Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
VfL Potsdam siegt mit Verspätung

Handball, 3. Liga VfL Potsdam siegt mit Verspätung

Nachdem die Partie gegen Zweitliga-Absteiger Eintracht Hildesheim erst mit Verspätung angepfiffen, brauchte Handball-Drittligist fünf Minuten und einen 0:5-Rückstand, um in die Partie zu kommen. Am Ende siegten die Adler dank einer verbesserten Abwehrleistung und dem treffsicheren Spielmacher Philipp Reuter mit 30:25 – obwohl es noch einmal eng wurde.

Voriger Artikel
Deutsche U21-Fußballer auf Kurs - 4:0-Sieg gegen Finnland
Nächster Artikel
Spanien qualifiziert sich für EM - Auch Schweiz durch

Christian Schwarz (M.) warf gegen Hildesheim sechs Tore.

Quelle: foto: Gerhard Pohl

Posdam. So wie die Partie mit Verspätung begann, so kam auch der VfL Potsdam am Freitag zu seinem Sieg. Nach einer schwachen Anfangsphase steigerte sich der Handball-Drittligist deutlich und siegte schließlich verdient mit 30:25 (15:9) gegen Zweitliga-Absteiger Eintracht Hildesheim. „Das war heute ein Sieg, den wir uns erkämpft haben und manchmal auch erspielt“, resümierte Trainer Jens Deffke, der auf den erkrankten Kapitän Jan Piske verzichten musste.

Die Partie begann mit Horror-Fünf-Minuten für die Adler: Zahlreiche Fehlpässe führten zu einem 0:5-Lauf, Trainer Jens Deffke nahm bereits in der 5. Minute die erste Auszeit. „Davor hat nichts gepasst. Doch von da an haben wir das Spiel kontrolliert“, sagte der Coach. Denn anschließend verbesserten die Potsdamer ihre Abwehrarbeit und kamen so zu schnellen Toren durch Gegenstöße zum 5:6 (10.), was Gästetrainer Gerald Oberbeck ebenfalls zu einer Auszeit veranlasste. Doch den Potsdamer Lauf stoppte das zunächst nicht, Christian Schwarz und der neunfache Torschütze Philipp Reuter sorgten für die erste Führung (12.).

Zweimal blieben die Potsdamer anschließend vor 761 Zuschauern in der MBS-Arena in Unterzahl ohne Gegentor. Die Abwehr um Chef Robert Weiß und Keeper Sebastian Schulz ließ die Gäste verzweifeln, nach fünf Gegentoren in den ersten viereinhalb Minuten kassierte sie bis zur Halbzeit nur noch vier.

Dabei standen sich die Hildesheimer teilweise auch selbst im Weg: Adler-Coach Deffke intervenierte heftig, als Gäste-Spieler Tim Zechel nach seiner Zeitstrafe zu früh auf die Platte rannte, weshalb er gleich weitere zwei Minuten kassierte. So bauten die Potsdamer den Vorsprung aus und gingen mit einer 15:9-Führung in die Kabine.

Aus der kamen die Gäste deutlich früher als die Potsdamer und mit dem Auftrag, VfL-Spielmacher Philipp Reuter in Manndeckung zu nehmen. Doch die Maßnahme von Oberbeck zeigte zunächst keine Wirkung, die Adler hielten den Vorsprung. Keeper Schulz war immer wieder ein starker Rückhalt, entschärfte freie Würfe und leitete schnelle Tempogegenstöße ein. Zudem brachte Deffke mit Yannik Münchberger den zweiten Spielmacher, der den durch Manndeckung aus dem Spiel genommenen Reuter vertrat. „Da dürfen wir nicht so hektisch werden“, sagte Deffke.

Denn beim Stand von 26:18 und einer Zeitstrafe für Kreisläufer Schwarz drohte das Spiel noch einmal zu kippen. Deffke zog die Time-out-Karte (26:21). Münchberger unterlief anschließend auch noch eine Unkonzentriertheit und Hildesheim verkürzte weiter. Schulz rüttelte seine Vorderleute mit einigen lauten Worten auf. „Bei mir lief es dann auch nicht mehr“, sagte er, „und mich hat geärgert, dass wir auf Verwalten gespielt haben.“

Seine Worte kamen offensichtlich an, Kreisläufer Schwarz blockte einmal mehr einen Wurfversuch und warf anschließend das 27:22. Doch das reichte schließlich, um am Ende völlig verdient den Zweitliga-Absteiger aus Hildesheim mit 30:25 (15:9) nach Hause zu schicken. Damit segelten die Adler zumindest für eine Nacht auf Rang zwei.

Von Stephan Henke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer