Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Talente-Brunnen vom Luftschiffhafen

UJKC im Nachwuchs erfolgreich Talente-Brunnen vom Luftschiffhafen

Der UJKC Potsdam macht mit zahlreichen Erfolgen im Nachwuchs auf sich aufmerksam. Zuletzt holte die 15-jährige Lena Grulich Bronze bei der Europameisterschaft. Die Erfolgswelle begann mit einer Umstrukturierung im Jahr 2012.

Voriger Artikel
Befreites Rath-Lachen nach starkem Totilas-Comeback
Nächster Artikel
Djokovic greift nach drittem Wimbledon-Titel

Lena Grulich mit Trainer Axel Kirchner.

Quelle: foto: Verein

Potsdam. Der UJKC Potsdam sorgt im Nachwuchs-Judo auch international immer wieder für Aufsehen. Jüngster Coup war die Bronzemedaille von Lena Grulich bei der U18-Europameisterschaft in Sofia. Der sensationelle Erfolg der erst 15-Jährigen unterstreicht eine Entwicklung des Vereins, der sich in Sachen Nachwuchsförderung immer stärker aufstellt.

2012 hat der UJKC seine Trainer-Struktur geändert. Axel Kirchner, der bis dato vom Nachwuchs bis zu den Erwachsenen das Training verantwortete, konzentriert sich seitdem auf den Nachwuchs. Und das liegt dem Lehrertrainer der Potsdamer Sportschule. „Axel kann seine ganze Kraft in die Grundausbildung investieren, das kommt uns später zugute“, sagt Cheftrainerin Yvonne Bönisch. Die 34-Jährige, 2004 als Schützling von Kirchner Olympiasiegerin in Athen, übernimmt die Sportler an der Schwelle zu den Erwachsenen. Bönisch, die unter anderen von Trainer Mario Schendel unterstützt wird, ist über den Schnitt von 2012 glücklich: „Wir arbeiten als Team gut zusammen.“ Das sei die Grundlage für die Erfolge. In den älteren Nachwuchs-Klassen steht der UJKC so gut da wie noch nie. Bönisch: „Wir hatten zwar vereinzelt immer wieder Erfolge, aber noch nicht in der Breite wie derzeit.“

Lena Grulich verpasst EM-Finale nur knapp

40-Kilogramm-Judoka Lena Grulich ist nur ein Beispiel. „Wenn sie im Halbfinale in den letzten fünf Sekunden nicht über die eigenen Beine gestolpert wäre, hätte sie sogar im Finale gestanden“, sagt Kirchner über die EM. Die 15 Jahre alte Ex-Leichtathletin und amtierende deutsche Meisterin sei „extrem fleißig und diszipliniert. Sie hat Ziele und arbeitet unwahrscheinlich hart daran.“ Auch die zweite EM-Starterin Marlene Galandi (-70kg) hat sich trotz des frühen Ausscheidens in Sofia gut entwickelt. Anfang Juni hatte die 15-Jährige beim Europacup in Bielsko-Biala (Polen) Silber gewonnen.

Zu den hoffnungsvollen UJKC-Talenten gehört auch Linus Zarse. Der 16-Jährige ist deutscher Meister in der U18 im Limit bis 50 Kilogramm. Dena Pohl (15, -63kg) erkämpfte sich in diesem Jahr Bronze bei der deutschen Meisterschaft der U18 und Bronze beim Europacup in Polen. Auch der 17-jährige Tim Schmidt hat in diesem Jahr für Aufsehen gesorgt. Schmidt ist deutscher Meister im Limit bis 81 Kilo und holte im Frühjahr zwei Bronzemedaillen bei Europacups. „In dieser Gewichtsklasse ist Deutschland derzeit am stärksten aufgestellt“, unterstreicht Yvonne Bönisch die Erfolge von Tim Schmidt, der im kommenden Jahr auch in der Mannschafts-Bundesliga eingesetzt werden soll. Mit Kilian Ochs und Jasmin Neuhold haben weitere Sportler mit Medaillen bei Ranglistenturnieren auf sich aufmerksam gemacht.

50 Judoka besuchen die Sportschule

Seit Jahren sorgen Martin Setz (66 kg), Philipp Galandi (100 kg) und Paul Elm (+100 kg) für Furore. Alle drei traten 2014 bei der U21-Weltmeisterschaft in Florida an und sind im Bundesliga-Team des UJKC zu Stützpfeilern geworden. Auch das Trio hat von der Aufnahme an der Sportschule profitiert. Jedes Jahr kann der Verein sieben Kämpfer einschulen. Mittlerweile kommen 50 Judoka in den Genuss der Strukturen im Luftschiffhafen. „Die Bedingungen mit Olympiastützpunkt, Sportschule und MBS-Arena sind top“, sagt Bönisch. „Das ist fast einmalig in Deutschland.“

Insgesamt hat der UJKC rund 700 Mitglieder, davon 450 Kinder und Jugendliche. Durch Projekte in Kindergärten und Schulen kommen weitere hinzu. Ein gutes Reservoir, dass der Erfolg nachhaltig angelegt ist.

Von Ronny Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer