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Transfersperren gegen Real und Atlético Madrid bestätigt

Fußball Transfersperren gegen Real und Atlético Madrid bestätigt

Real und Atlético Madrid dürfen sich in den anstehenden zwei Transferperioden nicht mit neuen Spielern verstärken. Die Königlichen wollen die Entscheidung der FIFA-Berufungskommission nun vor dem Internationalen Sportgerichtshof anfechten.

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Real Madrid und Atlético Madrid sind bei der FIFA mit Einsprüchen gegen ihre Transferverbote gescheitert.

Quelle: Walter Bieri

Madrid. Die spanischen Spitzenclubs Real und Atlético Madrid sind mit Einsprüchen gegen ihre Transferverbote gescheitert und müssen bis Januar 2018 ohne neue Spieler auskommen.

Diese Entscheidung gab die FIFA-Berufungskommission am 8. September bekannt, nachdem beide Vereine gegen die Transfersperren für je zwei Wechselperioden vorgegangen waren. Rein formal dürften die Clubs zwar Verpflichtungen tätigen - neue Profis erhalten allerdings keine Spielgenehmigungen und wären somit zum Zuschauen verdammt.

Beide Clubs kündigten umgehend an, nun vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen. Real schrieb auf seiner Internetseite von einer "zutiefst ungerechten" Entscheidung. Atlético teilte mit, "nicht einverstanden" zu sein und deshalb den CAS anzurufen.

Als Grund für die Transferverbote hatte der Fußball-Weltverband bereits im Januar "Verstöße im Zusammenhang mit dem internationalen Transfer und der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren" angegeben. Atlético muss zudem 900 000 Schweizer Franken (822 000 Euro) zahlen, Real wurde zu einer Geldbuße von 360 000 Schweizer Franken (329 000 Euro) verurteilt. Die Sperren waren bis zu einer FIFA-internen Entscheidung ausgesetzt worden, von daher konnten die beiden Clubs in der abgelaufenen Sommer-Transferperiode auch noch mal auf Einkaufstour gehen. Atlético hatte diverse Profis verpflichtet, Real hatte unter anderem Alvaro Morata von Juventus Turin geholt.

Laut FIFA-Statuten sind der internationale Transfer Minderjähriger und die Erstregistrierung Minderjähriger in einem Land, dessen Staatsbürgerschaft sie nicht besitzen, normalerweise verboten. 2014 war der katalanische Rivale FC Barcelona bereits wegen des gleichen Vergehens von der FIFA bestraft worden und durfte in beiden Transferfenstern 2015 keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen.

Barça erreichte 2014 mit dem Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof jedoch einen Aufschub der Sperre. So konnten die Katalanen im Sommer 2014 etwa Luis Suárez und Marc-André ter Stegen holen. Die im vergangenen Jahr geholten Arda Turan und Aleix Vidal hingegen sind erst seit Januar für Barça spielberechtigt.

Die Ermittlungen betrafen laut FIFA-Mitteilung mehrere minderjährige Spieler, die zwischen 2007 und 2014 (Atlético) sowie zwischen 2005 und 2014 (Real) bei den Vereinen registriert waren. Aufgrund von Erkenntnissen des sogenannten Transferabgleichungssystems TMS hatte die FIFA-Disziplinarkommission ein Verfahren eingeleitet.

dpa

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