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Tyron Zeuge will in Potsdam Weltmeister werden

Boxnacht in der MBS-Arena Tyron Zeuge will in Potsdam Weltmeister werden

Ein Boxring mitten im Potsdamer Stern-Center: Tyron Zeuge zeigte sich am Dienstag der Öffentlichkeit. Am Samstag will der Berliner in der MBS-Arena Box-Weltmeister werden. Es ist sein zweiter Anlauf gegen den Weltmeister Giovanni De Carolis aus Italien.

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Tyron Zeuge (r.) beim Schattenboxen mit Trainer Conny Mittermeier am Dienstag im Potsdamer Stern-Center. Foto: Julian Stähle

Potsdam. Das Basecap verkehrt auf dem Kopf, das rotgefärbte T-Shirt hängt weit über der Trainingshose. Tyron Zeuge fühlte sich am Dienstag schon wie zu Hause beim öffentlichen Pressetraining im Potsdamer Stern-Center. Bevor ihn Coach Conny Mittermeier ein bisschen durch den Ring scheuchte, schilderte der 24-jährige Herausforderer, dass er bereit ist für die Chance seines noch jungen Profiboxerlebens (18 Siege, eine Niederlage). Am Samstag (22.20 Uhr/live in Sat.1) tritt der Berliner erneut gegen den WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht Giovanni De Carolis aus Italien an.

Tyron Zeuge fühlt sich fitter als im ersten Kampf

Weltmeister Giovanni De Carolis ist bereit für die Titelverteidigung

Weltmeister Giovanni De Carolis ist bereit für die Titelverteidigung.

Quelle: julian Stähle

In der Potsdamer MBS-Arena geht es um ein „Unfinished business“, einen noch nicht erledigten Job, so das Motto des Hauptkampfes. Zeuge unterlag am 16. Juli in der Berliner Max-Schmeling-Halle dem Italiener knapp nach Punkten, war nach einem Muskelfaseriss im rechten Oberarm ab Mitte des Kampfes aber arg gehandicapt.

„Jetzt bin ich fitter, die Lust auf den Titel ist noch größer, deshalb gewinne ich“, zeigte sich Zeuge überzeugt. Seit Montag wohnt er in einem Potsdamer Hotel und fühlt sich wohl: „Klar ist das ein Heimspiel für mich.“ Aber Potsdam findet auch De Carolis schön. „Ich habe einen Spaziergang durch die Stadt gemacht, wirklich nett hier“, sagte der 32-jährige Römer, der in Bezug auf seinen Gegner keine Gnade kennt: „Natürlich kennen wir uns jetzt besser. Deshalb bin ich überzeugt, dass es einen besseren Kampf geben wird. Aber ich werde am Ende wieder gewinnen. Ich habe hart dafür gearbeitet. Der erste Kampf ist Geschichte, jetzt gibt es eine neue, hoffentlich noch schönere für mich.“

Trainer Jürgen Brähmer will den Sieg

Die verletzte Weltmeisterin Ramona Kühne musste ihren Kampf  absagen, gab  Franz Peter  (73) aus Ludwigsfelde, der einst  selbst boxte,  ein Aut

Die verletzte Weltmeisterin Ramona Kühne musste ihren Kampf absagen, gab Franz Peter (73) aus Ludwigsfelde, der einst selbst boxte, ein Autogramm

Quelle: julian Stähle

Der gerade entthronte Box-Weltmeister Jürgen Brähmer, der gemeinsam mit Mittermeier den großen Hoffnungsträger Zeuge aus dem Berliner Sauerland-Boxstall in Schwerin auf diese erneute WM-Chance vorbereitet hat, gab sich zuversichtlich: „Unser Ziel ist es, dass Tyron diesen Kampf klar für sich entscheidet. Ob durch K.o. oder nach Punkten ist zweitrangig. Die Vorbereitung verlief gut, bei den harten Einheiten mussten wir Tyron ein bisschen rannehmen, damit er durchzieht. Aber Training und Wettkampf sind immer zwei Paar Schuhe. Entscheidend ist, was der Boxer im Ring macht. Da kann ich als Trainer nur zusehen.“

Auf jeden Fall sollte die rechte Schulter nun halten. „Wir haben das Athletiktraining umgestellt, völlig neue Muskelgruppen trainiert. Da gibt es keine Probleme mehr“, sagte Brähmer, der Coach duldet keinen Aufschub für den unerledigten Job.

Von Peter Stein

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