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VfL Potsdam gewinnt Derby gegen den OHC

Handball, 3. Liga Nord VfL Potsdam gewinnt Derby gegen den OHC

Der VfL Potsdam hat das Handball-Derby gegen den Oranienburger HC für sich entschieden. In einer unterhaltsamen Partie gewannen die Adler in der 3. Liga Nord mit 27:24 gegen den Konkurrenten. Das Duell der beiden höchstklassigen Teams Brandenburgs wurde von den Abwehrreihen dominiert. Trotzdem gelang einem OHC-Akteur sein 200. Saisontor.

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OHC-Spieler Robert Stelzig (l.) verteidigt gegen VfL-Linksaußen Julius Dierberg. Simon Herold (hinten) hütet das OHC-Tor.

Quelle: Julius frick

Potsdam. Simon Herold hatte noch Redebedarf. Nach der Schlusssirene ärgerte sich der Keeper des Oranienburger HC sichtlich über die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung und teilte das den Offiziellen lautstark mit. Wenige Minuten nach der 24:27-Derby-Niederlage beim VfL Potsdam hatte sich der Schlussmann des Handball-Drittligisten schon wieder etwas beruhigt. „Wir haben ja die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl gespielt“, bemerkte Herold, schob aber nach: „Wir sind selbst verantwortlich, dass wir verloren haben. Wir haben vorne grottenschlecht gespielt.“

Beim Gastgeber herrschte naturgemäß eine deutlich entspanntere Stimmung nach dem Sieg vor 1107 Zuschauern in der MBS-Arena. „Wir haben das Spiel von vorneweg gestaltet. Die drei Tore sagen nicht so aus, wie konsequent wir das Spiel geführt haben“, sagte VfL-Trainer Jens Deffke, der 2013 vom OHC zum VfL wechselte. Bis auf das 1:1 (3. Minute) und das 18:18 (36.) lagen die Adler, derzeit Dritter, immer in Führung.

Dominic Kehl wirft sein 200. Saisontor

Abschütteln ließ sich der Tabellenzehnte allerdings auch nicht. Rechtsaußen Nils Müller (9 Tore) und Rückraumschütze Dominic Kehl, der mit seinen sieben Toren nun exakt 200 Saisontore geworfen hat und weiter die Torschützenliste der Liga anführt, hielten den OHC mit ihren Treffern im Spiel. Die Torhüter auf beiden Seiten bekam zunächst nicht so richtig etwas zu fassen. Wobei OHC-Schlussmann Ivan Szabo zwei Siebenmeter gegen Linksaußen Julius Dierberg (4) und Spielmacher Yannik Münchberger – mit neun Toren erneut bester Werfer bei den Adlern – parieren konnte. So brachte VfL-Trainer Jens Deffke nach gut 20 Minuten für Keeper Sebastian Schulz den aus Bärenklau (Oberhavel) stammenden Matthias Frank. Der Torhüter führte sich gleich mit mehreren Paraden gut ein, zur Halbzeit stand es 17:14 für die Potsdamer.

Torhüterwechsel auf beiden Seiten

Auch auf Seiten des OHC kam es zu einem Torhüterwechsel, für Szabo stand fortan Herold im Kasten. Und auch er konnte nun den ein oder anderen Ball mehr als sein Teamkollege parieren, bis der OHC schließlich sogar den 18:18-Ausgleich schaffte. Doch der Ausgleich hielt nur kurz, die Potsdamer zogen mit einem 5:0-Lauf auf 23:18 davon (44.). Dies war der Grundstein für den späteren Erfolg. „Die Abwehr war heute entscheidend. 27:24 ist okay, das war kein Spiel für viele Tore, beide Abwehrreihen haben gut gestanden“, meinte Keeper Frank.

OHC-Trainer Christian Pahl, einst Keeper beim VfL, sagte: „Das war ein verdienter Sieg für Potsdam. Wenn Piske, Münchberger oder Deutsch im Rückraum loslegen, da ist schon Tempo drin. Da können wir auch davon lernen.“ Unzufrieden war er allerdings nicht mit der Leistung: „Wenn wir in anderen Auswärtsspielen so aufgetreten wären, hätten wir sicherlich mehr Punkte geholt.“

Von Stephan Henke

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