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US-Fußballverband: "Ungutes Gefühl" bei der FIFA

Fußball US-Fußballverband: "Ungutes Gefühl" bei der FIFA

Der Generalsekretär des US-Fußballverbandes, Dan Flynn, hat bei einer Senatsanhörung eingeräumt, seit längerem ein "ungutes Gefühl" bei Entscheidungen der FIFA gehabt zu haben.

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Dan Flynn gibt seine Aussage in Washington zu Protokoll. Foto: Shawn Thew

Washington. Um an die Öffentlichkeit zu gehen, hätten ihm aber die "harten Fakten" gefehlt, sagte er am 15. Juli in der US-Hauptstadt Washington. Angesichts des Korruptionsskandals forderte Flynn eine rasche Reform des Weltfußballverbands. Mehrere Politiker nahmen ihn ins Verhör und fragten ihn, warum er so lange untätig geblieben sei.

Bei der Befragung durch den Verbraucherschutz-Ausschuss im US-Senat, der auch für Sport zuständig ist, ging es sowohl um die Vorwürfe von Schmiergeldzahlungen bei WM-Vergaben als auch um die Ausbeutung von ausländischen Arbeitern auf WM-Baustellen in Katar. Der Senat ist eine der beiden Kammern des US-Parlaments.

Flynn stellte in seiner vorformulierten Zeugenaussage zum Auftakt heraus: "Wir glauben, dass die Reform an der Spitze beginnen muss - angefangen bei der Wahl eines neuen FIFA-Chefs angesichts der Tatsache, dass Herr (Joseph) Blatter seinen Rücktritt angekündigt hat." Auf eine spätere Frage, was ihn skeptisch mit Blick auf den Weltverband werden ließ, sagte Flynn: "Die Art, wie Jack Warner und Chuck Blazer ihre Treffen organisierten." Warner und Blazer führten zeitweise gemeinsam den CONCACAF-Verband, der für Nord- und Zentralamerika sowie die Karibik zuständig ist und dem die USA angehören.

Flynn antwortete mehrmals nur zögernd. Einmal begann er einen Satz, drehte sich dann zu jemandem in seinem Rücken um - und sagte schließlich etwas anderes. Mehrfach betonte er, er habe bei allen Zweifeln an der Integrität der FIFA nur zwei Möglichkeiten gesehen: Dass der US-Verband gar nicht mehr mitmachen könne oder dass man versuche, die FIFA von innen zu verändern. Der US-Verband habe den zweiten Weg gewählt.

Bei der Anhörung forderte Michael Hershman, Mitbegründer der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International, an die Sportorganisationen bei Transparenz und Anti-Korruptionsvorgaben ähnliche Kriterien anzulegen wie an Wirtschaftsunternehmen: "Die FIFA ist ein großes Geschäft." Sunjeev Bery von Amnesty International warf Katar, WM-Ausrichter 2022, vor, das Emirat habe zugesagte Verbesserungen bei Menschenrechten und Arbeitsbedingungen nicht umgesetzt.

Auch die US-Justiz ermittelt seit längerem gegen FIFA-Obere und ließ am 27. Mai in der Schweiz sieben Funktionäre in Auslieferungshaft nehmen. Einer der Männer hat seiner Auslieferung an die USA unlängst zugestimmt. Er könnte in den kommenden Tagen dort eintreffen. Ein konkreter Name wurde bisher nicht bestätigt. Insgesamt wurden 14 Personen aus mehreren Ländern in dem jüngsten Fußball-Skandal vom US-Justizministerium beschuldigt.

Die FIFA will vermutlich am 20. Juli festlegen, wann der Nachfolger des Schweizers Blatter gewählt wird.

dpa

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