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Toreschießen statt Laufen: Pauline Bremer reift in Lyon

Fußball Toreschießen statt Laufen: Pauline Bremer reift in Lyon

Pauline Bremer ist ein Juwel im deutschen Frauenfußball. Mit 19 Jahren spielt sie bereits beim zweimaligen Champions-League-Sieger Olympique Lyon. In der Nationalmannschaft will sie am Dienstag in Kroatien wieder auf Torejagd gehen.

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Deutschlands Pauline Bremer (l) kämpft gegen die Ungarin Szabina Talosi um den Ball.

Quelle: Hendrik Schmidt

Zagreb. Erster Startelf-Einsatz, erste Tore - für Pauline Bremer hätte der Neustart der deutschen Fußballfrauen nach dem enttäuschenden vierten WM-Platz nicht besser laufen können.

Dementsprechend zufrieden präsentierte sich die 19-Jährige nach dem 12:0-Kantersieg der Nationalmannschaft gegen Ungarn. Dreimal traf die Angreiferin am Freitag in Halle beim Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft. Sie wollte daraus aber keine Bedingungen für das zweite Qualispiel am Dienstag gegen Kroatien ableiten. Um 18.00 Uhr ist Anpfiff für das DFB-Team in Zagreb.

"Ob ich gegen Kroatien wieder von Beginn an dabei bin, entscheiden allein die Trainerinnen. Ich bin noch jung und habe da keine Ansprüche zu stellen", meinte Bremer bescheiden, um hinzuzufügen: "Ich muss noch viel lernen." Das kann die Fußballerin, die aus Ossenfeld stammt und bei der SVG Göttingen 07 fußballerisch großgeworden ist, seit Sommer beim französischen Serienmeister Olympique Lyon. Dorthin wechselte sie nach drei Jahren beim 1. FFC Turbine Potsdam.

"Ich habe mich in Lyon toll eingelebt. Das Team ist technisch versiert und hat viele internationale Topspielerinnen. Da kann ich jeden Tag sehen, woran ich noch arbeiten muss", berichtet Bremer begeistert. Das Training sei sehr intensiv. "Es wird aber nicht so viel gelaufen wie in Potsdam", sagt die 1,70 Meter große Stürmerin mit einem leichten Grinsen.

Dass sie unmittelbar nach dem Abitur schon ins Ausland wechselt, wurde kritisch gesehen. Doch es gehört zu Bremers Mentalität, immer wieder neue Herausforderungen zu suchen, um sich zu entwickeln. Unterordnen ja, Duckmäusern nein, könnte man ihre Einstellung zur Karriere beschreiben. Und so ist es nur natürlich, dass sie bei ihren Einsätzen im Starensemble keine Berührungsängste hat, für ihre namhaften Kolleginnen Tore vorlegt, aber auch welche erzielt.

Und das bringt sie nun auch in die Nationalmannschaft ein. "Sie hat in den paar Wochen in Lyon einen weiteren Schritt nach vorn gemacht, besonders in Sachen Technik hat sie sich weiterentwickelt", sagt Bundestrainerin Silvia Neid. "Das finde ich Klasse und hoffe, dass es so weiter geht", erklärt die Trainerin, die sich von der "Deutschen Nachwuchsspielerin 2015" nun sogar beraten lässt. "Sie erkundigt sich schon, wie wir trainieren. Es ist ähnlich wie in der Nationalmannschaft, aber das eine oder andere habe ich schon eingebracht", bemerkt Bremer.

dpa

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