rückwirkend vom 26. Januar 2016 an gültig.

Die frühere Weltranglisten-Erste war bereits in den vergangenen Monaten suspendiert. Anfang März hatte die 29-Jährige auf einer Pressekonferenz öffentlich gemacht, dass sie im Januar bei den Australian Open in Melbourne positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet worden war. Die WADA hatte das Mittel zum 1. Januar 2016 auf die Dopingliste gesetzt. Es handelt sich bei Meldonium um ein Herzmedikament, das auch die Regeneration verbessern soll.

Russlands Sportminister Witali Mutko sprach nun von einem bedauerlichen Urteil. Allerdings habe Scharapowa die Einnahme von Meldonium selbst eingeräumt. "Daher wurden mildernde Umstände berücksichtigt", sagte Mutko der Agentur Tass zufolge. Laut ITF- und WADA-Reglement wäre auch eine vierjährige Sperre möglich gewesen, was der Verband ebenfalls anführte.

Russlands Tennisverband sagte Scharapowa seine Unterstützung beim Kampf um eine kürzere Sperre zu. "Da sie die Meldonium-Einnahme nach dem 1. Januar eingeräumt hat, ist eine vollständige Aufhebung der Disqualifizierung unmöglich. Aber eine Verringerung scheint denkbar - zumal, wenn man ihr tadelloses Verhalten und das der Ärzte berücksichtigt", sagte Verbandspräsident Schamil Tarpischtschew.

Scharapowa hatte sich zuletzt Hoffnung auf einen Freispruch machen dürfen. Im April hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) mit Grenzwerten auf die verbotene Substanz Meldonium eine fragwürdige Rolle rückwärts vollzogen. Die WADA hatte ihre Regularien in Bezug auf Meldonium gelockert und akzeptiert in Proben vor dem 1. März 2016 eine Konzentration von bis zu einem Mikrogramm pro Milliliter. Die Werte in Scharapowas Tests sprechen "eine deutliche Sprache", sagte der designierte WADA-Chef Olivier Niggli.

Bei Scharapowa liegt der Fall anders. Die Russin hatte die Schreiben der WADA und der ITF Ende vergangenen Jahres nicht beachtet, wonach Meldonium auf die Dopingliste gesetzt wurde. Scharapowa hatte am 7. März ihren Fehler eingeräumt und angekündigt: "Ich will meine Karriere nicht so beenden. Ich hoffe, dass ich eine weitere Chance bekomme." Die 29-Jährige gilt als die reichste Sportlerin der Welt und ist eine von nur zehn Tennis-Spielerinnen, die jedes Grand-Slam-Turnier einmal gewonnen hat.

Bisher hatte es 173 positiven Proben auf das in der Wirkung umstrittene Herzmedikament gegeben. Vor allem Athleten aus Russland und anderen osteuropäischen Ländern sind betroffen. Es sind aber bereits vorläufig verhängte Sperren von 14 Athleten aus Russland und Georgien wieder aufgehoben worden. Darunter ist auch die viermalige Schwimm-Weltmeisterin und Olympia-Dritte von 2012 Julija Jefimowa aus Russland.

dpa

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