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Verletzungs-Schock in Potsdam und Werder

Handball, 3. Liga Verletzungs-Schock in Potsdam und Werder

Für die Drittliga-Handballer Yannik Münchberger vom VfL Potsdam und Tobias Frank vom HV Grün-Weiß Werder ist die laufende Saison nach erlittenen Kreuzbandrissen vorzeitig beendet. Beide Akteure zogen sich die Verletzungen am vergangenen Spieltag zu, zeigen sich trotz der niederschmetternden Diagnose aber gefasst und blicken nach vorn.

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Für Yannik Münchberger (3. v.r.) ist die Saison nach einem Kreuzbandriss beendet. Trainer Jens Deffke (l.) und Christian Schwarz tragen den 19-Jährigen von der Platte.

Quelle: Sylvia Göres

Potsdam. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt. Drittliga-Handballer Yannik Münchberger vom VfL Potsdam hat sich am Sonntag in der Schlussphase des Brandenburg-Derbys gegen den Oranienburger HC (22:23) einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für den Rest der Saison aus. „Mir tut es unheimlich leid für Yannik“, so VfL-Trainer Jens Deffke. Er sagte bereits unmittelbar nach dem Spiel gegen Oranienburg, dass die Verletzung von Münchberger schwerer wiegt, als die verlorenen Punkte.

Adler kehren zurück an alte Wirkungsstätte zurück

Das vorweihnachtliche Spiel des VfL Potsdam gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin (aktuell mit 10:8 Punkten auf Tabellenplatz zehn), das planmäßig am 23. Dezember stattfinden sollte, ist auf den kommenden Freitag (18. November, 19.30 Uhr) vorverlegt worden.

Aufgrund der Änderung findet diese Begegnung nicht in der MBS-Arena, sondern in der Potsdamer Sporthalle Heinrich-Mann-Allee statt.

In dieser Spielstätte kämpften die Adler bis Januar 2012 um Punkte und feierten dort zwei Zweitliga-Aufstiege.

Aufgrund des begrenzten Platzangebots in der alten Wirkungsstätte weist der Verein im Vorfeld auf das limitierte Kartenkontingent hin.

Dauerkarten und bereits erworbene Tickets für das Spiel gegen die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern behalten ihre Gültigkeit.

Am Mittwoch überbrachte der 19-Jährige Spielmacher der Adler seinen Teamkollegen die Nachricht von der niederschmetternden Diagnose. „Das war der schlimmste Tag, da war die Stimmung natürlich unten“, berichtet VfL-Kapitän Robert Weiß. „Yannik war auf dem aufsteigenden Ast und hat als junger Spieler eine Führungsrolle eingenommen. Er wird das aber wegstecken und noch stärker zurückkommen“, ist sich der 29-jährige Weiß sicher, der sich selbst schon mal einen Kreuzbandriss zuzog und als Physiotherapeut arbeitet. Spricht man mit Münchberger, kann man diese These nur teilen.

VfL arg gebeutelt

Der 19-Jährige, der beim VfL einen laufenden Vertrag bis 2018 hat und in der Geschäftsstelle des Vereins ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, macht einen gefestigten Eindruck und steckt den Kopf nicht in den Sand. „Ich will weiter so oft wie möglich bei der Mannschaft sein und meinen Teil zu einem erfolgreichen Saisonverlauf beitragen – auch wenn ich selbst nicht mehr auf der Platte stehen kann.“ Die Szene in der er sich die schwere Knieverletzung, Meniskus und Innenband sind ebenfalls beschädigt, zuzog, hat er nicht mehr richtig vor Augen. „Ich weiß nur, dass ich in einen Zweikampf gegangen bin und es dann geknackt hat“, sagt der spielintelligente Akteur, dessen Team am Sonntag (16 Uhr, MBS-Arena) auf den VfL Fredenbeck trifft. Dann muss Trainer Jens Deffke auch auf Dominik Steinbuch (Knieprobleme), Jan Piske (Sehnenverletzung am Daumen), Caspar Jacques (Bandscheibenvorfall) und vermutlich auch Nils Gugisch (Augenverletzung) verzichten.

Zwei Kreuzbandverletzte in Werder

Bei Potsdams Ligakonkurrent Werder sind die Sorgenfalten ebenfalls groß. Rückraumspieler Tobias Frank, der bis zur vergangenen Saison für den VfL auflief, zog sich am vergangenen Spieltag beim TSV Altenholz (18:28) ebenfalls einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu und fehlt monatelang. „Für mich ist es die erste richtig schwere Verletzung. Ein Termin für die Operation steht noch nicht fest, zumal ich gerade bei meiner Ausbildung zum Industriemechaniker im Prüfungsstress bin“, sagt Frank. Auf Laurent Terlunen muss Grün-Weiß-Coach Silvio Krause, der mit seinem Team am Sonnabend (17 Uhr) beim DHK Flensborg gastiert, aufgrund eines vor zwei Wochen gegen Fredenbeck erlittenen Kreuzbandrisses bereits für den Rest der Saison verzichten.

Von Mirko Jablonowski

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