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Trainer, Spieler, Präsident: Die Jobbörse in Stuttgart

Fußball Trainer, Spieler, Präsident: Die Jobbörse in Stuttgart

Wie geht es beim VfB Stuttgart weiter? Zumindest auf der Suche nach dem neuen Trainer haben sich wohl zwei Kandidaten durchgesetzt. Aber die Zukunft von Sportvorstand Dutt bleibt ungewiss.

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Guido Buchwald könnte ein Teil der VfB-Zukunft werden.

Quelle: Marijan Murat

Stuttgart. Ein neuer Trainer muss her, ein Präsident wird gesucht - und das Dilemma des kriselnden VfB Stuttgart lässt sich noch fortsetzen. Denn wer soll sich für den Neuanfang in der 2. Fußball-Bundesliga um die wichtigen Personalien kümmern?

Selbst die Zukunft des für die Trainerfrage zuständigen Sportvorstands Robin Dutt ist alles andere als geregelt. Noch immer ist unklar, ob der stark umstrittene Manager die Schwaben in die Zweitklassigkeit begleiten darf.

Wenn es nach Stuttgarts Erstem Bürgermeister Michael Föll (CDU) geht, sollte er das nicht. Auf die Frage, ob der Sportdirektor weg müsse, sagte Föll, dass der Zweitliga-Abstieg keine "Kleinigkeit" sei. "Da muss man dann auch einen konsequenten Neuanfang machen, um dann wirklich ohne Altlasten das Projekt Wiederaufstieg angehen zu können", betonte er im SWR-Hörfunk.

Wann mit einer Entscheidung über die Zukunft des 51-Jährigen zu rechnen ist, bleibt jedenfalls fraglich. Von Vereinsseite gibt es keine offizielle Frist. Der mächtige Aufsichtsrat des Traditionsclubs wird über Dutts berufliche Laufbahn beim VfB bestimmen. Doch die in dem Kontrollgremium vertretenen Martin Schäfer, Hartmut Jenner und Wilfried Porth sind als Top-Manager stark in ihren jeweiligen Unternehmen eingebunden. Zeit für Dutt bleibt da momentan nicht viel.

Der frühere Bundesliga-Coach agiert damit aus einer Position der Unsicherheit. Zudem ist alles andere als klar, wer nach dem Rücktritt Bernd Wahlers neuer Präsident wird. Ex-Weltmeister Guido Buchwald bot dem VfB nun seine Hilfe an. Außerdem forderte er in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung", den ehemaligen VfB-Spieler Karl Allgöwer stärker einzubinden.

Welcher Trainer kommen wird, scheint sich zumindest herauszukristallisieren. Jos Luhukay, der bis 2015 Hertha BSC trainiert hat, und der frühere Coach von 1899 Hoffenheim, Markus Gisdol, gelten als aussichtsreichste Kandidaten für den Posten. Aber auch sie werden die personelle Entwicklung in den Führungsgremien des VfB genau beobachten. Zumal nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" das Verhältnis zwischen Dutt und Gisdol nicht das beste sei.

Des Weiteren dürfte es für den neuen Trainer von großem Interesse sein, welcher Kader ihm für die kommende Spielzeit zur Verfügung steht. Wichtige Spieler des Clubs wie Weltmeister Kevin Großkreutz oder Torhüter Mitch Langerak haben öffentlich ihre Zusage für die 2. Liga gegeben. Zudem war kurz vor dem Abstieg bekanntgeworden, dass Kapitän Christian Gentner und Torjäger Daniel Ginczek ihre Verträge verlängert haben - eine gezielte PR-Kampagne Dutts.

"Natürlich war diese Geschichte gut für mich", gab er zu. "Wir haben uns entschieden, vor dem letzten Spiel in Wolfsburg noch mal einen Impuls damit zu setzen". Doch das Vorhaben scheiterte kläglich und nicht nur bei zahlreichen Fans, sondern auch beim Aufsichtsrat kam die PR-Aktion des Managers alles andere als gut an. Es bleibt abzuwarten, ob VfB-Urgestein Gentner und Ginczek den Club tatsächlich in die 2. Liga begleiten werden.

Stürmer Timo Werner wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bei seinem Heimatclub bleiben. Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig zeigt nach Informationen der "Bild" (Dienstag) großes Interesse an dem 20-Jährigen. Auch Innenverteidiger Timo Baumgartl soll ins Blickfeld der Sachsen geraten sein. Sportlich hatte Werner wie der Rest der Mannschaft in den vergangenen Wochen enttäuscht, was Dutt ein Feilschen um die Ablösesumme erschweren dürfte. Wenn er denn künftig noch im Namen des VfB verhandeln darf.

dpa

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