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Vom Keller ins Oberhaus

Start Hockeysaison Vom Keller ins Oberhaus

Die Damen-und Herrenhockeyspieler der Potsdamer Sport-Union starten am Sonntag in die neue Saison. Dabei ist die Hin-und Rückrunde auf dem Feld durch die Hallensaison unterbrochen. Kurios: Im Ligabetrieb spielen sie ein Mal in der zweituntersten, dann in der zweithöchsten Liga.

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Wer spielt wo? Vor dem Trainingsspiel gibt Trainer Wolfgang Adam (l.) dem Team um Silvin Seidelt (2.v.r.) kurze Anweisungen.

Quelle: Lisa Neumann

Potsdam. Schon vom Parkplatz hört man den hellen Knall, wenn ein Ball gegen die Bande gespielt wird. Im Feldhockey kein erlaubter Spielzug, aber dieses Schuss hat das Tor von Hüterin Samantha Kurth verfehlt. Auf dem Platz an der Templiner Straße haben die Damen der Hockeyabteilung der Potsdamer Sportunion (PSU) Training. Am Sonntag starten sie, gemeinsam mit den Herren, in eine neue Saison der Verbandsliga.

Sportlicher Leiter der PSU Uwe Römling

Sportlicher Leiter der PSU Uwe Römling

Quelle: Lisa Neumann

„Wir freuen uns auf die Spielzeit, wir wollen aber erst Mal bodenständig bleiben“, sagt der sportliche Leiter der PSU, Uwe Römling. Für eine gut aufgestellte Feldmannschaft wären 20 bis 25 Spieler am besten, die Teams verfügen zur Zeit jedoch nur über 18 bis 20. „Wir sind nicht so breit aufgestellt“, erzählt Römling. Ziel sei es daher, die Jugendteams langsam an das Niveau der Erwachsenen heranzuführen. „Deshalb trainieren beide Mannschaften auch zusammen“, erklärt der Jugendtrainer Oliver Heun.

Personalmangel bei Damen und Herren

„Es wäre schön, wenn mehr Leute kommen“, sagt auch Silvin Seidelt. Die 32-Jährige will in ihrer Funktion als Kapitänin die Mannschaft künftig zusammenhalten und, wenn nötig, motivieren. Zusammenhalt ist womöglich auch erforderlich. „In der letzten Saison haben uns einige Spieler wegen Studium, aus beruflichen Gründen oder wegen der Familie verlassen“, erzählt Damentrainer Wolfgang Adam. Mit der Rückrunde war er deshalb nicht so zufrieden wie mit der Hallenspielzeit. Trotz einer dünnen Personaldecke streben sie den Aufstieg an. „Das Bestreben ist natürlich, möglichst hochklassig zu spielen“, gibt auch Römling das Ziel vor. Adam ist sich sicher: „Mit dem Leistungspotenzial können die Damen das.“

Herrentrainer Maik Jablowski

Herrentrainer Maik Jablowski.

Quelle: Lisa Neumann

Ähnlich sieht es auch bei den männlichen Kollegen aus. Coach Mike Jablowski trainiert die Herren und kommt gerade mit einigen Spielern vom Lauftraining wieder. „Die Vorbereitung auf die Saison war eher mäßig“, sagt er. Auch für das Spiel am Sonntag bekommt er, ebenfalls wegen Personalmangel, „gerade eben eine Mannschaft zusammen“.

Erfahrener Herrencoach

Sportleiter Römling freut sich, dass Jablowski vor einem Jahr die Mannschaft übernommen hat. „Mit ihm haben wir einen erfahrenen hauptamtlichen Trainer mit einer A-Lizenz in unseren Reihen“ Jablowski spielte beim sachsen-anhaltinischen Bundesligisten Köthen. Dementsprechend ambitioniert ist das Ziel der Herren: Aufstieg. „Auf dem Feld haben wir letzte Saison den Aufstieg knapp verpasst“, so Jablowski. Das solle sich nun ändern.

Mit breiter Brust gehen beide Hockeyteams im November in die Hallensaison. Denn anders als auf dem Feld spielen beide Riegen dort in der Regionalliga.

Saisonmodus im Hockey

Die Hockeysaison teilt sich in zwei Modi – die Feld-und Hallensaison. Auch die Ligen differieren.

Von Anfang September bis Mitte Oktober wird auf dem Feld gespielt. Die Damen- und Herrenmannschaft der PSU spielen in der Verbandsliga, die Zweitunterste im Spielsystem.

Von Anfang November bis etwa Februar/März ist die Hallensaison aktiv. Sowohl Hin-als auch Rückrunde wird dann ausgetragen.

Die Damen und Herren der PSU spielen in der Halle in der Regionalliga, der zweithöchsten Klasse, danach kommt lediglich die Bundesliga.

Von April bis Juni findet dann die Rückrunde der Feldsaison statt.

Während auf dem Feld 10 Spieler plus ein Torwart agieren, sind es in der Halle nur 5+1.

Das erste Spiel der Damen ist auswärts am 10. September um 16 Uhr gegen den SC Charlottenburg 3.

Das erste Spiel der Herren, ebenfalls auswärts, ist auch am Sonntag um 14 Uhr gegen den Berliner Hockey Club 3 auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld in Berlin.

Für mehr Info zu den Hocketeams: www.potsdamer-sport-union.de

Die Spielzeiten unterscheiden sich nicht nur im Ligasystem, sondern auch in der Spielweise, sind sich Herrencoach Mike Jablowski und Jugendtrainer Oliver Heun einig. Teilweise gelten sogar andere Regeln. Heun: „In der Halle kommen eher die technikstarken Spieler zum Einsatz, während auf dem Feld eher die Läufer gebraucht werden.“

Jugendtrainer Oliver Heun

Jugendtrainer Oliver Heun

Quelle: Lisa Neumann

„Wir sind aber guter Dinge, dass wir uns mit der Jugend in Zukunft gut zusammen entwickeln können“, fasst Römling zusammen.

Von Lisa Neumann

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