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Uli Hoeneß ab März wieder frei

Vorzeitige Haftentlassung für Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß ab März wieder frei

Für ihn war es wohl die schwerste Zeit seines Lebens - im Februar ist sie für Uli Hoeneß vorbei. Der einstige Präsident des FC Bayern München wird Ende Februar vorzeitig aus der Haft entlassen. Hoeneß ist wegen Steuerhinterziehung zu einer dreijährigen Haft verurteilt worden. In den letzten Wochen hatte der 64-Jährige bereits einige Privilegien genießen können.

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Uli Hoeneß wird vorzeitig aus der Haft entlassen.

Quelle: dpa

München. Wegen Steuerhinterziehung in zweistelliger Millionenhöhe war Uli Hoeneß zu 42 Monaten Haft verurteilt worden - nach 21 davon kann er das Gefängnis als freier Mann verlassen. Der ehemalige FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird vorzeitig aus der Haft entlassen. Die restliche Strafe werde zum 29. Februar 2016 zur Bewährung ausgesetzt, entschied die zuständige Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Augsburg.

Bei der Entscheidung seien unter anderem die Persönlichkeit von Hoeneß, sein Vorleben, die Umstände der Tat und das Verhalten des 64-Jährigen in der Haftzeit gewürdigt worden, sagte Gerichtssprecher Claus Pätzel. Die Kammer habe betont, "dass der Verurteilte trotz seiner Position stets bereit gewesen sei, sich in die Gefangenengemeinschaft zu integrieren". Bei seinen zahlreichen Ausgängen sei es zu keinen Beanstandungen gekommen.

Hoenß hat bereits 43 Millionen Euro gezahlt

Hoeneß war in München wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden und hatte seine Strafe am 2. Juni 2014 angetreten. Den Schaden habe der ehemalige FC-Bayern-Chef durch Zahlungen in Höhe von mindestens 43 Millionen Euro wieder gutgemacht, sagte Pätzel. Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgelegt. Zunächst hatte die "Sport Bild" über die Entscheidung des Gerichts berichtet.

Uli Hoeneß beim Prozess im März 2014

Quelle: dpa

Der deutsche Rekordmeister äußerte sich wie bereits in anderen Fällen in der Vergangenheit nicht zu der Haft seines früheren Spitzenmanagers. Die Staatsanwaltschaft könnte nun noch gegen die vorzeitige Freilassung binnen einer Woche Beschwerde einlegen. "Wir prüfen das zur Zeit", sagte Florian Gliwitzky von der Staatsanwalt München II.

Seit bereits einem Jahr Freigänger

Ob sich die Anklagebehörde in dem bisherigen Verfahren für oder gegen eine Halbstrafe für Hoeneß ausgesprochen hat, ist nicht bekannt. Es handele sich um ein nicht-öffentliches Verfahren, betonte Gliwitzky. Deswegen würden keine diesbezüglichen Angaben gemacht. Hoeneß' Anwalt Steffen Ufer sagte der Deutschen Presse-Agentur, er gehe davon aus, dass die Staatsanwalt die Entscheidung des Gerichts akzeptieren und keine Beschwerde einlegen werde.

Hoeneß ist bereits seit einem Jahr Freigänger und arbeitet tagsüber in der Jugendabteilung des Fußballclubs in München. Die Wochenenden kann der 64-Jährige meist in seinem Haus am Tegernsee verbringen.

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Die Fleischerei in der Rudolf-Breitscheid-Straße 68 in Gransee steht seit einigen Jahren leer, doch am Freitag herrschte dort Trubel wie einst. Sogar echte Wurst lag wieder in der Auslage. Es wurden Szenen für ein Doku-Drama über Bayern-Patriarch Uli Hoeneß gedreht.

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In Ausnahmefällen wird man früher entlassen

Im Herbst hatte die Verteidigung von Hoeneß mitgeteilt, dass ein sogenannter Halbstrafantrag gestellt worden sei. Üblicherweise werden Haftstrafen erst nach zwei Drittel der Zeit zur Bewährung ausgesetzt, der Paragraf 57 des Strafgesetzbuches ermöglicht aber in Ausnahmefällen auch die Aussetzung der Strafe nach der Hälfte. Hoeneß kommt nun in den Genuss dieser Regelung.

Der Antrag wurde von der Ersten auswärtigen Strafvollstreckungskammer des Augsburger Landgerichts in Landsberg am Lech bearbeitet. In der Landsberger Justizvollzugsanstalt hatte Hoeneß zunächst seine Strafe abgesessen, später wurde er in ein Freigängerhaus des Gefängnisses in der Außenstelle Rothenfeld nahe dem Starnberger See verlegt.

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Vor dem Landgericht München II gab es auch Sympathiebekundungen für den Bayern-Präsidenten.

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dpa

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Der ehemalige FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß wurde erpresst. Am Samstag wurde ein Tatverdächtiger festgenommen, wie das Polizeipräsidium in Rosenheim mitteilte.

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