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Vier Potsdamerinnen in einem Boot

Rudern, RC Potsdam Vier Potsdamerinnen in einem Boot

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Rudern tritt in dieser Woche ein besonderes Boot an. Im Vierer ohne Steuerfrau tritt Deutschland mit vier Riemenruderinnen aus Potsdam an.

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Annabel Oertel, Janina Arndt, Isabelle Hübener und Friederike Müller (v.l.) bilden das Potsdamer Boot im Vierer ohne.

Quelle: Foto: Wolfgang Lux

Potsdam. Das hat es mehr als 20 Jahre im Potsdamer Rudersport nicht gegeben. Bei den in dieser Woche stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaften in Rotterdam/Niederlande wird der deutsche Vierer ohne Steuerfrau ausschließlich mit Sportlerinnen vom Ruderclub Potsdam besetzt. Trainerin Uta Salomon ist stolz auf ihre vier Mädels: Annabel Oertel, Janina Arndt, Isabelle Hübener und Friederike Müller.

„Wir hatten im Vorjahr ja schon einen starken Zweier ohne mit Janina Arndt und Isabelle Hübener“, meint Uta Salomon. „Nun haben sich die beiden Ruderinnen aus dem ein Jahr jüngeren Jahrgang hinzugesellt. Wir haben es mit dem Boot probiert und es lief gut.“

Trainingslager in Berlin-Grünau

Mittlerweile hat das Quartett ein mehrwöchiges Trainingslager in Berlin-Grünau hinter sich. „Wir kommen gut miteinander klar“, erzählt Janina Arndt. Die 18-Jährige wurde wie ihre Vereinsgefährtin Annabel Oertel schon im Vorjahr Junioren-Weltmeisterin im Achter. „Wenn wir diesen Erfolg nun im Vierer ohne wiederholen könnten, wäre das fantastisch“, so Janina Arndt. Auf die Frage, ob es da nicht auch mal „Zickenkrieg“ gebe, wenn man wochenlang zusammen sei, meint die Sportschülerin, die zunächst als Schwimmerin aus Brandenburg/Havel nach Potsdam kam: „Nein, kleine Zickereien werden schnell ausgeräumt. Wir können Klartext miteinander reden.“

Gruhnes Olympiasieg als Motivationsspritze

Als letzte Motivationsspritze haben sie den Olympiasieg von Hans Gruhne im Doppelvierer gemeinsam vor dem Fernseher verfolgt. „Da bekommt man schon Gänsehaut“, sagt Janina Arndt. Die gleichaltrige Isabelle Hübener, früher Leichtathletin und aus Ludwigsfelde stammend, meint: „Das Boot ist das ganze Jahr über immer besser geworden. Nach den Deutschen Meisterschaften haben wir uns darauf konzentriert.“ EM-Gold gab es ja bereits. Die 17 Jahre alte „Frieda“ Müller, die aus Wandlitz an die Potsdamer Sportschule kam, sitzt im Bug und muss das Boot auch steuern. Sie sagt: „Wir können von den ein Jahr älteren Janina und Isi viel lernen.“ Erst seit dieser Saison ist die ehemalige Skullerin in die Riemenklasse gewechselt. „Das macht sie ganz okay“, findet Uta Salomon.

Quereinsteigerinnen finden im Rudern ihr sportliches Glück

Annabel Oertel ist die Schlagfrau. Auch sie ist Quereinsteigerin, kommt aus Berlin, war Schwimmerin und wurde Uta Salomon schließlich von Potsdams Triathlon-Trainer Ron Schmidt empfohlen. „Ich bin Potsdam so dankbar, dass ich den Leistungssport weitermachen kann.“ Die 17-Jährige gibt zu: „Das wird meine erste WM. Natürlich bin ich aufgeregt.“ Damit auf der „Willem-Alexander-Baan“ nichts schief geht, tragen die Ruderinnen ein Armband am linken Handgelenk als Glücksbringer.

Weitere Potsdamer dabei

Neben dem Vierer ohne startet auch Maren Völz vom RC Potsdam bei der Junioren-WM. Sie kommt im Doppelvierer zum Einsatz, der vom Potsdamer Trainer Roland Köpke betreut wird. Svenja Kornack ist Ersatzfrau.

Bei der gleichzeitig stattfindenden U23-Weltmeisterschaft sitzt die Potsdamerin Stella Bleich im Vierer ohne. Das Boot mit der 20-Jährigen kam gestern im Vorlauf auf Rang zwei hinter den USA und steht bereits im Finale.

David Junge kommt im Doppelvierer zum Einsatz. Gestern gewann das Boot seinen Vorlauf und steht im Halbfinale.

Von Peter Stein

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