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Ter Stegen will bei Liga-Debüt Skeptiker überzeugen

Fußball Ter Stegen will bei Liga-Debüt Skeptiker überzeugen

Marc-André ter Stegen trägt die Rückennummer eins. Trotz seines wichtigen Beitrags beim Gewinn der Champions League und des Pokals in der vorigen Saison ist er beim FC Barcelona nicht unumstritten. Jetzt kommt der Ex-Gladbacher erstmals in der Liga zum Einsatz.

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Keeper Marc Andre ter Stegen kommt beim FC Barcelona gegen Atlético Madrid zum Einsatz.

Quelle: Toni Albir

Barcelona. Nach zwölfeinhalb Jahren kommt am Samstag beim FC Barcelona erstmals wieder ein Deutscher in der spanischen Fußball-Liga zum Einsatz.

National-Torhüter Marc André ter Stegen feiert in der Partie beim Titelkonkurrenten Atlético Madrid ein Jahr nach seinem Wechsel zu den Katalanen sein Debüt in der Primera División. Im März 2003 hatte Torwart Robert Enke als letzter Deutscher in der Liga für Barça gespielt.

Für ter Stegen geht es im Estadio Vicente Calderón aber nicht um Statistik, sondern um eine große Chance: Der 23 Jahre alte frühere Gladbacher will die Skeptiker überzeugen und zur kompletten Nummer eins im Kasten des Champions-League-Siegers aufsteigen.

"Das ist die Feuerprobe für ter Stegen", befand dieser Tage auch die Sportzeitung "Mundo Deportivo", so etwas wie ein Hausblatt des Clubs. Claudio Bravo, seit Sommer 2014 Liga-Stammkeeper, hatte sich im Training Anfang der Woche eine Verletzung am linken Unterschenkel zugezogen und muss rund vier Wochen zuschauen.

"Ein harter Schlag für uns", sagte am Donnerstag Gerard Piqué. Die Worte des Abwehrspielers lassen erahnen, dass der Chilene (32) nicht nur von Medien, sondern auch teamintern sehr respektiert wird.

Dabei war ter Stegen im vorigen Sommer nach dem Weggang von Clubidol Víctor Valdés für zwölf Millionen Euro eigentlich als neue Nummer eins geholt worden. Darauf deutet auch die "1" auf der Rückseite seines Trikots hin. Doch eine Blessur am Lendenwirbel warf ihn im August 2014 zurück. Bravo behielt in den ersten acht Liga-Spielen eine weiße Weste, hielt dann auch weiter prächtig und war am Ende mit den wenigsten Gegentoren (19) Garant des Titelgewinns.

Es stimmt zwar, dass ter Stegen bei den Triumphen im Pokal und in der europäischen Königsklasse kaum schlechter aussah als Bravo in der Liga und in insgesamt 18 Begegnungen nur 17 Tore kassierte. Nach Bodo Illgner, Stefan Klos, seinem großen Vorbild Oliver Kahn und Manuel Neuer war er der fünfte deutsche Torhüter, der die Champions League gewann. "Er hat die Anlagen, um Bester der Welt zu werden", lobte kein Geringerer als Kollege Lionel Messi.

Der Aufstieg zur Nummer eins schien nahe - doch dann kam der Sommer, und der ist offenbar nicht die beste Jahreszeit für ter Stegen. Während Bravo mit Chile die Copa América gewann, machte der Deutsche in Testspielen nicht immer eine gute Figur. Aber es sollte noch schlimmer kommen: Im UEFA-Supercup gegen Sevilla (5:4) und im Final-Hinspiel des spanischen Supercups bei Athletic Bilbao (0:4) musste er gleich achtmal den Ball aus dem Netz holen.

Dass er nur relativ selten spielt, ist eine Situation, mit der der ehrgeizige ter Stegen nur schwer leben kann. Und das sagt er auch offen: Er wolle die absolute Nummer eins sein und so oft wie möglich spielen, sagte er jüngst. Bravo versicherte unterdessen einem Radiosender seiner Heimat, ter Stegen bereite ihm "überhaupt keine Sorgen". Der Deutsche hofft, dass sich das nach den Duell der beiden Titelaspiranten, die anders als Rekordmeister Real Madrid nach zwei Runden noch verlustpunktfrei sind, ändern wird.

dpa

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