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Torhüter Petr Stochl mit 40 Jahren besser denn je

Handball, Füchse Berlin Torhüter Petr Stochl mit 40 Jahren besser denn je

Am kommenden Wochenende beginnt die neue Saison in der Handball-Bundesliga. Die Füchse Berlin setzen dabei wieder auf ihr bewährtes Torwart-Duo Petr Stochl und Silvio Heinevetter.

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Silvio Heinevetter (l.) und Petr Stochl verstehen sich gut.

Quelle: foto: julian stähle

Potsdam. Petr Stochl ist eine Legende bei den Füchsen Berlin. Das Trikot des Torhüters hängt unter dem Dach der Max-Schmeling-Halle. Eine Ehre, die nur wenige haben. Seit zehn Jahren steht der Tscheche im Tor des Handball-Bundesligisten. Er ist mit Abstand der dienstälteste Profi beim Hauptstadtklub. Als Stochl kam, spielten die Füchse noch in der 2. Bundesliga. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so lange wird. Aber ich mag sowas, ich habe nicht in vielen Vereinen gespielt. Auch die Entwicklung des Vereins hätte ich nicht erwartet.“

Stochl ist mit den Füchsen aufgestiegen, hat den deutschen Pokal, den EHF-Cup und die Klub-WM gewonnen. Und er wird mit dem Alter offenbar besser. In der vergangenen Spielzeit löste er seinen internen Kontrahenten Silvio Heinevetter sogar als Nummer eins ab.

Der Trainer entscheidet, wer im Tor steht

Auch in der neuen Saison, die Freitag (19.45 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar beginnt, will Stochl seinen Platz behaupten. „Da müssen Sie den Trainer fragen, wer spielt“, sagte er am Dienstagabend nach dem 41:29-Erfolg beim Drittligisten VfL Potsdam diplomatisch. „Ein gutes Team braucht zwei starke Torhüter. Wechsel sind normal.“ Heinevetter ruht sich weder auf seiner Olympia-Bronzemedaille noch auf seiner Jugend aus. Der 31-Jährige sagt über den Konkurrenzkampf: „Petr und ich haben eine super Partnerschaft. Das Alter ist nicht so entscheidend. Fitness ist die Hauptsache.“

Trotz seiner 40 Jahre ist Stochl topfit, lässt sich spielend einfach in den Spagat fallen. Sein erster Trainer in Pilsen war ein Gymnastik-Liebhaber. Von dessen Übungen profitiert er noch heute. „Ich bin seit 30 Jahren so beweglich.“ Die Anlagen hat Stochl wohl im Blut. Der Großvater war Fußballtorwart, der Vater Eishockeytorhüter. Allerdings werde es zunehmend schwerer, die körperliche Flexibilität zu halten. Stochl muss mehr investieren, er nimmt sich deutlich mehr Zeit für die Erwärmung, ist stets als Erster in der Halle. Er achtet darauf, dass er ausreichend Schlaf bekommt. Außerdem hatte er Glück, dass er in seiner Karriere von schweren Verletzungen verschont geblieben ist. Vielleicht setzt der tschechische Auswahltorhüter seine Karriere sogar über das Vertragsende 2017 hinaus fort. Vielleicht steigt er bei den Füchsen aber auch als Torwarttrainer ein.

Stochl will mit den Füchsen wieder einen Pokal gewinnen

Doch zunächst will er mit dem Vorjahresfünften eine erfolgreiche Saison hinlegen. „Ich möchte schönen Handball spielen. Die Zuschauer sollen zufrieden sein, dann kommen die Ergebnisse von allein.“ Der Verlust von Jesper Nielsen (zu Paris Saint Germain) sei schwer zu verkraften. Dennoch glaubt Stochl, dass die Füchse insgesamt stärker besetzt sind als in der vergangenen Saison. „Es wäre schön, wenn wir wieder einen Pokal gewinnen können.“

Von Ronny Müller

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